Öffentlichkeit

Auch Paypal schmeißt Wikileaks raus

Paypal hat den Account von Wikileaks abgeschaltet. Und zwar, weil die AGB festlegen, dass Paypal nicht für

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die Ermutigung, Unterstützung, Vereinfachung, Förderung oder Anleitung Dritter zum illegalen Handeln

genutzt werden darf. Nachdem das Außenministerium der USA die Illegalität der Aktivitäten von Wikileaks festgestellt hat, entschied man sich bei Paypal für diesen Schritt, ohne dass Druck von Seiten der US-Regierung ausgeübt worden wäre.

Zuletzt hatte Wikileaks im Januar Ärger mit Paypal, als Paypal’s automatisierte Anti-Betrugs-&-Geldwäsche-Mechanismen wegen einer plötzlichen Spendenflut ansprangen. Nach Amazon und EveryDNS ist Paypal der dritte Mainstream-Service, der Wikileaks die Dienstleistung verwehrt.

Es wird spannend zu sehen, wie die Mehrheit der (US-/Welt-)Bevölkerung diese Schritte bewertet. Werden die drei Konzerne in Ihrem gewissenhaften und rechtschaffenen Image gestärkt, oder richten sie irreversible Schäden an Ihrer Reputation an?

Eine Lehre jedoch wird wikileaks zusammen mit seinen Sympathisanten lernen:
Alles muss man selber machen…

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87 Kommentare
  1. Was ein Zufall……

    Drei unabhängige AGB verstöße entdeckt und daher Verträge gekündigt und das innerhalb von 36? Stunden?!

    Ein Schelm wer böses denkt…

  2. J.A. sagte ja gestern in den guardian-Q/A, das Amazon zu Testzwecken als Hoster gewählt wurde.

    Amazon failed:
    ellsberg.net/archive/open-letter-to-amazon

    Paypal hat den „Test“ also auch nicht bestanden.

    Konnte man sich denken. Die Revolution macht man eben nicht mit Monopolisten.

  3. Es mag zynisch klingen, aber die ungerechtfertigte Vorenthaltung der Dienstleistung ist quasi das Markenzeichen von Paypal und mit einer der Gründe, warum ich nie einen Account dort angelegt habe.

    Zudem: die ersten Probleme mit PayPal kamen IIRC daher, dass die angegebene Postanschrift von „Sunshine Press“ nicht gestimmt hatte.

    1. @Torsten: Volle Zustimmung!

      Paypal ist nicht under dem Druck der US-Regierung „eingeknickt“, sondern hat lediglich eine günstige Gelegenheit genutzt.

      Paypal hat sich erfolgreich einen sehr schlechten Ruf dadurch erarbeitet, dass sie immer wieder Konten mit fadenscheinigen Begründungen sperren. Immerhin profitieren sie ja von jedem gesperrten Konto, weil sie dessen Inhalt für eine (sehr) lange Zeit nicht auszuzahlen brauchen. Ein typischer Erfahrungsbericht ist z.B. dieser hier:

      http://www.jacquesmattheij.com/PayPal+robbed+my+bank+account

      Paypal macht nicht einmal vor den Konten gemeinnütziger Organisationen halt. Neben vielen anderen ist auch Wikileaks bereits in der Vergangenheit betroffen gewesen, wie bereits im Artikel beschrieben ist.

      Paypal ist hier vor niemandem „eingeknickt“. Es liegt in ihrem eigenen Interesse, solch lukrative Konten zu sperren. Die aktuellen Vorwürfe rund um Wikileaks boten lediglich eine ideale Gelegenheit, dies wieder einmal ungestraft zu tun.

  4. Damit werden sie nicht durchkommen. Not to big to fail.

    Mal schauen wer noch so alles beim aktuellen „Stresstest“ einknickt. Google könnte ja mit einer ähnlichen Argumentation seine Datenbank von allen Wikileaks-Inhalten säubern.

    Schöne neue Welt.

  5. Warum spenden überhaupt Leute für den? Der glaubt ja sogar die Verschwörungstheorie, daß ein paar Islamische Fanatiker, die WTC Türme mit zwei Flugzeugen zum Einsturz brauchten.
    Wirklich sehr witzig.
    Veröffentlicht jede menge TOTAL geheime Papiere. Man denke nur an das Apache Video, wo die Amerikaner ein paar Iraker (mordlustig) töten. Was dachtet ihr eigentümlich, was die Amis die ganze Zeit im Irak gemacht haben, wenn es mehr als eine Mio Zivile Opfer gab?
    Die neuen Berichte sind auch sehr fragwürdig, Wikileaks schient nicht die wirklich brisanten Sachen anzupacken, man lese doch mal bei hoerstel.ch.
    Denkt mal drüber nach, es gibt noch ganz anderes Internetseiten die geheime Dinge veröffentlichen, und das schon lange, nur haben die es nie in die Massenmedien geschafft. Komischerweise haben es die Massenmedien immer geschafft, diese zu ignorieren! Wikileaks ist natürlich anders, Wikileaks ist eine Seriöse Whistleblower Webseite. LOL

    1. @andros:

      Ich bin auch immer wieder überrascht zu sehen, wo die Medien immer wieder auf Wikileaks zurückkommen. Ich habe nach dem letzten großen Leak gedacht, dass es das Ende war.

      WikiLeaks hat es einfach mal geschafft eine polarisierende Person in den Vordergrund zu stellen, eine halbwegs redundante Serverinfrastruktur bereitzustellen und vor allem:
      Sie haben sich vermarktet und Deals mit Spiegel und Guardian und NYT gehabt.
      Sonst wäre das nicht so groß herausgekommen.
      Auch sind mir bisher noch keine anderen Leaks dieser Größe von einer einzigen Website zu Ohren gekommen.

  6. In diesem Zusammenhang ein Zitat aus dem Kölner Stadt-Anzeiger von heute:

    In ihrem gewaltigen Zorn über den Bruch der Vertraulichkeit der Diplomatenpost schießen die Amerikaner inzwischen über das Ziel hinaus. Sie loben die Freiheit des Netzes stets, wenn es den Demokraten in China oder Tibet dient, wenn russische Menschenrechtler sich melden oder Oppositionelle aus Birma. Und nun spielt Washington mit dem Feuer. Unter dem Druck der USA und mit etwas fadenscheinigen Begründungen werden Server gesperrt und Internetadressen entzogen. Was zuerst wie ein vernünftiger Kampf für die Notwendigkeit von Geheimnissen in der internationalen Politik aussah, entwickelt sich jetzt in Richtung Zensur

    http://www.dradio.de/presseschau/ (auf ksta.de finde ich den Artikel nicht)

    Für einen Printjournalisten finde ich diese Einsicht doch sehr beachtlich.

  7. @Random:

    Das wäre wohl der Megafail but won’t happen.

    „Don’t be evil“^^

    @Zensurgegener:

    Also das findet die Wau-Holland-Stiftung bestimmt auch nicht so witzig.

    Hat sich der CCC eigentlich öffentlich mal zu WikiLeaks geäußert.

    Private Daten schützen öffentliche Daten nützen ist ja hier nicht anwendbar

  8. Wenn es wirklich das Konto der Wau-Holland-Stiftung ist, sollte man das nochmal thematisieren. Dann wurde nicht nur ein Wikileaks-Konto, sondern das Konto einer in Deutschland als gemeinnützig anerkannten Stiftung gesperrt. Das ist ein viel einschneidenderer Schritt IMHO.

  9. Wenn der/die Staaten der westlichen Welt, diese Organisation absichtlich mundtot machen, dann ist dies in jedem Fall Zensur.
    Rechtes Gedankengut und extrem religiöse Positionen sind weiterhin abrufbar, aber einer reinen Veröffentlichungsplattform von geleakten Dokumenten/Daten entzieht man den Boden. Wenn totalitäre Staaten sowas tun würden, wäre jeder entrüstet. Was würde die Welt sagen, wenn Kim Jong II einen internationalen Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen Assange erlässt und dieser keine amerikanischen „Geheimnisse“ ausgeplaudert hätte? Käme sowas gar in irgend einer Zeitung (ausser der nordkoreanischen Presse)?
    Warum wurde kein internationaler Haftbefehl gegen Jörg Kachelmann erlassen damals?
    Es stinkt in jedem Fall, egal was man von der Organisation „wikileaks“ hält. Traurig wie öffentlich die Aktionen von PayPal, Amazon und EveryDNS sind. Sie schämen sich nicht solch eine Hetzjagd gar zu unterstützen.
    Osama bin Laden hat mehr Freiheit seine „Tatsachen“ zu veröffentlichen als bald die Organisation wikileaks, da bin ich mir traurigerweise schon ziemlich sicher …

  10. @lukas: „Osama bin Laden hat mehr Freiheit seine “Tatsachen” zu veröffentlichen als bald die Organisation wikileaks, da bin ich mir traurigerweise schon ziemlich sicher …“

    Ja, er wird den USA auch weniger gefaehrlich. Bei den jetzigen Publikationen geht es naemlich im Kerne darum, wie sich eigentlich die heutige US-Diplomatie darstellt oder definiert. Wie der Fall des FDP-Bürochefs zeigt, wurden seit 2007 regelmaessig konkrete İnfos zwischen Sekretaer und Botschafter ausgetauscht. Das waere dann keine Berichterstattung mehr, sondern gezielte Nachrichtenbeschaffung, was wiederum Sache der Geheimdienste und nicht der akkreditierten Diplomaten sein kann.
    Meiner Meinung nach ist dies der GAU für die USA und sollte wikileads entsprechende Weisungen vorlegen können, dann dürfte Clinton reif für die Rente sein.

  11. Ich will ja jetzt keine Werbung machen, habe aber das Gefühl, dass oft gar nicht nach Alternativen geschaut wird.

    Eigentlich denkt man ja, die Schweizer ‚könnten Bank‘, vllt. gibt’s dort ja was, was ich noch nicht kenne.

    Aber das schwedische ‚Payson‘-System funktioniert eigentlich sehr gut. Ich setze jetzt mal keinen Link (weil wg. Werbung und so) – woher ich die kenne? Es gibt da so eine kleine lustige Partei mit schwedischen Ursprüngen … die können auch englisch.

  12. Das schlimme ist vor allem für die USA, dass sich deutlich weniger „Maulwürfe/Verräter“ anheuern werden können, da diese
    – wie der FDP-Maulwurf http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,732826,00.html
    Angst vor der Veröffentlichung ihrer krimineller Machenschaften haben werden.

    Schon alleine wegen diesem Effekt (vergleichbar mit der Steuerdaten-CD) wäre es Angebracht, Wikileaks in Deutschland festen Sitz zu gewähren!

  13. Da wollte ich mir gerade in der Vorweihnachtszeit einen PayPal-Account zulegen (wegen Weihnachtsgeschenken, wißt schon) aber dann werden wohl die Anbieter, die nur PayPal-Zahlung anbieten keine Geschäfte mit mir machen.
    Tja, dumm gelaufen. Ich hoffe es denken noch mehr Leute so, denn sonst hätten die Mächtigen dieser Welt fast schon gewonnen.

  14. Die Wau Holland Stiftung hat die Sperrung vor kurzem bestätigt:
    http://twitter.com/wauland
    http://www.wauland.de/

    Da will also jemand, ohne Rücksicht auf Verluste, Wikileaks die Geldströme entziehen, und zieht damit eine anerkannte gemeinnützige Stiftung mit runter.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wau_Holland_Stiftung

    Wenn das ganze wirklich mit Druck passiert ist, was sehr wahrscheinlich erscheint, dann schießt sich die US-Regierung damit ins eigene Bein!

  15. Ein Klugscheisser, aber wo er Recht hat,…

    By the way, wieso gibt es bei flattr praktisch keine vernünftige Alternative zu Paypal? Da warte ich ja drauf, vorher werde ich das nicht nutzen. Ich möchte nicht unbedingt, dass Paypal da mit verdient. Solange gehen meine Spenden halt per Überweisung raus, was ja bei der Wau-Holland-Stiftung eh der empfohlene Weg ist.

  16. Ja, nicht die einzelnen Inhalte sind das Problem. Sondern die Grundstruktur, die Wikileaks geschaffen hat. Und ja – Whistle-Blower gab es schon vorher, aber noch keine Plattform, die so viel Aufmerksamkeit bekam. Selbst Enthüllungen im Spiegel und co. führen meist zu gar nix. Nur wenn man wirklich über Jahre den Finger in die Wunde hält tut sich vielleicht was.

    Der Paukenschlag von Wikileaks ist das entscheidende. Hier haut jemand richtig auf den Tisch – dabei stürzen undurchsichtige komplizierte und fundamentlose Kartenhäuser, s. Diplomatie, vielleicht bald die Finanzblasen einfach zusammen. Das ist die große Gefahr – dass Wikileaks der westlichen Ballonwelt einfach mal die Luft ablässt. Der Welt im Gesamten kann nichts besseres passieren. Die westlichen Schnarchnasen, die diesen Schritt verpennen werden leider in die Röhre gucken. Man kann die brisanz der Inhalte in Frage stellen, aber nicht die potentielle Macht die hinter der Idee steht. Wenn ich mir die letzten 6 Monate die Spiegelausgaben ansehe, dann muss ich einfach grinsen, wenn manche Menschen die Wikileaksdokumente als Abklatsch abtun. Überlegt mal über was hier teilweise sich das Maul zerrissen wurde: Da sind private Flugabrechnungen von Politikern dabei, da sind schöne Bilder eines Guttenberg und einer Bismarck dabei, da sind „Aufdeckungen“ dabei, die seit über 30 Jahren bekannt sind (s. Endlager, etc.) da sind Maulhelden dabei (Sarrazin), ein Spiegeltitelbild befasst sich ernsthaft mit dem Singledasein(!) – bei all diesen Bunte und ZDF.reporter Themen sagt keiner: Wie langweilig.

    Wikileaksschlagzeilen (nur ein klitzekleiner Anteil):

    „WikiLeaks: Gaddafi ließ Nuklearmaterial herumliegen“

    „Westerwelles Büroleiter informierte US-Botschaft“

    „USA sehen Russlands Führung skeptisch: «Mafia-Staat»“

    „Nordkorea: Chinas verwöhntes Kind“

    „USA in großer Sorge um «labilen» Partner Pakistan“

    „Analyse: Einblick in arabische Intrigen-Politik“

    „Wikileaks über Afghanistan Das System Karsai“

    „Wikileaks: US-Botschaften über Politiker Putin, der „Alpha-Rüde“

    „Wikileaks: Nordkorea Stochern im Nebel von Pjöngjang“

    „Wikileaks: Putin soll von Litwinenko-Mord gewusst haben“

    „Wikileaks-Enthüllungen Araber forderten von USA Angriff auf Iran“

    und das sind gegen unsere politischen Schlagzeilen der letzten Monate Peanuts? Ehrlich?

    Neben den politischen EInflüssen erledigt Wikileaks spielend:
    – schiebt Diskussion über Diplomatensprache an
    – klärt „Internetausdrucker“ über DNS auf
    – klärt ebensolche über Internetstruktur auf
    – schiebt Diskussion über Meinungsfreiheit an
    – sorgt für Postenneubesetzung bei der FDP ohne öffentliches zutun (weitere wichtigere werden bestimmt folgen)
    – schiebt Dikussion über große Firmen wie Amazon, Paypal, etc. an
    – macht nichtzuletzt auf das Problem großer Datenbanken aufmerksam

    Aber all das sind wirklich Peanuts, wenn man konsequent zu Ende denkt. Ich kann nur hoffen, dass es die Altherren nicht per Repressionen schaffen das Volk weiterhin zu unterjochen und imemr wieder die Gleichen an die Macht kommen (Kennedys, Clintons, Weizsäckers, Bismarcks, Guttenbergs, etc.). Jetzt wird vielen Menschen das klar werden was für die aufgeklärte Bevölkerung schon lange klar war. Nur haben die nie die Mistgabel in die Hand genommen – andere werden sich da weniger zurückhalten. Die Bild vermeidet die Wikileaks Schlagzeilen noch – sie stemmt sich mit aller Macht gegen den Entzug ihrer Geschäftsgrundlage: „dummgehaltene Bürger“

    Hier liegt die große Angst – ich hoffe es sitzen genug kluge Leute in den oberen Etagen um den Übergang unblutig zu gestalten und die ewig Gestrigen werden ohne Mord und Totschlag ihre Ämter verlassen und nach und nach von Menschen mit mehr Durchblick ersetzt.

  17. Nachtrag – bei meiner Schlagzeilensuche bin ich über ein interessanten Artikel aus dem März gestoßen:

    http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/wikileaks-acic?page=2

    Den USA ist bewusst, dass eine Datenlöschung nicht möglich ist. Das was gerade passiert ist die pure Verzweiflung eines amerikanischen Außenamtes. Ein zappelndes umsich schlagendes Opfer das den Nadelstichen eines Penetrators nicht weiß wie es begegnen soll. Das spannende daran: dieser Penetrator ist kein Machthaber. Es ist der kleine Mann von der Straße. Ja – es ist noch nicht klar was dieser kleine Mann erreichen will und wahrscheinlich weiß er es selbst noch nicht was am Ende dabei rauskommt. Aber Angst sollte man vor dem gesellschaftlichen Wandel erstmal nicht haben. Aber ja: die Eliten müssen um Ihren Status, der auf der Unwissenheit der anderen beruht, fürchten.

  18. Wie die Vorredner schon angedeutet haben: Eine Diskussion über Monopolstrukturen und möglichen (dezentralisierten) Alternativen solcher Onlinedienste wie Amazon, Paypal usw. ist längst überfällig.
    Die Facebook Alternative Diaspora sei hier als Beispiel genannt.

  19. „Ohne politischen Druck“ – Politischer Druck kann auch sein, wenn bereits 2 große Firmen wegen Politischem druck ausgestiegen sind.

    Ach ja, hier die liste von Firmen, für die man eine Handels/Geschäfts -Blacklist anlegen sollte:

  20. Achtung, bei der Überweisung bitte auf die korrekten Daten achten!

    Kontoname: Wau Holland Stiftung
    Konto-Nr.: 277281204 (!)
    BLZ: 52040021
    Bank: Commerzbank Kassel
    Verwendungszweck: WIKILEAKS / WHS Projekt 04

    (bitte zur Sicherheit selbst von der Support-Seite übertragen)

    Die Kontonummer weicht um das Suffix -04 von der Kontonummer der Wau Holland Stiftung ab, das kann man auch an der IBAN sehen (DE46 5204 0021 0277 2812 04).

    Ich habe dieselbe Summe auch an den Julian Assange Defense Fund überwiesen (Auslandsüberweisung da Schweiz), findet man ebenfalls auf der Support-Seite:

    http://wikileaks.ch/support.html

    oder .de / .fi / .nl bzw. http://88.80.13.160

  21. The Revolution will not be televised….

    Die „Geschäftsbedingungen“ als Zensurmittel.

    Deswegen gehört das web in die Hände der Bürger, deswegen müssen auch bei einem web, das größere verbreitung in der bevölkerung findet, die nicht-kommerziellen lösungen gestärkt werden.
    Es wird ein langer Kampf.

    Und weil es so gut passt, sei ein wichtiger Berliner hier zitiert:

    Rudi Dutschke:

    Revolution ist nicht eine Sache von Tagen,
    wo geschossen wird und Auseinandersetzungen stattfinden.

    Revolution ist ein langer langandauernder Marsch und Prozeß,
    um die Schaffung von neuen Menschen, die fähig sind,

    nicht eine Clique durch eine andere zu ersetzen nach der Revolution,
    sondern massenhaft Demokratisierung von unten, bewusste Produzentendemokratie,
    entgegenzusetzen bürokratischer Herrschaft von oben.

    An diesem Kampf habt ihr weiterzuarbeiten,
    in diesem Kampf habt ihr eure Bedürfnisse zu entfalten
    und in diesem Kampf ist jeder beteiligt, wo auch immer er sich in dieser Welt befindet.

  22. Als Unternehmen versucht man immer Politisch neutral zu bleiben.
    Das wird wohl immer schwerer und in Bezug auf Paypal muß man wohl jetzt Position beziehen.
    Wir haben Paypal als Zahlungsmittel in unserem Shop vorerst raus geworfen!
    Schönes Eigentor liebes, eh schon grenzwertiges Paypal.

  23. Nachdem das Außenministerium der USA die Illegalität der Aktivitäten von Wikileaks festgestellt hat …

    Das kann ich so aus dem verlinkten Schreiben des US-Außenministeriums nicht entnehmen.

    Es ist richtig, dass diejenige Person, die WikiLeaks die Dokumente übergeben hat, gesetzeswidrig handelte und dafür belangt werden kann. Dies wird auch in dem Brief angesprochen („they were provided in violation of U.S. law“). Allerdings bedeutet das nicht, das WikiLeaks selber gegen irgendwelche US-Gesetze verstoßen hat oder verstößt.
    Anders gesagt – es gibt in den USA keine Vorschriften, die es Dritten verbietet, geheime Informationen zu publizieren, auch wenn diese auf nicht legalem Weg erlangt wurden. Auf dem „heißen Stuhl“ – rechtlich gesehen – sitzt immer nur derjenige, der Zugang zu den Daten hatte, und diese rechtswidrig weitergegeben hat.

    Wenn WikiLeaks irgendwelche konkreten Vergehen vorgeworfen werden könnten, dann wäre
    a) deswegen vermutlich schon lange Anklage erhoben worden
    und
    b) wären Medien wie die New York Times genauso dran, denn meines Wissens nach sind alle „Cablegate“-Dokumente, die WikiLeaks bisher auf den eigenen Seiten zur Verfügung gestellt, auch direkt bei diversen Medien-Organisationen abrufbar.

  24. Tschüss PayPal!

    Aufgrund der aktuellen Berichte (insbesondere Wau-Holland Stiftung) hat mich das so geärgert, das ich jetzt auch paypal-los bin. Irgendwie auch kein grosser Verlust…

  25. Tja, die Commerzbank ist doch halb verstaatlicht,richtig?

    Also wenn die Bundesregierung nur ein minimales Interesse an weiteren Dokumenten hat, dann wird Sie dieses Konto nicht sperren.Kann man so ein Konto einfach so mir nichts Dir nichts sperren?
    Die brauchen doch eine Legitimation, und da die FDP sich freuen kann, das der Maulwurf entarnt wurde,hoffen die wohl, das noch was zu erfahren ist, solange es nicht die deutsche Regierung betrifft.Vieleicht wäre Andorra oder Jersey oder die Cymans eine gute Adresse für WikiLeaks? Ich glaube,wenn Wiki Leaks permanent den Staat angreift,in dem es seinen Sitz hat, dann wird es bald womöglich keinen Staat mehr geben,der Wiki Leaks unterstützt.In australien gibt es einen Pseudo Staat im Staat. Vieleicht kann er ja da was machen oder vor der britischen Küste, da hat doch mal so ein Typ eine alte Ölplattform als Staat erklärt, da Sie in internationalen Gewässern wäre…..

  26. Ja, bei Paypal arbeiten ausschließlich Gutmenschen – immer die AGB im Blick.

    Deshalb kann ich auch bei (fast) jedem Filehoster mit Paypal zahlen, ebenfalls bei den ganzen Usenet(-Clones). Bestimmt wegen den ganzen Linux Iso Files. Natürlich nix mit Warez, Porn usw. usf.

    Man muss nur fest dran glauben…

  27. Für WikiLeaks wird die Arbeit noch schwieriger. Der Bezahldienst Paypal setzt WikiLeaks vor die Tür und hat das Konto gesperrt, über das bisher viele Spenden flossen. „Verletzung der Nutzungsbedingungen“ wegen „Förderung illegaler Aktivitäten“, lautet die Begründung. Schau an, wenn ich sehe wieviele webseiten mit paypal arbeiten, die illegale sachen machen, zeigt mir das doch wieder, dass der Anbieter wohl extremen Durck von den USA bekommen hat. Ich frage mich, wie paypal sich verhalten hätte, wenn es kein amerikanisches Unternehmen wäre.

  28. @ BoykottTheseBtches

    Bei Amazon muss das mit Arschkriecherei gar nichts zu tun haben. Es könnte nämlich genauso gut einen Aufruf zum Boykott von Amazon wegen der Zusammenarbeit mit Wikileaks geben. Amazon ist schließlich ein reines Profit-Unternehmen und das ist gar nicht mal negativ gemeint. Paypal hingegen schadet Wikileaks wirklich und profitiert möglicherweise direkt von dem auf dem Konto eingefrorenen Geld. Außerdem verunsichert die Sperre wahrscheinlich potentielle Spender. Amazon hingegen profitiert höchstens von den Kunden, die das Unternehmen behält, gerade weil es die Zusammenarbeit aufgekündigt hat. Ich finde also nicht, dass Amazon sich in Bezug auf Wikileaks in einer Weise unmoralisch verhalten hat, die ein Boykott rechtfertigen würde. Aber ein Boykott kann ja auch dazu dienen, Amazon zu zeigen, dass es aus unternehmerischer Sicht unvernünftig war, die Zusammenarbeit mit Wikileaks aufzukündigen, ohne Amazon damit eine Schuld aufzuladen.

  29. @ Ein Mensch namens Lars

    sah ich mich nun leider dazu genötigt mein PayPal-Konto zu löschen. Gibt ja noch genug andere

    Welche denn? Welche sind seriöser als PayPal? Moneybookers? Ich bezweifele übrigens, dass alle, die hier behaupten, ihr PayPal-Konto oder ihren Amazon-Account gelöscht zu haben, es auch tatsächlich getan haben. Sich sein auf dem PayPal-Konto geparktes Geld auf sein Giro-Konto überweisen zu lassen, finde ich in Bezug auf die Botschaft genauso sinnvoll. Und man schneidet sich nicht ins eigene Fleisch damit.

  30. Paysafecard

    Warum nutzen die eigentlich nicht die Paysafecard? Als einiges wirklich anonymes Zahlungsmittel sind dadurch doch auch die Spender besser geschützt. Ich finde, dass Prepaid-Prinzip fürs Internet wird leider viel selten thematisiert.

  31. Welche denn? Welche sind seriöser als PayPal?/i>

    In Deutschland z.B. das Lastschriftverfahren. Die sicherste und noch dazu bequemste Zahlungsmethode für den Verbraucher.

  32. @280NGC:
    Ins eigene Fleisch? Auch vor ebay,paypal,amazon war Leben möglich.
    Inwiefern die Aussage vieler, die Accounts gekündigt zu haben stimmt oder nicht, können wir bei der nächsten Veröffentlichung der Unternehmenszahlen sehen.

  33. @ Ingo

    Das Lastschriftverfahren ist doch eine Art Abo, oder nicht? Wann immer eine Zahlung fällig ist, darf der Verkäufer Geld von meinem Konto abbuchen, man erteilt die Genehmigung also nicht pro Auftrag, sondern mit jedem Auftrag ist automatisch die Genehmigung verbunden. Das passt mir gar nicht und für wirklich sicher halte ich das auch nicht. Bezahlungssysteme wie Paypal haben außerdem den Vorteil, dass das geld sofort beim Verkäufer ankommt und nicht erst nach ein paar Tagen. Außerdem nützt mir das Lastschriftverfahren oft nichts, wenn ich etwas aus dem Ausland bestellen will. Und genau dafür nutze ich Paypal. Paypal wird außerdem im Gegensatz zu Bezahlungssystemen gleicher Art von vielen Händlern angeboten.

    Wenn ich etwas Teures in Deutschland bestelle, bezahle ich normalerweise per Nachnahme. Wenn das nicht geht, zahle ich per Vorkasse, indem ich meiner Bank einen Überweisungsauftrag erteile. Und wenn der Händler PayPal akzeptiert, mir nicht die horrenden Gebühren dafür aufdrückt, und mein PayPal Konto ausreichend gedeckt ist, dann zahle ich per PayPal.

    Und wenn wir schon dabei sind, Unternehmen durch Boykott abzustrafen, dann müssten wir das mit nahezu allen Banken machen. Schließlich vermehren die meisten Banken das Geld auf unmoralische Weise – Kinderarbeit, Sklaverei, Umweltverschmutzung durch Abbau von Rohstoffen oder Entsorgung von Umweltgiften &c. Und oft genug lassen sich die größten Gewinne in Kriegsgebieten machen. Wenn ihr wirklich was für diese Welt tun wollt, dann mässigt euch in eurer Fortpflanzung, esst weniger Fleisch, kauft euch nicht jeden neuen Technikkram, sondern überlegt euch, wie sehr dieser Kram, der Stoffe enthält, für deren Gewinnung Blut geflossen ist, tatsächlich eure Lebensqualität steigert. Jeder von uns trägt zur Zerstörung dieses Planeten bei, und zwar im Vergleich zu allen anderen Lebewesen überproportional. Wikileaks überschüttet die Welt mit Informationen, die aber letztendlich nur sehr wenige neue Erkenntnisse über die Mechanismen, nach denen die Welt funktioniert, enthalten. Was ich an Wikileaks schätze, sind nicht die Informationen, sondern das Kopfzerbrechen, dass diese Informationen offenbar anderen bereiten. Ich habe bisher nichts erfahren, was ich nicht schon gewusst oder geahnt hätte, d. h. ich brauche Wikileaks nicht, um z. B. eine Wahlentscheidung treffen zu können. Wikileaks ist ein Stachel im fettigen und wollüstigen Fleisch der Herrscher dieser Welt. Deswegen finde ich es toll, dass es Wikileaks gibt. Aber nicht, weil ich irgend etwas Neues erfahren hätte.

    Wer von euch hat denn ein Konto bei einer kleinen Bank, der es nicht ausschließlich um Gewinnmaximierung geht?

  34. Kann jemand bei netzpolitik.org eine seriöse Anleitung zusammenstellen, wie man bei PayPal per Fax kündigt?

    Dies erzeugt dort bestimmt mehr Aufmerksamkeit als eine automatisierte Kündigung über das Webinterface.

  35. @ manka

    Schön. Wer noch? Ich nicht. Dafür habe ich kein Auto, kein Handy, esse kaum Fleisch und habe nicht vor, einem Weibe meinen Samen in einer Weise einzuimpfen, die eine weitere Umweltverschmutzungseinheit hervorbringt. (In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass ich den Vergewaltigungsvorwurf gegen Julian Assange, der ja anscheinend/möglicherweise/werweißdasschon darin besteht, dass ihm gleich bei zwei Frauen ein Maleur mit dem Latexhütchen passiert sein soll, für gar nicht so abwegig halte. Er hält jedenfalls sein Gesicht in so heldenhafter Weise in die Kameras, dass er es sicher gerne sähe, wenn seine Gesichtgene in die nächste Generation Assange getragen werden würden. Als Held, für den ich ihn durchaus halte, sei ihm die Produktion einer weiteren Umweltverschmutzungseinheit gegönnt! Aber ich halte es für denkbar, dass er die kleine schwedische Kabel- und Fahrkartenkäuferin in Bezug auf das Kondom ein wenig übergangen hat.) Dafür verbrauche ich viel Energie und habe mein Konto immer noch bei einer Großbank. Fast jeder von uns verzeiht sich vermeintlich kleinen Sünden, die abzustellen er zu bequem ist.

    Worauf ich hinaus will, ist, dass der Aufruf zum Boykott von PayPal und besonders der von Amazon geradezu willkürlich ist. Diese beiden Unternehmen handeln nicht anders als andere Unternehmen. Amazon ist nicht über Nacht böse geworden. Die Zusammenarbeit mit Wikileaks aufzukündigen, war eine unternehmerische Entscheidung, die im Vergleich zu anderen Entscheidungen, die Amazon und andere Unternehmen treffen, nicht besonders unmoralisch ist.

  36. die haben da einen kleinen fragebogen, beim schliessen des kontos, wo man ein paar gruende ankreuzen soll, warum man schliesst…

    d.h. die werten das auch aus, is ja wichtig fuer dei qualitätssicherung

    und da gibts auch ein weisses feld, wo ma nicht allzuviel reinschreiben kann, aber fuer \wau-holland, schliessung, vertrauen?\ reichts z.b.

    weg mit dem dreck…danach gehts einem viel besser

  37. @280NGC:
    Nicht die Entscheidung ist willkürlich, denn Amazon, Ebay und Paypal haben mit dieser Entscheidung bei mir (und offenbar bei vielen anderen) den letzten Tropfen hinzugefügt. Willkürlich ist höchstens die Auswahl dieser Unternehmen aus vielen möglichen Kandidaten.

  38. Bei Amazon oder generell im Netz Bücher aussuchen und die Liste dann per Mail an den netten Händler/in um die Ecke schicken geht auch.

    Das Lock-In ist die Bequemlichkeit der Leute, nicht der Mangel an Alternativen. Wenn sich die Regeln ändern (was bei Cloud SW ja prima schnell geht) bleiben die meisten Leuten trotzdem dabei …

    Das Beispiel mit dem Frosch ist zu abgenutzt um es hier zu wiederholen.

    FAX macht mehr Arbeit und braucht echte Menschen, ggf. wissen hier Anwälte mehr zu – Fristen setzen, etc.

    Amazon und Paypal haben schon etwas mehr auf dem Kerbholz …

  39. @280NGC „Und wenn wir schon dabei sind, Unternehmen durch Boykott abzustrafen, dann müssten wir das mit nahezu allen Banken machen. Schließlich vermehren die meisten Banken das Geld auf unmoralische Weise – Kinderarbeit, Sklaverei, Umweltverschmutzung durch Abbau von Rohstoffen oder Entsorgung von Umweltgiften &c. Und oft genug lassen sich die größten Gewinne in Kriegsgebieten machen.“

    Genau deshalb brauchen wir Wikileaks, um diese ganzen Strukturen transparenter zu machen. Indem man zum boykott gegen Amazon, Paypal usw. ausruft, setzt man ein klares Zeichen für das allgemeine Bedürfnis nach mehr Transparenz, die wiederrum solche pauschalen Behauptungen „Schließlich vermehren die meisten Banken das Geld auf unmoralische Weise“ konkretisiert, und jeden, durch die direkte Betroffenheit, (hoffentlich) miteinbezieht.

  40. @Thomas: Ja … Zumal es nur zwei Alternative Dienste und IRC gibt.

    Letztendlich kann man aber nicht alle Twitter Accounts abstellen. Man kommt dann eher in das Iran-Wahlen/China Problem: Twitter-Fakes und Disinfo und Ansehen dahin.

    Aber irgendein Blog wird es dann schon sortieren – zumal twitter Zensur schon ein ziemlich krasser Eingriffe wäre. Aber nach amazon, einigen DNS-Diensten und paypal würde es mich nicht wundern leider.

    Lustig das immer noch keiner die Parallele zieht, dass Zeitungen und WL eigentlich das gleiche machen …

    http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5i0Vruimmvy8loGklsz34QyGDKMDA?docId=120c7bf5d3a34dbaadf1280dace2e456

  41. Genau deshalb brauchen wir Wikileaks, um diese ganzen Strukturen transparenter zu machen. Indem man zum boykott gegen Amazon, Paypal usw. ausruft, setzt man ein klares Zeichen für das allgemeine Bedürfnis nach mehr Transparenz, die wiederrum solche pauschalen Behauptungen “Schließlich vermehren die meisten Banken das Geld auf unmoralische Weise” konkretisiert, und jeden, durch die direkte Betroffenheit, (hoffentlich) miteinbezieht.

    Wikileaks hat ja bereits angekündigt, Dokumente über die Geschäfte einer amerikanischen (?) Großbank zu veröffentlichen. Fragt sich nur, wer welche der Informationen warum wie verständlich wo und für welche Zielgruppe aufbereitet. Das Video, das den Hubschrauberangriff zeigt, hat keiner Erklärung bedurft. Die Warlogs – was haben die eigentlich bewirkt außer Aufregung? Mich interessiert überhaupt nicht, ob an einer ganz bestimmten Kreuzung im Irak, die ich mittels einer interaktiven Landkarte beim Guardian ausfindig machen kann, eine Gruppe von Personen erschossen wurde, weil ich mir abgeschossene Gliedmaßen dadurch nicht besser vorstellen kann. Dass das passiert und dass es oft passiert, wusste ich schließlich bereits vorher. Die Brisanz der Veröffentlichung liegt also nicht darin, dass ich mich aufrege, weil ich etwas Neues erfahren habe, also Ort, Zeit und Art des »Zwischenfalls«, sondern darin, dass diejenigen, die die Tötung dieser Personen zu verantworten haben, erstens glauben, die Information könnte mich interessieren, und zweitens mit jeder neuen Veröffentlichung solcher Dokumente unter Druck geraten. Nicht die Reaktion auf den Inhalt der Warlogs mussten die Amerikaner befürchten, sondern die Reaktion auf ihre Unfähigkeit, als geheim eingestufte Dokumente zu schützen. Bei den Cablegates sieht es schon etwas anders aus. Auch wenn die Informationen relativ belanglos sind, so kann man sich immerhin unter den Ereignissen, die geschildert wurden, etwas Konkretes vorstellen, obwohl sie nichts skandalös Neues offenbaren.

  42. Es was eine tragische Entscheidung von Amazon und PayPal, da das Außenministerium nicht bewiesen sondern nur etwas behauptet hat und weder haben die Rechtsanwälte Anklagen erhoben, noch gab es eine Gerichtsentscheidung!

    Der investigative Journalismus (wenn man die Dokumente ohne Aufforderung zugespielt bekommt) ist natürlich keine „illegale Aktivität“.

    Siehe Äußerungen von EFF und Reporters Without Borders, die die Business Continuity im Cloud oder Rechte der Journalisten in Frage stellen:

    EFF statement on Amazon’s self-introduced censorship and business continuity of clouds

    https://www.eff.org/deeplinks/2010/12/amazon-and-wikileaks-first-amendment-only-strong

    Reporters Without Borders are shocked to find countries such as France and the United States suddenly bringing their policies on freedom of expression into line with those of China.

    http://en.rsf.org/wikileaks-hounded-04-12-2010,38958.html

    International Federation of Journalists statement

    http://wlcentral.org/node/502

  43. Alles muss man selber machen…“
    danke – auch für die infos und weiterführenden links !
    da ich mich bisher wenig um WL und JA „gekümmert“ habe, war’s heute abend soweit (mich um meine eigene meinungsbildung zu kümmern).

    amazon und paypal nutze ich erst seitdem ich in dld. lebe. vorher, i.d. usa, hatte ich genügend alternativen. jetzt werde ich mal überlegen, angeregt durch die viele info hier.

    was ich u.a. gefunden habe (alles in englisch)
    – was ist dran an den „vorwürfen“ aus/in Schweden (auch darin „Update) ?!
    „Assange Case: Evidence Destroyed Over and Over Again“
    http://radsoft.net/news/20101001,01.shtml
    – Interview über WL/JA „Inside Story“ (am besten darin m.E. die Amerikanerin und der Internetler aus UK)
    http://www.youtube.com/watch?v=66CHVHH-fk8

  44. die Ermutigung, Unterstützung, Vereinfachung, Förderung oder
    Anleitung Dritter zum illegalen Handeln

    Nach dieser Definition wäre zunächst einmal die US Regierung zu sperren.

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