In der Zeit kommentiert Heinrich Wefing prominent die Frage „Was darf das Internet?“ und wirft dabei einiges durcheinander: Wider die Ideologen des Internets!
Die Freiheit im Netz ist wichtig. Und doch muss das Internet endlich allen Regeln des Rechtsstaats unterworfen werden.[…] Erstaunlich ist nicht, dass dieser Kulturkampf jetzt losbricht. Erstaunlich ist in Wahrheit, dass er so lange auf sich warten lassen hat. Wieso hat es fast zwanzig Jahre gedauert, bis öffentlich formuliert wird, was doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist: dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist. Dass im Cyberspace dieselben Gesetze gelten wie in der realen Welt.
Ich bin momentan etwas müde, immer wieder aufs neue die Debatten-Beiträge älterer Menschen zu kommentieren, die jetzt das Internet entdecken und empört rufen: Das Internet darf aber kein rechtsfreier Raum sein. Deshalb freue ich mich, dass sowohl Falk Lüke (Eine Parabel für Heinrich Wefing) als auch Marcel Weiss (Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte) den Beitrag schon passend kommentiert haben.