Letzte Woche machte eine ePetition die Runde, die ein Verbot von Heilmitteln in der EU zum Thema hatte. Vor allem in den letzten Tagen erreichte die Petition eine massive Mobilisierung, letztendlich 110.000 Mitzeichner und ist damit eine der erfolgreichsten ePetition beim Deutschen Bundestag. Das Problem an der Sache: So wichtig das Anliegen ist, aber die in der Petition zitierte EU-Richtlinie gibt es nicht und damit fällt die Petition in sich zusammen. Über die Hintergründe schreibt die Taz jetzt: Dubiose Aktion für Heilkräuter.
Und da gibts einen Money Quote der Petentin:
„Ich bin keine Juristin.“ Warum sie dann die Eingabe überhaupt geschrieben hat? „Ich habe über das Problem auf Internetseiten gelesen, die die Wahrheit schreiben“, sagte die die Baden-Württembergerin der taz. „Dann habe ich mich aufgeregt und ganz spontan die Petition aufgesetzt.“
Wahrheit ist halt immer relativ.
Lustigerweise fällt der der Taz das auch jetzt erst richtig auf. Vergangene Woche gabs noch in einem ihrer Blogs einen Mobilisierungsaufruf: Pharmalobby kämpft für Verbot von Heilpflanzen.