Kultur

So geht uns das Klima ins Netz

Ein Gast-Posting von Ole Seidenberg und Daniel Kruse über „So geht uns das Klima ins Netz“.


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Morgen wollen Bürger in rund 170 Ländern mit über 4000 Aktionen zeigen, dass ihnen das Thema Klimawandel nicht egal ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die von der Initiative „350“ organisierte Massenmobilisierung die größte Demo der Welt. In Berlin wählen die Klimapiraten und die Kampagne „Klimakanzlerin gesucht“ aus 350 verkleideten Angela Merkels die wahre „Klimakanzlerin“. 350 stumme Raver angeführt von Dr. Motte werden mit der Silent Climate Parade durch Berlins Mitte ziehen und auf das „unsichtbare“ Problem hinweisen.

Ohne das Netz wäre eine derartige Aktivierung von Menschenmengen undenkbar. Alle drei Tage schickt die US-Zentrale von 350 in den letzten Tagen Updates, Hilfestellungen für lokale Organisatoren und Motivation per Newsletter: „Ladet eure Bilder online hoch, wir dürfen sie auf dem Times Square zeigen!“. Natürlich hält man die global verstreuten Aktivisten auch per Facebook und Twitter auf dem Laufenden. Der Hashtag #350 bewährt sich und für den internationalen Zusammenschluss der NGOs macht sich das Twibbon der übergeordneten Kampagne „tcktcktck“ bemerkbar.

Erst letzte Woche bin ich von den Vorverhandlungen in Bangkok zurück gekehrt. Mein Auftrag vor Ort: Ich möge die deutsche Chef-Delegierte Nicole Wilke auf Schritt und Tritt verfolgen und meine Leserschaft via Blog über die Verhandlungen aufklären, um im politischen Wirrwarr ansatzweise so etwas wie Transparenz zu ermöglichen. Gemeinsam mit elf anderen Bloggern aus insgesamt zwölf verschiedenen Ländern verfolgten wir also die Verhandlungen – und setzten große Hoffnungen in das in diesem Kontext bislang unerprobte Medium.

Die Erkenntnis: Tatsächlich sorgt ein Blogger in den starr koordinierten Abläufen einer UNO-Konferenz zunächst für Irritation. Noch gibt es z.B. keine Akkreditierungen speziell für diese „Spezies“ – die Registrierung als angeblicher Mitarbeiter einer Nichtregierungs-Organisation erleichtert dadurch den Zugang zu Treffen, von denen die Kollegen der klassischen Presse ausgeschlossen sind. Auch eröffnen die vorhandenen Tools die Möglichkeit, den Rückkanal zu öffnen und Fragen der Leser via Facebook und Blog-Kommentar direkt an unsere Verhandler weiterzuleiten.

Dennoch: Das eigentliche politische Schalten und Walten passiert noch immer hinter verschlossenen Türen und wie ich schnell feststellen musste, auf rigide Anweisungen der jeweiligen Regierungen hin. Einen Verhandler vor Ort direkt unter Druck zu setzen, führt also nicht wirklich zum Ziel.

Was wir brauchen, ist ein tatsächliches Umdenken in unserem Lebensalltag, das auch unser Handeln als Wähler, Konsument und interessierter Bürger nachhaltig beeinflusst. Das Netz birgt nicht nur die Chance, sich frei von einseitig gefärbten und von Lobbyverbänden co-finanzierten Informationen ein umfassendes Bild zu machen; es impliziert auch den Appell, seiner Verantwortung als Teilnehmer am sozialen Gesamtzusammenhang gerecht zu werden.

Und damit Ihr nicht in „Klima-Pessimismuss“ verfallt, seien an dieser Stelle einige der Möglichkeiten genannt, im und mit Hilfe des Netzes selbst aktiv zu werden:

Die Klimahelden von Oxfam

Die in England gegründete Organisation ist eher für ihren Einsatz für Nord-Süd-Gerechtigkeit bekannt. Beim Klimawandel passt das zusammen, weil die Emissionen der reichen Länder die Armen als erstes treffen. Registrierte Klimahelden bekommen die neuesten Nachrichten zu Kopenhagen und werden etwa alle zehn Tage zu konkreten politischen Aktionen aufgerufen.

Das „Modell Deutschland“ des WWF

Der World Wide Fund for Nature konzentrierte sich einst auf den Artenschutz, inzwischen wurde der Fokus auf den Lebensraum der Tiere ausgeweitet, kurzum: den Planeten. Mit der just erschienenen Studie „Modell Deutschland“ zeigt der WWF den Weg in eine technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare, klimaverträgliche Zukunft für Deutschland.

Die mit der Zahl: 350.org

Es wird die wohl größte Klima-Demo der Welt: Mit mehr als 4000 Aktionen in rund 170 Ländern will die Initiative 350 diesen Samtag auf die „wichtigste Zahl der Welt“ hinweisen. 350 ppm, also „parts per million“, sind das Höchstmaß an Kohlendioxid in der Atmosphäre, das den Klimawandel noch glimpflich ausgehen lässt. In Berlin werden 350 stumme Raver angeführt von Dr. Motte durch die Straßen tanzen.

Das Climate Action Network und sein „Fossil des Tages“

Mehr als 350 NGOs vereinen sich als Climate Action Network (CAN) und verkünden die täglichen Dramen der Klimaverhandlungen. Sie verleihen einen Preis, den niemand will: Das Fossil des Tages. Wenn der kanadische Premier Klima-Termine schmeißt oder die EU verbindliche Emissionsziele aus Verträgen streicht, dann überreicht CAN den sarkastischen Preis für Klimablockierer. Aktivisten in Berlin hauchtem dem Preis mit Kohlebriketts und Skelettdinosaurier Leben ein und lieferten ihn bei den entsprechenden Botschaften ab.

Segel hissen für Kopenhagen: Die Klimapiraten

„Die Klimapiraten sind eine offene Kampagne von kreativen, politischen und entschlossenen jungen Menschen. Wir finden, dass jetzt verdammt noch mal etwas getan werden muss, um einen katastrophalen Klimawandel gerade noch zu verhindern und die Kehrtwende hin zu einer nachhaltigen, regenerativen Zukunft einzuleiten. Zum Abschluss der Kampagne entern wir die Weltpolitik und segeln mit zwei Schiffen von Greifswald nach Kopenhagen. Mit der Piratenpartei haben wir nichts zu tun.“

www.wir-klimaretter.de

Die Seite von Nick Reimer und Toralf Staud entstand aus dem gleichnamigen Buch und ist heute eine der führenden Anlaufstellen für Klima-Interessierte und absolute Neulinge. Am spannendsten ist der „Klima-Lügendetektor“, der aktuelle „Greenwashing“-Kampagnen großer Konzerne aufdeckt. So ehrlich und direkt wäre die hier stattfindende Klimaberichterstattung wohl andernorts nicht möglich. Erschreckende Realität: Bei meinem Besuch in Bangkok war Wir-Klimaretter vor Ort, die führenden deutschen Zeitungen jedoch entsandten keinen Redakteur. Insgesamt traf ich auf nur 3 deutsche Journalisten.

www.climatehearings.org
Die von der britischen NGO Oxfam und der globalen Klima-Kampagne „tcktcktck“ inititierten Zeugenberichte zeigen so genannte „Climate Hearings“, bei denen Menschen zu ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel angehört werden. Deutlich wird hier: Die Folgen sind längst da – und uns näher, als wir glauben mögen. Vom Reisbauern in Thailand zur Familie in Bangladesh: Schon jetzt sind mehrere hundertausend Menschen von massiveren Fluten und Trockenzeiten betroffen. Die Videos und Interviews auf dieser Seite ermöglichen, die tatsächliche Reichweite greifbarer zu machen.

Ole Seidenberg arbeitete bei den Vereinten Nationen und ist für das Projekt „Adopt a Negotiator“ als Blogger auf den Fersen der deutschen Klima-Delegation bei den Verhandlungen von Bangkok bis Kopenhagen.

Daniel Kruse ist freier Autor und Gründer von Nest, einer Social Media Agentur für (öko)soziale Zwecke.

45 Kommentare
  1. Größte Demonstration aller Zeiten?

    Na, da bin ich ja mal gespannt. Kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass das überhaupt mehrere Millionen Menschen werden. Zumindest hier in Deutschland habe ich bisher wenig von der Mobilisierung mitgekriegt. Im Vergleich mit dem 15. Februar 2003 eigentlich gar nichts. Damals waren es je nach quelle zwischen 4 und 30 Millionen Menschen, die weltweit demonstriert haben.

    Ich habe das Gefühl, dass da absichtlich gehypt wird, und die ganze Orgastruktur hat doch erhebliche top-down Elemente. Auch weil meiner Meinung nach von unten bisher zu wenig Widerstand gegen den Klimawandel und die weiter-so-wie-bisher Politik läuft. Daran müssen wir natürlich was ändern. Ob das klappt indem wir Demos im Vorfeld schon zur größten aller Zeiten hochschreiben weiß ich nicht.

    1. Hallo und vielen Dank für eure Kommentare – als Mit-Autor freue ich mich über die rege Diskussion. Ole und ich werden versuchen ALLE (kritischen) Kommentare hier wiederum zu kommentieren, da uns das Thema sehr am Herzen liegt. Ich beginne mit

      @Max

      Zur Mobilisierung: Sicherlich ist 350 z.B. stark in den USA und in Deutschland noch nicht so sehr etabliert. Die Medienberichte über den gesamten Aktionstag waren dann doch sehr zufriedenstellend: (Laut Newsletter der Klimapiraten) Berliner Zeitung, taz, Morgenpost, Tagesspiegel, BZ, Neues Deutschland, Berliner Fenster (U-Bahn), in vielen Onlineausgaben (z.B. New York Times, Spiegel online), im Radio: Deutsche Welle und Fernsehen: arte, rbb. Die „Silent Climate Parade“ hat es außerdem in Tagesschau und -themen geschafft. Zur Größe der gesamten Aktion noch ein Zitat von Organisator Bill McKibben von 350 nach der Aktion:

      You were by far the biggest news story on Google, on CNN, on the front pages of newspapers around the planet. And these pictures were seen around the world, in newspapers from Beijing to Boston, on TV stations from New Delhi to New York, and on blogs, social networks, and websites across the internet […] You were part of what many journalists called „the most widespread day of political action the world has ever seen.“

      Es vorher so zu hypen und anzukündigen finde ich hilfreich, weil es Menschen motiviert, dabei zu sein.

  2. Traurig, dass sich Menschen für Dinge einsetzen auf die der Mensch keinen Einfluss hat und die wichtigen Dinge links liegen bleiben :(
    Ich bin mal über den TV Bericht gespannt. Wird bestimmt überall groß aufgezogen während die Demos für Palästina / gegen Israel unterdrückt / totgeschwiegen wurden . . .

    Am 27. wirds ja noch viel lustiger . . .

    1. @DEDE

      Du sagst: \Traurig, dass sich Menschen für Dinge einsetzen auf die der Mensch keinen Einfluss hat und die wichtigen Dinge links liegen bleiben\

      1. Gibt es Tonnen von wichtigen sozialen Problemen – Hunger, Aids, Kindersoldaten. Leider verkaufen die meisten Menschen Versicherungen oder die Bravo anstatt sich der wahren Nachfrage zu widmen. Den Klimawandel würde ich – mit tausenden von Wissenschaftlern und Aktivisten – dennoch als ziemlich zentral betrachten.

      2. Wir HABEN einen ganz erheblichen Einfluss. Ich weiß nicht, ob du grundsätzlich am \menschgemachten\ Klimawandel zweifelst oder das nur hoffnungslos meinst nach dem Motto \Ich allein kann nichts tun\. Beides ist falsch und fatalistisch, keine Option. Die Wissenschaft ist sich absolut einig über den menschlichen Einfluss (durch Emissionen) auf das Klima – alle Gegenstimmen sind meist über x Wege von der Gegenseite bezahlt und/oder nicht vom Fach: Geologen, Physiker, Journalisten, NUR NIE jahrelang etablierte Klimawissenschaftler, etwa so wie die vom IPCC, die das Ganze peer-reviewed öffentlich machten und dafür bekanntermaßen den Nobelpreis bekamen.

  3. Vielen Dank fuer diesen tollen Beitrag. Seit kurzem beschäftige ich mich in meinem kleinen Ökostrom-Blog selber mit den Online-Aktivitäten von Klimanetzwerken wie 350 und ich würde mich sehr freuen, wenn dieses wichtige Thema bei Netzpolitik regelmäßig zur Sprache kommt!

  4. Tststs… Wie viele doch auf diesen Unfug reinfallen.

    Schade, dass auch noch Werbung dafür gemacht wird. Naja, es scheint, als würden sich die Menschen wohl doch sehr gern ihr Geld aus der Tasche ziehen lassen.

    Blöd nur, dass ich den Mist dann mitmachen muss…

  5. Dumm nur, dass die Temperaturen seit einer Dekade rückläufig sind und es aller Voraussicht auch die nächsten 20-30 Jahre so sein wird. Es wird alles halb so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

    Umweltschutz gerne, Klimaschutz nein. Denn nicht das CO2 ist der Hauptverursacher, sondern die ausströmenden Methangase in den Weltmeeren und das Maß an Sonnenaktivität.

    1. @Ullrich

      Bitte nenn deine Quellen, was du sagst ist schlichtweg falsch nach meinem Wissensstand.

      Dazu der Guardian:
      http://www.guardian.co.uk/environment/2007/jul/26/climatechange

      What is climate change?

      The Earth’s climate has always varied, so the term climate change is now generally used to describe the changes caused by human activity – specifically, greenhouse emissions such as carbon dioxide and methane, which build up in the atmosphere and trap heat.

      Is it the same as global warming?

      As human activity increases the concentration of these gases in the atmosphere far beyond their natural levels, much more heat is trapped. Hence, the term climate change is often used interchangeably with global warming.

      Can it be explained by natural causes?

      Measurements at the Earth’s surface show that average temperatures have risen by some 0.4C since the 1970s. Scientists are confident this change can be blamed on human emissions because the increase is too big to be explained by natural causes.

      Although natural factors such as changes in the sun and large volcanic eruptions are known to have warmed and cooled the planet in the past, these effects are not powerful enough to explain the rapid warming seen recently. Only an increased greenhouse effect caused by higher amounts of heat-trapping gases in the atmosphere can explain it.

  6. @gartenstadt

    Wenn du (u.a.) mich damit meinen solltest: klar, was sonst?

    Nicht jeder betreibt eine website. Und deine Bemerkung, ich wäre gekauft… ach, was soll’s, sinnlos.

    Ich find’s voll ok, wenn du für ein Märchen bezahlen möchtest. Aber mach das doch privat, ok?

  7. @Bernd
    Genau, sinnlos. Glaub Dir Deine Welt so, wie sie für Dich bequem ist, und dann gib Dein schönes Geld für Dinge aus, die Dir richtig viel Spaß machen.

    Du hast ja in diesem Artikel gelernt, dass es genug andere gibt, die sich für Dich den Arsch aufreißen.

    Selbst wenn Du recht hättest, und der ganze Klimaschutz „Unfug“ ist (was auch immer genau Du damit meinst), selbst dann wäre es noch mehr als erfreulich, dass sich Menschen dafür einsetzen, mit diesem Planeten sorgsamer umzugehen. Aber das nur am Rande.

    1. Dir sei folgender Artikel ans Herz gelegt:
      http://tinyurl.com/yzsq2tg

      Dazu noch folgendes Video:
      http://tinyurl.com/4e8mvl

      Ich bitte dich, dir das objektiv anzusehen und zu bewerten und dir schließlich deine Meinung zu bilden. Na klar, weder ich noch irgendwer kann dir oder anderen etwas vorschreiben. Deswegen muss man sich beide Seiten ansehen, hat man eine andere Meinung, ist diese zu akzeptieren.

      1. @Ullrich @Bernd

        Sorry, den alten Kommentarfehler gemacht und nicht bis unten gelesen. Also Quellen habe ich gefunden. Wenn ihr, wie ich, bereits in den Medien aktiv wart (weiß ich nicht), dann wüsstet ihr, das die Wahrheit dehnbar ist und viele Journalisten bereits mit einem bestimmten „Dreh“ auf die Recherche angesetzt werden. Ich habe „Extra“ und den ersten Teil von Spiegel TV eben angeschaut. Dazu hat der DeSmogBlog eine interessante Problematik angesprochen (ich hab’s aus deren Buch „Climate Cover-Up“:

        „…the brothers Jules and Max Boykoff […] had searched the libraries of four “prestige dailies“ in the US – the New York Times, the Wall Street Journal, the Washington Post, and the Los Angeles Times – and had analyzed their coverage of climate change between 1998 and 2002. They found that while the scientific press was coming down 928 to 0 in accepting or, at the very least, not denying climate change, in 53 percent of their stories these four newspapers quoted a scientist on „one side“ of the issue and a spokesperson on the other.“

        Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: 928 zu NULL wissenschaftliche Berichte, die menschgemachten Klimawandel bestätigen oder zumindest nicht widerlegen und 53 Prozent mediale Berichte, in denen Klimaskeptiker zu Wort kommen!!!

        „I say spokesperson rather than scientist for two reasons. First, the deniers were very often not scientists, but rather political ideologues or self-appointed „experts“ from think tanks. Second, even when the experts had scientific credentials, in most cases these credentials were not relevant to the topic at hand. The experts were geologists or economists commenting outside their field of expertise, not climate scientists reporting on up-to-date peer-reviewed science. […]

        To protect themselves, they [the journalists] very frequently fall back on the notion of balance: they interview one person on one side of an issue and one person on the other. […] This has a degree of legitimacy when the subject matter is political, economic, or even moral. […] But science is a discipline in which there are legitimate subject experts, people whose knowledge is weighed and measured by their scientific peers. This is the process people use to decide, for example, on a new surgical method or on the structural strength of a new metal alloy.

        If a doctor recommended that you undergo an innovative new surgical procedure, you might seek a second opinion, but you’d probably ask another surgeon. You wouldn’t check with your local carpenter, and you certainly woulnd’t ask a represantative of the drug company whose product would be rendered irrelevant if you had the operation. […]

        For most of the last two decades, while scientists were growing more convinced about the proof and more concerned about the risks of climate change, members of the general public were drifting into confusion, led there by conflicting stories that minimized the state of the problem and exaggerated the cost of solutions.“

        JEDE Seite findet Quellen, die die andere aushebeln kann, die Frage ist schließlich, was man glauben MÖCHTE. Ich möchte das extrem wahrscheinliche Risiko der nicht kontrollierbaren Erderwärmung nicht eingehen.

  8. @gartenfreund

    „Bequem“ sind dich die, die nicht bereit sind, hinte die Kulissen zu schauen. Die nicht bereit sind, dem überwältigenden Teil der Wissenschaftler zuzuhören, die wie ich da ganz anderer Ansicht sind. Und letztlich die nicht bereit sind, ihr eigenes Hirn zu gebrauchen.

    „Du hast ja in diesem Artikel gelernt, dass es genug andere gibt, die sich für Dich den Arsch aufreißen.“

    Alle, die sich in dieser Form für mich den „Arsch aufreißen“, möchte ich doch bitten, das zu lassen. Begründung siehe oben.

    Deinem letzten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu!

  9. @Bernd
    Verstehe, Du hast die Weisheit gepachtet, weil Du ja Dein Gehirn gebrauchen kannst (im Gegensatz zu all den Menschen, die sich z.B. mit den im Artikel genannten Organisationen solidarisieren). Woher Du die Überzeugung nimmst, dass ein „überwältigenden Teil der Wissenschaftler“ Deiner Meinung ist, bleibe Dein Geheimnis.

    Ich würde für meinen Teil gar nicht so weit gehen zu behaupten, dass es letztgültige Wahrheit ist, was die „anderen“ Wissenschaftler behaupten (die von dem laut Dir nicht überwältigenden Teil). Wenn Du wirklich wissenschaftlich denken würdest, wäre Dir zumindest klar, dass Aussagen über das Klima aufgrund der innewohnenden Komplexität der Abläufe niemals letzte Wahrheiten sind, sondern Vermutungen. Und schon aus diesem Grund ist es einfach dumm, die Theorie die Dir nicht passt als Unsinn abzutun.

  10. @gartenstadt (sorry, hatt ich im letzten Posting falsch ;) )

    „Woher Du die Überzeugung nimmst, dass ein “überwältigenden Teil der Wissenschaftler” Deiner Meinung ist, bleibe Dein Geheimnis.“

    Sowas lässt sich nachlesen. Ich hab auch keine anderen Quellen als du. Das Verhältnis der Kritiker zu denen, die das Sagen haben war glaub ich 80:20 oder noch schlechter.

    Das Verhältnis des „menschenverursachten CO2“ zu dem, auf den wir keinen Einfluss haben, ist so ungefähr 3:97. Wir können Billiarden dafür ausgeben, das auf 1,5:98,5 zu verbessern. Wir können es aber auch lassen.

    Immer vorausgesetzt, ein hoher CO2-Gehalt ist schlecht (Pflanzenwuchs anyone?), CO2 spielt überhaupt eine Rolle und andere Gase kann man dagegen vernachlässigen.

    Aber erst kommen ja jetzt erst mal unerklärliche 30 Jahre Kältewelle…

  11. Dass der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen einen signifikanten Effekt auf das Klima hat, ist unter Klimatologen praktisch einstimmiger Konsens.

    Mir ist keine Publikation aus den letzten Jahren bekannt, die das bestreitet.

    Zur Zeit kursiert die Idee, dass die Strahlung der Sonne bestimmte Prozesse der Wolkenbildung beeinflusst und deshalb vielleicht ein stärkeres Forcing darstellt als bisher angenommen, aber mehr als eine schwache Hypothese ist das bisher nicht.

  12. @gartenstedt

    Ich gehe nach dem Inhalt, nicht was drauf steht. Das Video ist von den öffentlich-rechtlichen, ich weiß nicht, was dir daran nicht beliebt. Es werden Fakten aufgezählt, die du aber so nicht akzeptieren willst. Komm mal ein bisschen runter und versuche dich an einer sachlichen Diskussion.

  13. @Bernd
    Also Du kommst hier mit irgendwelchen Zahlen, ohne die irgendwie zu belegen. Aber selbst wenn Du Belege hättest, das sind Umfragen, sonst nichts.

    Einige Zahlen findet man z.B. in der Wikipedia, wobei die Wikipedia natürlich auch kein wirklich verlässliches Medium ist, gerade bei kontroversen Themen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kontroverse_um_die_globale_Erwärmung

    Was auch immer, dies sind Zahlen, die eigentlich nur eine wirkliche wissenschaftliche Aussage beinhalten: wirklich wissen tut es keiner.

    Und genau aus diesem Grund finde ich ein wenig Demut und Vorsicht angebracht, bevor man über Menschen urteilt, die sich hier Sorgen machen, und sich einsetzen.

  14. @gartenstadt

    „Und genau aus diesem Grund finde ich ein wenig Demut und Vorsicht angebracht, bevor man über Menschen urteilt, die sich hier Sorgen machen, und sich einsetzen.“

    Das ist keine Einbahnstraße! Ihr könnt genau so falsch liegen!!! Nur ist mit euch nicht zu reden. Wie eine Religion vertretet ihr das.

    Ich nehme für mich in Anspruch, euch „Verführte“ vor dem totalen Ausverkauf an Egentum, bürgerlichen Freiheiten und Menschenrechten -wenn nicht eurem nackten Leben- zu retten, denn genau darauf läuft es hinaus. Das ist dann jetzt mal MEINE Religion!

    Man muss es nur_sehen_!

  15. @Ullrich
    Das, was Du Fakten nennst, sind Vermutungen. Man kann zu beliebig abstrusen Theorien den Anschein erwecken, Fakten zu präsentieren (nimm zum Beispiel die diversen Verschwörungstheorien). Ich sage nicht, dass das alles falsch ist, was Du ansprichst, Ich sage aber, dass es dumm ist, sich das YouTube Faktenvideo Deiner Wahl auszusuchen, und dann zu glauben, dass so die Welt ist. Die ist so nicht, da stehen immer implizite Annahmen hinter, oft auch Interessen, und beide Seiten können verdammt überzeugend sein.

    1. @gartenstedt

      „Ich sage aber, dass es dumm ist, sich das YouTube Faktenvideo Deiner Wahl auszusuchen, und dann zu glauben, dass so die Welt ist.“

      Selbiges kannst du eben auch auf die PRO-Seite übertragen. Darum geht es mir, wie du sagst können beide überzeugend sein, die Gegenseite wird aber gar nicht erst diskutiert.

      Man spannt hier die Kritiker bewusst aus, auch wenn diese durchaus ihre Annahmen vor dem Climate Council verteidigen würden. Das ist Tunneldenken.

  16. Menschenverursachte globale Erwärmung ist keine Religion, sondern eine überprüfbare, wissenschaftliche Theorie. Und derzeit die einzige, die Messwerte und Beobachtungen sinnvoll und hinreichend erklärt.

    Theoretisch ist es natürlich möglich, dass noch ein zentraler Faktor in dem ganzen übersehen wurde, aber es gibt schon seit langem keine ernstzunehmenden Kandidaten in der Hinsicht mehr.

    Was man natürlich aus dieser Tatsache an politischen Entscheidungen ableitet ist eine ganz andere Frage, dafür kann die (Klima-)Wissenschaft alleine sicher keine Antwort geben.

  17. Immer ruhig Jungs! Der Klimawandel und die Eisschmelze sind Fakt. Die Rolle des CO2 wird übertrieben, es gibt gefährlichere Gase wie Metan, das unter anderem bei der Fleischproduktion in hohen Mengen anfällt. Die Ursachen des Klimwandels sind umstritten, wobei sich meines Kenntnisstandes nach weder menschliche noch natürliche Faktoren nicht gegenseitig ausschließen. Mich wundert nach wie vor, warum es sich die Ökos und die Antiökos so leicht machen und alles auf monokausale Ursachen zurückführen wollen. Anyway, die Wahrheit läßt sich sicher nicht durch die Aufrechnung von Quellen herausfinden und die Diskussion hier wird nichts daran ändern, dass uns das Eis unter dem Arsch wegschmilzt.

  18. @domingos

    „Immer ruhig Jungs! Der Klimawandel und die Eisschmelze sind Fakt.“

    Unter dieser Prämisse erübrigt sich doch schon jedes weiter Wort, nicht wahr? Und es geht auch gleich so weiter:

    „Die Rolle des CO2 wird übertrieben, es gibt gefährlichere Gase wie Metan, das unter anderem bei der Fleischproduktion in hohen Mengen anfällt. Die Ursachen des Klimwandels sind umstritten, wobei sich meines Kenntnisstandes nach weder menschliche noch natürliche Faktoren nicht gegenseitig ausschließen. Mich wundert nach wie vor, warum es sich die Ökos und die Antiökos so leicht machen und alles auf monokausale Ursachen zurückführen wollen.“

    Ich sage: Alles Quatsch. Religion. Populismus.

    „Anyway, die Wahrheit läßt sich sicher nicht durch die Aufrechnung von Quellen herausfinden und die Diskussion hier wird nichts daran ändern, dass uns das Eis unter dem Arsch wegschmilzt.“

    Es hat keinen Zweck. Wirklich erstaunlich, dass man einfach nur eine Glaubensfrage draus machen muss, und es funktioniert! Dabei könnte man eigentlich schon wissen, dass diese Methode schon immer funktioniert hat und schon immer angewandt wurde.

    Man muss es nur_wollen_!

  19. hier wird ja gut geflamt in den kommentaren…

    an die skeptiker und schützer zugleich: denkt doch einfach mal daran, was die worst- und bestcase szenarien sind. wenn leute wie ullrich recht behalten sollten, dann haben wir nichts zu befürchten und das weltweite engagement kann nur dazu beitragen, dass wir die umwelt noch weiter verbessern. tolle sache also. wenn die skeptiker allerdings falsch liegen und wir nichts unternehmen, kann dahingegen das worstcase szenario das aus innerhalb der nächsten 100 jahre bedeuten. ich weiß nicht wo hier wer seine daten her hat, aber die klimakonferenz in kopenhagen deutet darauf hin, dass niemand mehr anzweifelt, ob und was sich verändert. die frage ist nun vielmehr: wieviel und wie schnell können / müssen wir einwirken?

    in dem zusammenhang ist es ineffektiv innerhalb der eigenen aktivistenkreise zu bleiben und sich gegenseitig hochzupuschen. vielmehr müssen andere leute zur aktion überzeugt und bewegt werden. das muss nicht stets politische und kommunikative aktion bedeuten. mit kleinen veränderungen im freundeskreis läßt sich schon viel bewegen. dazu sollte man natürlich auch mal mit den leuten rumhängen, die sich nicht in den gleichen kreisen bewegen

    schöne übersicht der webaktionen. ich hoffe, dass die massenmedien das aufnehmen

  20. @Ahmet

    Guter Beitrag!

    Zwei Anmerkungen, weil ich es so nicht stehen lassen kann:

    „…aber die klimakonferenz in kopenhagen deutet darauf hin, dass niemand mehr anzweifelt, ob und was sich verändert.“

    Hier muss es heißen: „dass niemand, DER GEHÖRT WIRD,…“ Die Skeptiker werden selbstverständlich ausgeblendet, ausgegrenzt, mit Hitler verglichen (ja, auch das!) usw.

    _Dass_sich was verändert, steht ja ohnehin außer Frage. Die Frage ist einzig und allein die_Notwendigkeit_zu Maßnahmen. Und wenn nicht: warum wird es trotzdem verfolgt?

    Zu deinem letzten Absatz:

    Ich denke, das ist aussichtslos, also nutzen wir die Chance ;) Das Thema ist längst in eine Glaubensfrage ausgeartet. Die Stimmen der Skeptiker lassen sich glücklicherweise -dank Internet!- nicht mehr so einfach unterdrücken wie zu Fernseh- und Tageszeitungszeiten. Und das ist gut so, man denke nur an 911!

    Der Frontalunterricht ist vorbei.

  21. Die „Klimaskeptiker“ werden in der wissenschaftlichen Debatte vor allem nicht gehört, weil die meisten wenig substantielles beitragen. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, wie z.B. Lindzen, aber dessen Arbeiten wurden und werden veröffentlicht – allerdings haben sich seine Hypothesen (zum Klima) schlicht nicht belegen lassen.

    Ähnliches gilt für die Vertreter der „Cosmic Ray“ Theorie – aber auch die konnten ihre Arbeiten veröffentlichen.

  22. Liebe Leute,
    gegen Meinungsfreiheit spricht selbstredend nichts, deshalb nutzen wir ja auch einen Blog und keinen „Frontalunterricht“. Jeder kann sich also frei entschließen, nichts zu unternehmen und zu glauben, dass alles von alleine wieder gut wird bzw. gar nix in Schieflage ist.

    Fakt ist allerdings, dass es weltweit nicht EINEN einzigen wissenschaftlichen Gegenbeleg gibt, der nachweisen kann, dass der Klimawandel und die damit verbundenen Folgen nicht menschengemacht und durch den erhöhten CO2-Gehalt in der Atmosphöre verursacht sind.

    Alle Gegenberichte stammen allesamt nicht aus Händen von Klimaforschern. Keine einzige dieser Gegendarstellungen konnte wissenschaftlichen Standards genügen.

    Mein Lieblingszitat aus dieser Frage, das ich neulich von einem Forscher auf diesem Gebiet hörte: „Wenn Sie sich krank fühlen, fragen Sie ja auch einen Arzt, was Sie tun sollen und nicht ihren Teppichhändler.“

    Ansonsten kann ich Ahmet nur zustimmen: Verlieren können wir nichts, wenn wir auf erneuerbare Energien umsteigen, unsere Umwelt schonen etc. – deshalb macht auch jegliche Verschwörungstheorie keinen Sinn, denn was sollte irgendwer davon haben, einfach nur eine riesen Kampagne für Klimaschutz zu initiieren?? Das kann man mit 911 nicht vergleichen, wo klare militärische und finanzielle Interessen nachvollziehbar dahinter vermutet werden konnten.

  23. Ich möchte mich bedanken und betonen, dass die Autoren von „So geht uns das Klima ins Netz“ hier einen Einstieg zur sich formierenden Globalen Bewegung anbieten – und es ist doch für eine Bewegung wie diese entscheidend – ob sie an Tagen wie diesem, bisher nicht involvierte Interessierte leicht integrieren kann…

    Mit ähnlicher Motivation, als „Gate“, habe ich http://twitter.com/PureVision aufgebaut –
    und eine Art „Gebrauchsanleitung“ dazu auf dem myspace Blog: http://zi.pe/d5G geschrieben…

    Euer Text, seine Kommentare und die heutigen Eindrücke auf twitter haben mich veranlasst, einen langen Komment für hier zu schreiben, der jetzt als Blogbeitrag erscheint:

    http://erdfrequenz.wordpress.com/globale-bewegung/

    „Auf Twitter jubelt @climateparade vom Erfolg von #350ppm „Irre: 5200 Aktionen, 181 Länder! Es geht los! http://bit.ly/TCYtO ….“
    mehr im Blog…

  24. @frederik

    Nur um sicherzugehen dass ich dich richtig verstanden habe: Du meinst, dass es mit CO2 kein Geld zu verdienen gibt? Was ist mit dem Zertifikatehandel? Was isr mit den Plänen, KFZe nach CO2-Ausstoß zu besteuern, ebenso Heizungen? Sorry, ich fürchte, du kriegst zu wenig mit.

    Wenn der Rest deiner Argumentation auf genauso tönernen Füßen steht, würde ich dir raten, nochmal genauer nachzulesen!

    Gruß
    Bernd

  25. @Annette Ochs

    myspace: „Ungültige FriendID.
    Dieser Nutzer hat entweder seine Mitgliedschaft beendet oder der Account wurde wegen Verstoßes gegen unsere Nutzungsbedingungen gelöscht.“

    ?

    Und bei „Erdfrequenz“ hätte mich schon mal ein Impressum interessiert, einfach um zu wissen, wo ich dich einordnen kann.

    Irgendwie ist mir das zu wenig.

  26. @bernd

    Lieber Bernd,

    das Argument läuft in’s Leere. Natürlich verdienen an jeder wie auch immer gearteten Konstellationen Menschen Geld. Das tut jetzt ja genau so auch die Öl- und Kohleindustrie – man kann also in beide Richtungen argumentieren, dass es „nur“ um Eigeninteressen geht.

    Allerdings halte ich es für weniger bedenklich, dass der Staat Steuern einnimmt, wenn ich mit meinem Auto CO2 in die Luft blase, als dass ich quasi noch animiert werde, dicke SUVs durch die Hamburger Innenstadt zu fahren. Beides sind auch Eigeninteressen der dahinter stehenden Industrien. Die Frage ist nur: Welche Interessen sind letztlich für das Gemeinwohl besser?

    Und du kannst mir einfach nicht weiß machen, dass es besser ist, wenn wir Öl, Kohle und Atomkraft fördern, als regenerative Energien. Ganz gleich, wer nacher davon profitiert.

    Zu implizieren, der gesamte Klimakram wäre eine riesige Verschwörung der CO2-Zertifikate-Dealer, ist jedenfalls ziemlich haltlos, denn es gibt nicht den einen großen Konzern, der davon etwas hätte.

    Das ist etwa so, als würden wir gegen Pfandflaschen protestieren, weil damit die riesige Glasmafia Profite macht… Blödsinn.

  27. Schaut euch mal die „Experten“ bis auf wenige Ausnahmen an: Lomborg – Statistiker. Calder – Journalist. Monkton – Publizist. Klimaexperten?!

    Viele davon sind etwa durch den http://www.desmogblog.com als bezahlte Selbstdarsteller enttarnt.

    Und apropos Methan: Stimmt, etwa 25-mal übler als CO2. Und besonders viel Methan ist in den Permfrostböden Sibiriens gespeichert, die nun aufzuweichen drohen (wärmer!) und dann das Methan in die Atmosphäre entlassen (Quelle: Greenpeace). Laut Klimaskeptiker Christy wachsen dank mehr CO2 total viel Pflanzen. Mal sehen, ob wir überwuchert werden, dann können wir ja weiter C02-bindende Urwälder in der Größe von 190 Fussballfeldern pro Tag abholzen (Quelle: WWF).

    PS: Ich bin übrigens nicht mit dem anderen Daniel zu verwechseln hier, bei mir immer Link dabei (ich wechsel den hier mal zum Blog).

  28. Den ersten Satz des Welt-Redakteurs, Link kam von Ullrich, lasse ich hier mal unkommentiert zur Beurteilung:

    „Erstens: Ich weiß nicht wie das Klima in 100 Jahren sein wird. Ich bin kein Klimaforscher sondern Journalist. Mein Wissen ist sehr begrenzt, doch ich habe in Jahrzehnten Berufserfahrung bewiesen, dass ich einen Riecher dafür habe, wenn eine Sache stinkt.“

    Ein „Riecher“ gegen hunderte von geprüften Studien – herzlichen Glückwunsch! Unverantwortlich nenne ich sowas. Arme Welt (x2).

    PS: Mein Captcha heißt grad „brewed life“, lustig…

  29. @ Personen wie bernd oder ullrich:

    seit langem will ich schon die leute kennenlernen, die immer noch ignorant genug sind, den klimawandel nicht sehen zu wollen…scheint als hätte ich hier gleich zwei prachtexemplare vor mir, danke dafür!

    zum thema:
    die erwärmung der weltmeere und der daraus folgende anstieg des meeresspiegels, das abschmelzen der polkappen, immer verheerendere dürrekatastrophen mit darauffolgenden überschwemmungen in afrika und asien, klimabedingte flutwellen, taifune und waldbrände, zunehmende zahlen an klimabedingten flüchtlingen…all dies sind folgen und begleiterscheinungen von bereits jetzt auftretenden klimatischen veränderungen.
    und diese veränderungen kommen nicht von ungefähr.
    „der überwältigende teil der wissenschaftler“…ist, bezogen auf seriöse klimawissenschaftler, laut allgemeinen informationen tatsächlich davon überzeugt, dass der klimawandel (der übrigens, ullrich, über die nächsen 20-30 jahre „abkühlung“ deutlich hinausgeht) eine nicht zu widerlegende tatsache darstellt, gegen die dringend vorgegangen werden muss!

    welche wissenschaftler bernd hier zu rate zieht, wüsste ich zu gerne, denn wenn er sich hier auf lobbyistische braunkohle-wissenschaftler bezieht, schenke ich ihm natürlich zu gerne glauben…;D

    angesichts der tatsache, dass selbst unsere neue schwarz-gelbe koalition den klimawandel bekämpfen will(oder das zumindest so darsellt),
    sollte man sich irgendwann vielleicht doch überlegen,ob man mit einer krampfhaften leugnung desselben nicht doch in einer arg naiv-bequemen einstellung feststeckt…

    der klimawandel ist menschengemacht,und von menschen muss er auch bekämpft werden, wenn unsere nachkommen eine lebenswerte welt erben sollen.

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