Generell

Besinnliche CSU-Netzpolitik

Zur Zeit läuft eine Adventsaktion von CSUnet, dem „virtuellen Verband der CSU“, auf Facebook.


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Der CSUnet hat sich für die Vorweihnachtszeit eine besondere Aktion ausgedacht: Unter @ventskalender auf Twitter kann jeder User seine ganz persönliche netzpolitische Botschaft loswerden. Jeden Tag veröffentlicht der CSUnet auf seiner Facebook-Seite facebook.com/csunet dann die schönste Nachricht als „Netzpolitisches Kalendertürchen“. Am 24. Dezember wird schließlich aus allen eingegangenen Tweets die „Netzpolitische Botschaft des Jahres“ gekürt. (Quelle)

Bisher sieht das so aus:

1. Dezember „Gesetze so festlegen, dass wir auch im Netz frei sein können“
2. Dezember „Ich will nicht immer einen Juristen fragen müssen, wenn ich mich mit anderen im Netz austausche“
3. Dezember „Freiheit statt VDS“
4. Dezember „Das Internet ist kein Ort für Geheimnisse. Im Internet teilt man Dinge mit.“
5. Dezember „Die Entwicklung des Internets kann man vergleichen mit der Erfindung der Buchdruckerkunst.“

Ob offizielle Vorschläge auch über Facebook gemacht werden können weiß ich nicht, ein paar schöne Ideen wurden allerdings auch dort gesammelt:
1. Die CSU ist wie immer Vorreiter.
2. Klarnamenszwang im Internet
3. Das Internet darf nicht im linken Chaos versinken.
4. Der liebe Gott soll uns bei der Lösung all unserer Probleme beistehen.

Welche der Sammlungen auf mehr Zustimmung in der Partei treffen würde sei dahingestellt.

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22 Kommentare
  1. Welche Partei soll ich denn nun wählen, nachdem die Piraten plötzlich extrem ultra Linksradikal geworden sind ? Grundeinkommen ? Das fordert ja nicht mal die Deutsche Kommunistische Partei, die Piraten überholen die Kommunisten links so ein Wahnsinn das muss man sich mal vorstellen. Die Grünen sind mir immer noch zu links.

    CDU/CSU kann man netzpolitisch vergessen, die VDS SPD sowieso. Die Mövenpick FDP wird die 5% wohl nicht schaffen. Also was wählen wenn man überwachung und Zensur verhindern will ?

      1. Jetzt sollen dir andere erklären was dir als kleinem Piraten an politischer Bildung fehlt. Politische Richtungen sind nunmal etwas weiter gefasst als die zwei Zeilen die dir im Kopfe rumschweben. Und nur weil für Piraten alles „vorne“ statt links oder rechts ist, gilt das für die Realität (offline!) nicht zwingend.

    1. boah – lesen! Die Piraten wollen erstmal die verschiedeneb Modelle eines BGE untersuchen lassen und dann Pros und Cons abwiegeln, im Gespräcb ist sogar eine Volksbefragung.
      „Ihr habt 0 Ahnung und haltet das BGE für das Allheilmittel.“ -„Ihr habt 0 ahnung und haltet das BGE für den Teufel persönlich.“
      Finde de Fehler!
      Ixh kann das ganze Gesabber die Piraten sind Kommunisten“ echt nichtmehr hören. Sorry evtl Tippfehler, mit dem Handyschreiben ist mords fummelig.

    2. Das Grundeinkommen ist nicht per se links. Genau betrachtet ist es problemlos mit der Idee der freien Märkte verbindbar. Im Standard-Marktmodell unterscheiden sich Personen nicht hinsichtlich ihrer Fähigkeit am Markt teilzunehmen. Denn alle sind unendlich intelligent, alles Wissen ist verfügbar und Entscheidungen brauchen keine Zeit. Das ist in der Realität nicht so. Dort haben die Ressourcen (Geld; Zeit, was wieder Geld ist; Wissen, was auch Geld ist usw.) einen direkten Einfluss auf unsere Fähigkeit produktiv am Marktgeschehen teilzunehmen. Eine Feedbackschleife also. Das Grundeinkommen hebt also viele Leute nur aus der Sackgasse in der sich Armut selbst bedingt. Auf diesem Sockel funktioniert die Marktwirtschaft dann besser, da man sich den perfekten Märkten eher angenähert hat. Denn Rationalität und Flexible Anpassung brauchen Verfügungsmasse. Wer mit dem Rücken zur Wand steht, trifft keine optimalen Entscheidungen und kann sich nicht langfristig bessern. Auch verringert sich durch ein Grundeinkommen die Vererblichkeit von Bildung (im negativen) und Armut. Beides Probleme für die Marktwirtschaft, da potentielle Talente ineffizient verschwendet werden.

      Natürlich ist die Realität deutlich komplexer. Aber als „linke Utopie“ abzutun ist das Grundeinkommen nicht.

    3. Und was ist mit den Linken? Auch zu links! Was soll denn das? Definiere doch mal „links“?
      In meinen Augen ist linke Politik soziale(re) Politik (so sehe ich das). Du willst anscheinend keine soziale Politik. Dann kannst du auch weiterhin die FDP wählen, denn diesen Politikern kann man alles glauben, sofern sie nicht beim Plagiate schreiben erwischt wurden. Und wie du weißt, Arbeit muss sich wieder lohnen, weswegen sie auch überhaupt nicht für den Mindestlohn sind. Da reichen auch 3 Euro pro Stunde für geleistete Arbeit.

      Ich bin für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Denn es ist bekannt, dass für all die Arbeitslose nicht mehr genug Arbeitsplätze existieren. Und wer was anderes behauptet, hat schlicht keine Ahnung. Und ich bin es Leid, dass Arbeitslose bestraft werden für jeden Mückenschiss. Das muss endlich aufhören. Und manche haben echt den Knall nicht gehört. Geht das hier so weiter, wird dieses Land irgendwann vor die Hunde gehen. Aber dann will natürlich keiner Schuld gewesen sein. Klar!

    4. Irgendwie beeindruckend ist der Schwenk von der besinnlichen CSU zu den extrem linken Piraten. Der Beschluss zum BGE war extrem knapp (66,9%) und ist nach wie vor innerhalb der Piratenpartei umstritten. Dennoch sollte man sich die Mühe machen und genau lesen, was da beschlossen wurde und nicht in die Polemik verfallen, welche genüßlich von den Medien gestreut wird. Hier wäre z.B. eine gute Möglichkeit: http://sozialpiraten.piratenpartei.de/2011/12/08/als-vorschlag-zur-diskussion-das-ebner-ponader-modell/
      Man versucht, ein Modell für BGE zu entwickeln und bezieht Kritiker und Kommentatoren ein. Das ermöglicht eine sinnvolle Auseinandersetzung und eine Einbeziehung von Aspekten, die man bislang nicht berücksichtigt hatte. So jetzt bitte weiter mit CSU…

      Gruß,
      J.D.

  2. der herr lindner von der absteiger-fdp hat ähnlich tolles „allesbösekommunisten“-geheule drauf, wie mancher kommentierende hier:
    der hat nach dem grünen-parteitag letzte woche von „linksruck“ gesprochen.
    der hat nach dem piratenparteitag vom wochenende von „linksruck“ gesprochen.
    der hat gestern während dem spd-parteitag von „linksruck“ gesprochen.

    bin mal gespannt, welche parteien er noch so im kommunistischen lager entdeckt: cducsu? die partei? tierschutzpartei? die violetten?
    wenn die fdp sich auf ein prozent gearbeitet hat, wird er sich auch nach einem linke-parteitag von einem linksruck reden.

    alles rote socken – außer rößler.

  3. Wenn die Linken der Teufel persönlich sind und alles vor denen Angst hat – wie sehen denn die Alternativen aus?
    Linke wollen Mindestlohn oder gar ein Grundeinkommen. Sie wollen den Niedriglohnsektor austrocknen, damit man von seiner Arbeit auch leben kann.
    Das hatte sogar mal die FDP ansatzweise als Wahlslogan gehabt. Auch wenns nur Dummenfang war.
    Und die Christdemokraten?
    „Liebe deinen nächsten udn glaube an Gott“? Tjo, sorry. Aber vom Glauben kann ich mir weder Brot kaufen noch meine Miete bezahlen.
    Letztendlich wollen die Menschen leben – und dazu gehören auch Nahrung und Miete. Die meisten Menschen sind bereit, für das benötigte Geld auch zu arbeiten.
    „Arbeit muß sich wieder lohnen.“ Wie kommt es, dass nur die Linken wirklich versuchen, den Satz wahr werden zu lassen?

    1. Weil „Arbeit muss sich wieder lohnen“ Code ist für wahlweise „Steuern müssen gesenkt werden“ (Entlastung der arbeitenden Bevölkerung) oder „Sozialhilfe muss gekürzt werden“ (Leistungsgerechtigkeit).

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