17 Kommentare
  1. Jede Medallie hat zwei Seiten. Ich finde es nicht verwerflich, dass ein 80-jähriger seine Rente auch durch die Tantiemen seines One-Hit-Wonders als 18-jähriger bestreiten können soll. Auch die Übertragung der Rechte auf seine Erben halte ich für gerecht.
    Ich mutmaße mal, dass die meisten Gegner der Schutzfristverlängerung keine Urheber, sondern nur Konsumenten geschützter Werke sind. Ich kann sie verstehen, denn auch ich bin – neben meiner Position als Urheber – ein Konsument. Doch ich finde, dass man den Lobbyismus der Medienindustrie – und den mag ich ebenso wenig wie die meisten Leser – nicht gegen berechtigte Interessen der Urheber brechen soll.

    1. @heavy&metal

      Da war ich etwas schluderig in den Bezeichungen. Es geht hier um ein verwandtes Schutzrecht, das nicht das Urheberrecht der Komponisten und Texter betrifft. Aber volkstümlich kann man das schon als Urheberrecht bezeichnen. Schließlich hat Hendrixs „All Along the Watchtower“ doch eine gewisse Schöpfungsleistung gegenüber Dylans. Ohne hier Dylans Leistung schmälern zu wollen.

  2. Ich finde, innerhalb von 50 Jahren kann man genug mit Musik genug Geld verdienen. Entweder danach schwelgen nur noch ein paar Fans in der Musik, und die besitzen die dann sowieso, oder das Lied ist ohnehin ein Klassiker, und ich finde, dass man die dann ohne Probleme sowieso vom Urheberrecht befreien sollte.
    Ich finde jedenfalls, dass sich ein Künstler innerhalb von 50 Jahren weiterentwickeln sollte. Dann wäre diese Diskussion auch kein Problem.

  3. Ich versteh nur eins nicht, warum werden Menschen die sich für Musiker halten aktiv.
    Gegen solche kapitalistische perfide Auswüchse, ist die Schweinerippe ein Witz.

  4. da meines Wissens nach der Großteil der Musiker ihre Rechte komplett an ihr Label abtreten, scheint es auch klar wer hier genau einen längeren Urheberrechtsschutz fordert.

  5. Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Es geht hier nicht um Urheberrecht, sondern um Copyright, also Vertriebsrecht. Die ausführenden Künstler („performing artists“) erhalten aus den neuen Einnahmen auch nur 20%, der Rest geht an die Konzerne. Ich hab das früher schon erklärt:
    http://11k2.wordpress.com/2009/04/26/eu-beschliesst-finanzspritze-fur-musikkonzerne-copyrightverlangerung/
    http://11k2.wordpress.com/2009/01/20/verlangerung-fur-copyright-an-aufnahmen/

  6. Die ausführenden Künstler kriegen beim Vertriebsweg „Internet“ also z.B. itunes etc. eigentlich 0 % der Urheberverwertungsanteile z.B. durch die Gema. Auch wenn die Gema dagegen jetzt vorgeht.

    Bezüglich der Auswertung seitens der Labls ist bei einem guten Internetlabel Deal aber mehr drin als nur 20 % wie bei der physischen Vermarktung (also z.B. CDs).

    Das sind unsere Erfahrung als kleines Label.

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