Kultur

Occupy Internet – 2011 gefangen im Netz

Das ZDF-Kulturmagazin aspekte hat gestern über „Occupy Internet – 2011 gefangen im Netz“ berichtet. Das gibt es in der Mediathek und auf Youtube zu sehen.

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Von Guttenberg zu Wikileaks, von Trojanern zu Anonymous und dem „Arabischen Frühling“: Ohne die „Generation Facebook“ undenkbar. aspekte fragt Experten: Was bedeutet die „Macht des Schwarms“?

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14 Kommentare
  1. Guter Beitrag! Bei Google, Apple, Facebook und Amazon würde ich mir wünschen, wir kämen aus der Verschwörungstheorieabseitsfalle heraus und fragen nicht mehr, was machen die mit unseren Daten (am schlimmsten noch in der kleinkarierten Sichtweise 30 km um Kiel herum), sondern nehmen die Aktivität global in die Hand:

    1.) Ihr dürft x, y und z mit unseren Daten machen (z.B. bei Euren Servern rumwühlen, welche Werbung zu uns passt, damit die Werbepreise nicht verfallen.
    2.) Ihr dürft uns mit passgenauer Werbung zumüllen (und seid nicht böse wenn wir Werbefilter setzten oder nicht)
    3.) Ihr beliefert uns weiter werbefinanziert (die Mär von kostenlos ist sinnentleert, da wir die Werbung ja auch über unsere Konsumprodukte zahlen) mit Euren tollen Leistungen (die wir zum Organisieren von Staatsumbrüchen und Entertainment nutzen).

    Ich würde mich freuen, wenn wir mit klaren und durchgesetzten Ansagen dann eine friedliche Koexistenz mit den Firmen hätten, die uns ja zweifelsohne die Welt besser gemacht haben.

    Ich find netzpolitik.org toll und Google, Apple, Facebook und Amazon (bis auf den Scheiss mit Wikileaks)

    1. Ich finde auch, dass das mal endlich ein guter Beitrag war – gerade auch der zusammenfassende (und unbewertete) Überblick der Ereignisse und (einiger) Themen der vergangenen Monate. Well done.

    2. Koexistenz ist glaube ich nicht der richtige Weg. Man muss diese 2-3 Superkonzerne „einfach“ ersetzen mit freier Software, wo niemand Daten sammelt.
      Facebook durch Diaspora vllt.
      Ne Suchmaschiene wird doch auch irgendwer zusammenschustern können, da Google mir auch überhaupt nicht mehr gefällt, seit man individuelle Suchergebnisse bekommt, auf Grund seines vorherigen Click-Verhaltens. Ich möchte nicht in meiner eigenen Bubble leben, sondern mich allumfassend informieren können.
      Diese freien Lösungen können uns ja auch mit Werbung zuballern, um die ganze Infrastruktur zu finanzieren, aber eben nichts Individuelles bitte.

      1. http://friendica.com/

        Hat Diaspora* längst überholt, verbindet zu Diaspora- und StatusNet/Identica-Benutzern, läßt sich als Sozialnetzwerk, tumblr-Ersatz und/oder interaktiver Feed-Aggregator nutzen und bietet sogar Facebook- und Twitter-Connectors, für die, die nicht ohne „können“.

        Warum Friendica auf den einschlägigen Seiten nicht öfter erwähnt oder diskutiert wird, ist mir ein Rätsel.

        Warum netzpolitik.org, spreeblick o.ä. nicht eigene Instanzen davon aufsetzen, um Leuten ‚mal ganz praktisch ein funktionslastiges freies Online-Sozialnetzwerk anzubieten, ist mir ebenfalls schleierhaft.

      2. „Man muss diese 2-3 Superkonzerne “einfach” ersetzen mit freier Software“

        Aha. Das ist der neue Weg: Wwenn jemand erfolgreich ist,. dann muss er ersetzt werden durch „freie“ Software. Womöglich wie dieser Piwik-Müll für den der Weichert in Kiel Reklame macht: bei den Bundesgrünen wird man jetzt mit Piwik getrackt. Die müllen einem den Rechner mit einem Cookie zu, damit sie tracken können, dass man nicht getrackt wird,. Diese Art von Loser-Sozialismus treibt skurrile Blüten.

        Wo waren denn diese Zwangssozialisten, als Facebook, Google usw. ihre Geschäftsmodelle erfanden? Ich habe kein Vertrauen darauf, dass die, die in der ersten Runde gepennt haben, es mit brutaler Staatsgewalt nun in der zweiten Runde besser machen.

        Man sieht es ja hier an den verwunderten Fragen, dasss die Loser keiner mehr wahrnimmt. Ich halte die sozialistische Zwangsbewirtschaftung von Märkten, um Losern eine zweite Chance zu geben, für falsch. Den Volkswagen in die Schrottpresse zu stecken, damit der Trabbi sich endlich durchsetzt, ist Mist. Wenn der Volkswagen zu viel Sprit verbraucht oder zu dreckig arbeiten, dann kann man das am Volkswagen verbessern.

        Demokratisch ist übrigens auch, wenn man die Nutzer selbst darüber abstimmen lässt, was sie haben wollen und ihnen nicht vorschreibt, was für sie besser zu sein hat. Und wenn netzpolitik.org, spreeblick usw. nicht kostenlose Werbung für zweitklassige machen, ist das eben auch ein Signal.

  2. Schade, dass der letzte Kommentar gelöscht wurde, er klang grob, aber sprach einen berechtigten Kritikpunkt an.

    Um diesen nun nicht mehr anzusprechen nehme ich einen anderen als der Vorposter.

    Schade, dass nicht angesprochen wird, dass die Hauptmoderatorin nach 18 Jahren die Sendung verlässt, sondern nur kleine eigen Werbung betrieben wird ohne die Sendung ein letztes mal zu loben, denn auch wenn schon einige Fehler ausgestrahlt wurden, war diese Sendung eine Bereicherung.
    Mal sehen wie die neue junge Moderatorin die Aufgabe im Jahre 2012 meistert und mal sehen wie sich netzpolitik und Sponsoren im Jahre 2012 weiterentwickeln.

    Ich bin gespannt.

    PS: sorry ich nörgel, denn Kritik gibt es überall und sollte nicht immer als Angriff gesehen werden.

  3. Ich finde es ganz gut, daß im Grunde von der „4. Gewalt“ dieselbige offen kritisiert wird.
    Für investigativen Journalismus wird wohl scheinbar i.d.R. kein adequates Budget mehr freigeschaufelt – wichtiger scheint zu sein, welche Werbepartner an Land gezogen werden und in welcher Farbe aus diesem Grund die entsprechenden „Recherchen“ gefärbt sind.
    Und wenn dem so sein sollte wie ich es als Außenstehender vermute, dann muss eben die „5. Gewalt“ einspringen und Fakten schaffen… Ob die Flut an Informationen durch den Schwarm gefiltert werden, wie es in dem Beitrag heißt, oder ob eine neue Generation an Journalisten dadurch entsteht (Informationsfluten bändigen, sortieren und aufbereiten…sozusagen) weiß ich auch nicht…

    A propos und zur Abwechslung ‚mal ‚was wirklich wichtiges (Ironie): wer hat dem Wulff denn jetzt die Kohle geliehen? ‚Ne korrupte Bank oder dieser ältere Herr, der da immer um den herumschlawenzelt (Ich darf daran erinnern, daß Leute wie z.B. der „schwarze-Köfferchen“-„*Oops*-wo-kommen-denn-die-55-Milliarden-plötzlich-her“.Schäuble Finanzmininister sind? Und noch ‚was ganz wichtiges: Wer ist eigentlich das neue Supertalent?

    Es ist m.M.n. allerhöchste Zeit für wesentliche Dinge! Egal wie! Es kann und darf meiner persönlichen Meinung zum Beispiel (!) nicht sein, daß just in diesem Moment ein junger Mensch – mit dessen Hilfe auf Kriegsverbrechen aufmerksam gemacht wurde – vor ’nem Kriegsgericht eines demokratischen Rechtsstaates steht…. Oder!?

    In diesem Sinne, Baxter

  4. Volle Zustimmung Baxter, doch leider scheint Netzpolitik nicht auf ständige Wiederholung zu stehen und beugt sich der Informationsflut.

    @BP-Debatte
    Lasst Euch nicht beirren und fragt lieber mal, wie schon von dir angesprochen, was unser Finanzminister noch zu verbergen hat bzw was Mutti zur Asse und ihrem eingelagerten Atommüll zu sagen hat.

    Dieser BP hat zwar leider nicht ein Gesetz verweigert, auch hat er noch nicht die Ruckrede gehalten, doch laut Presseecho hat der Regierungskoalition seine Meinung über Multi-Kulti und die Aufklärung der rechten Gewalt nicht geschmeckt.

    Daher sollte die Frage berechtigt sein, warum gerade ein „Freund“ neue Fakten zu diesem Thema, über seine Anwälte, ans Tageslicht bringt.
    Meinung: Dieser soll abgesägt werden damit „Change“ schneller voran schreitet, daher würde ich mich für einen Artikel pro BP aussprechen, denn wenn Bild und der „Freund“ hetzen, kann das nichts gutes bedeuten.

    Obwohl bei Bild auch nur Menschen arbeiten, siehe „Alarm am Bahnhof“, ist die Spitze verseucht.

  5. Das Dumme an diesem Beitrag ist, dass er sozusagen die Denke von gestern in Orthodoxie transformiert. Klar, wir glauben das alle noch, sind da ganz positiv, aber längst gibt es eben auch den Wunsch aus dem allgemeinen Rauschen rauszutreten. Wie das Erik heute so treffend bildlich ausdrückte „dance in the warm light before the cold shadow of aggregated data freezes you over“. In Datengetwittern verliert man auch den großen Gedanken, die Konzentration auf irgendwas Allgemeines. Seit Morozov kommt auch die „dunkle Seite“ der Online-Macht mal wieder hoch, und das noch vor dem „Sieg“ über die Mächte der Netzignoranz.

  6. Falls es niemandem aufgefallen sein sollte,
    ca. bei 0:15 heißt es: „In der Maske von Guy Fawkes, einem Attentäter aus dem 16. Jahrhundert kämpfen… (blablabla)“
    Was für ein Schwachsinn !!
    Wie jeder Comic-Begeisterte weiß geht die Figur des Guy Fawkes mit eben jener Maske zurück auf das Comic-Buch (später verfilmt) “ V – wie Vendetta „; in welcher der Adlige Guy Fawkes gegen eine faschistische Regierung in Britannien (nach einem Nuklearen Welt-Krieg) kämpft.
    Impliziert das nicht das „anonymous“ Attentäter …. ? Ach, egal.
    Ein Schuft wer Arges dabei denkt. ;)
    MfG derSepp

    1. Agreed. Fail.
      Millionen von Hackern, lol. Firmen, Herrscher des Codes. Und „jetzt sogar in Russland“, ich muss mich halten Bauch vor Lachen. Wer hat denn die Rethorik ausgegraben?

      Sprachbildgewaltige Luftnummer, dieses „Ende einer Ära“.

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