Generell

NRW-Verfassungsschutz setzt auf Comics

Was es nicht alles gibt: Der NRW-Verfassungsschutz hat ein Angebot für Jugendliche, wo mit Hilfe von Comics „zielgruppen-gerecht“ vor Links- und Rechtsextremismus, sowie Islamismus gewarnt wird.


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Hier ist z.B. Teil 3 „Linksextremismus – Voll die Randale“ als 12 MB großes PDF in der mittleren Auflösung.

Wie schon in den ersten beiden Heften, setzt sich Andi in Heft 3 für Demokratie und gegen Extremismus ein. Diesmal müssen er und seine Freunde (Ayshe, Murat, u.a.) mit ansehen, wie ihr Freund Ben in die linksautonome Szene abdriftet. Am Ende sind alle geschockt, was aus Bens guten Absichten wird: bei einer Demonstration gegen Rechtsextremisten (hier gibt es ein Wiedersehen mit Eisenheinrich und Magda aus Heft 1 als autonome Nationalisten) sieht Ben die Zerstörungswut von militanten Linksextremisten und erkennt, dass dies nicht der richtige Weg sein kann.

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41 Kommentare
  1. Ich finde diese Islamfeindlichkeit langsam beängstigend. Wahrscheinlich ist das der Probelauf zur Einführung der flächendeckenden Zensur.

    Und nach dem Islamismus wird das nächste unliebsame „Thema“ ausgesperrt und angeprangert.

    Genauso wie beim Rechtsextremismus sind NICHT alle Islamisten böse. Solange die z.B. nur der Meinung sind oder die Ansicht vertreten, ABER NIEMANDEM schaden sehe ich kein Grund es wem verbieten zu wollen.

    Btw. welche Partei ist ganz rechts wenn die NPD weg ist/wäre? ;)

  2. @Simon: Entschuldige Bitte, aber lies dir doch mal jeweils die ersten zwei Sätze der Wikipedia-Artikel zu „Islamismus“ und „Rechtsextremismus“ durch, um zu verstehen, warum beide Gruppen sehr wohl „böse“ sind.

    Wer die Gleichheit aller Menschen in Frage stellt, egal ob religiös motiviert oder politisch, ist gefährlich für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, ganz gleich, ob er das in Taten umgesetzt hat oder (noch) nicht.

    Islamismus (ungleich: Islam) ist kein „Thema“, sondern eine gefährliche Ideologie, da er kompromisslos unsere Staatsform ablehnt.

    Daher gehören beide Ideologien, wo sie einem auch begegnen, sehr wohl „angeprangert“.

    Schade, dass dieser Kommentar bisher hier so unwidersprochen stehen darf

    Über Mittel und Wege des anprangerns, kann man dann ja nochmal streiten, ebenso über dieses Comic.

  3. @3/Chefkoch:
    Ich denke beim Islamismus und bei den Rechtsextremisten gibt es sowohl „anständige“ Menschen die an sich harmlos sind, ihre Meinung zwar vertreten, aber gewaltlos. Und die Kandidaten die am liebsten sofort losprügeln gibts leider auch bei beiden Seiten.

    Ich differenziere für mich persönlich zwischen gewaltbereiten Menschen und denen die weniger gewaltbereit sind. Daher sind für mich weder alle Rechten böse, noch alle Islamisten.

    Und wenn ich das mal so sagen darf: Es gibt auch eine Menge Christen die unsere Staatsform nicht sehr zu mögen scheinen und jeden tag aufs neue einen großen Haufen auf das Grundgesetz und die Verfassung (haben wir denn wirklich eine? ;)) machen.

  4. Zitat:

    Wer die Gleichheit aller Menschen in Frage stellt, egal ob religiös motiviert oder politisch, ist gefährlich für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, ganz gleich, ob er das in Taten umgesetzt hat oder (noch) nicht.

    Okay, aber wenn wir den Islamismus verteufeln ist das in Ordnung?

    Dein Argument wendet sich komplett gegen dich!

    Früher waren es Juden, heute sind Islamisten mit denen die Einschränkungen der Bürgerrechte begründet werden. Warum soll ich Menschen, oder ganze Gruppen von Staatswegen her hassen, ohne sie zu kennen?

    Wenn Deutschland so eine Ideologie vertritt, kann ich Deutschland nicht vertreten.

    Greetz,
    GHad

  5. „Islamismus (ungleich: Islam)“

    Gerade dieser Gedankengang scheint mittlerweile für viele nicht mehr möglich zu sein und wird ins Gegenteil verkehrt:
    Islam gleich Islamismus

  6. @GHad/10

    Lies den Beitrag von Chefkocher bitte noch einmal, denn du hast ihn offenbar nur „überflogen“.

    @Simon
    Deiner Unterscheidung zwischen gewaltbereiten und nicht gewaltbereiten Vertretern solcher Ideologien kann ich nicht zustimmen. Selbst wenn die nicht gewaltbereiten Vertreter keine ideologischen Brandstifter sind, ist ihre Sympathie mit der Sache eine Bestätigung für eben jene, die auch zur Gewalt greifen.

    Und was das Thema „Haben wir denn eine Verfassung ?“ betrifft: Ja, wir haben eine Verfassung. Die einzigen, die das noch nicht begriffen haben sind in KRR Kreisen unterwegs.

    Ciao
    Kasimir

  7. Also ich find den Comic recht gelungen. Er ist eine äußerst präzise Beschreibung der Vorgänge innerhalb linker Szenekreise. Ein bisschen hält er auch den Spiegel vor, so dass sich jeder selbst ein Bild machen kann. Vor allem zeigt der Comic, dass Leute die sich irgendwie innerhalb solcher linker Kreise bewegen nicht alle in einen Topf geworfen werden dürfen. Auch dort gibt es große Unterschiede, was z.B. Gewaltbereitschaft etc. angeht.

  8. Bitte lesen, darüber nachdenken und dann noch einmal so etwas wie „es gibt auch harmlose Rechtsextreme“ schreiben.

    Natürlich hat jeder Mensch das Recht, einer rechtsextremen oder islamistischen Ideologie zu folgen.
    Aber ein Demokrat hat auch das Recht, dagegen zu sein und solche Ideologien abzulehnen.

    Immer daran denken:
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Artikel 1 (1) GG)

  9. @Simon

    Der Punkt mit den Christen mag stimmen.

    Einigen wir uns darauf, dass du einen Unterschied zwischen rechtsorientierten und rechts-extremistischen Personen ziehst? Dies tue ich persönlich nicht, sei dir aber zugestanden. Nochmal: lies dir bitte die Definition von Extremismus durch.

    @GHad
    Genauso muss man unterscheiden zwischen Moslem und Islamist. Das eine ist eine Religion, das andere eine extremistische Ideologie. Dein Vergleich von Juden mit Islamisten greift da die gleichen Vorurteile wie im dritten Reich auf.

    Und ich gebe dir auch recht, dass man Feuer nicht mit Öl bekämpfen kann. Wer versucht, Menschen, die unsere Bürgerrechte wegnehmen wollen (Islamisten) mit der Einschränkung von Bürgerrechten zu bekämpfen, hat schon verloren. Das schöne and Deutschland ist doch, dass jeder seiner Religion nachgehen kann, wie er möchte, sofern er nicht die Rechte anderer verletzt.

    Das sollte erhalten bleiben.

  10. @Chefkocher/17

    Verstehe mich bitte nicht falsch aber ich glaube du bist da vielleicht etwas zu panisch ;-) Der Beitrag von Simon war von 23:30 und deine Antwort von 0:50, das ist für mich keine echte Zeitspanne. Vor allem ist das keine Uhrzeit bei der man damit rechnen muß, daß zig Nutzer noch mal im Blog vorbeischauen und in den Kommentaren antworten.

    Ciao
    Kasimir

  11. Guten morgen alle,

    um nochmal klar zu stellen was ich meine:
    Von mir aus kann und darf jeder denken was er will, egal aus welchem Land er kommt, welche Religion er hat, usw.

    Von mir aus kann jemand Rechts sein und alle Ausländer hassen, solange er NICHTS TUT ist mir das sch****egal. Sobald er/sie aber einen Anschlag verübt, einen Ausländer zusammenschlägt oder irgendwie demütigt oder sonstwas unfeines tut ist es NICHT mehr in Ordnung.

    Genauso mit dem Islamismus. Jeder kann die Ideologie vertreten die er/sie mag. Solange die Personen keine Anschläge verüben (und auch nicht die Gefahr besteht das sie es tun) ist es mir persönlich egal. Denken/Meinen kann jeder was er will.

    Wir leben doch in einer Demokratie. Sollten wir daher nicht in der Lage sein Menschen mit solch anderen Meinungen/Gedanken zu akzeptieren/tolerieren, auch wenn wir die Meinungen/Gedanken nicht nachvollziehen können? In meinen Augen ist nämlich das der große Unterschied zu den ganz extremen Rechten und Islamisten die sehr wohl gewaltbereit sind und/oder auch (Selbstmord)Attenate verüben.

    Und jeder Mensch hat genauso das Recht zu über die USA und die Zwangsdemokratisierung im Irak und in Afghanistan zu denken.

    Gewagte Behauptung: Wer sagt denn das der Westen Recht hat? Und das die Demokratie wirklich die allerbeste Regierungsform ist? Was ist denn wenn anderswo Menschen zufrieden sind, z.B. in einer Diktatur? Schwer nachzuvollziehen, klar, aber was wäre wenn es so wäre?

    Davon ab ist eine Demokratie nur sinnvoll solange die Menschen sie wirklich wollen, nutzen und die Demokratie echt ist. Das Wollen und Nutzen erkennt man z.B. an der Wahlbeteiligung, was bringt eine Demokratie mit extremen 10% Wahlbeteiligung wo dann noch 9% der Stimmen gefälscht sind?

    Ich bin gegen jede Art von Gewalt, Krieg, Folter, usw. Die USA sind doch das beste Beispiel dafür, wieviel Platz diese Dinge in einer Demokratie haben. Gestohlenes Land, wo die Indianer vertrieben wurden. Und die wollen uns erklären was gerecht und richtig ist?

    Achtung, noch eine Frage zum Nachdenken:
    Was für eine Demokratie ist das, wo die USA SWIFT-Daten einfordern können ohne was dafür zu geben und die EU nach der Nase der USA tanzt und so tief im Arsch der USA steckt, das es schon fast eine Diktatur sein könnte, da man ja eh macht was der große Chef befiehlt?

    In meinen Augen haben viele viele viele Menschen, jeglicher Religion, politischer Ausrichtung und Herkunft noch ganz große Defizite im Akzeptieren anderer Meinungen und Ansichten.

    Und für die die meinen (echte) Skinheads = Nazis:
    http://www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de

  12. Gewalteinsatz ist nicht der Punkt, sondern die Stützung unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung. Zu ihrer Verteidigung ist Gewalt notwendig und angebracht, sei es in Form von Staatsgewalt (Gewalt im Monopol des Staates) oder im besonderen Ernstfall private aufgrund der grundgesetzlichen Ermächtigung bzw. militärische Gewalt im V-Fall.

    Wie Gewalt eingesetzt werden soll, darüber gibt es gesellschaftlich divergierende Auffassungen bei uns. Da stimme ich wohl nicht mit einem Pazifisten überein. Das Keine-Gewalt Gerede, der dumme Slogan von Leipzig, ist immer nur vor dem Hintergrund zu sehen, dass eine gewaltfreie Durchsetzung einer freiheitlich-demokratischen Ordnung möglich ist, und im Falle Leipzigs möglich war und zur Abwicklung der Ostzone führte.

    Die Unterwanderung Deutschlands durch den Islam ist sicherlich eine Bedrohung für unsere Freiheit, sobald diese Kräfte nach politischer Macht streben und unsere Gesellschaftsordnung fundamental in Frage stellen. Das Abendland ist definiert als die Verteidigung gegen den Islam, das ist die Essenz europäischer Kultur. Jerusalem und Konstantinopel sind aufgrund der militärisch und kulturell aggressiven islamischen Kultur gefallen, einer Kriegsreligion. Spanien wurde rückerobert, mit den Osmanen schlug man sich bis vor Wien.

    Der Islamismus ist die offensichtliche, gewaltbereite Speerspitze. Gefährlich ist aber die schleichende Islamisierung des öffentlichen Lebens und damit die Gefährdung unserer kulturellen, aufgeklärten Werte, die womöglich wie das Kaninchen zur Schlage hoppeln.

    Es bedarf einer neuen Kultur des Kreuzzuges um die Sicherheit des jüdischen Volkes zu bewahren und einer Missionierung der Anhänger dieser unterdrückerischen Religion Muhammeds, die als Antithese gegen unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung steht. Nicht im religiösen Sinne, sondern im Sinne der Aufklärung. Es muss nicht gewarnt werden im Sinne rassistischer Abgrenzung, sondern den Anhängern muss der aggressive bürgerrechtsfeindliche Charakter der Islamideologie bewusst gemacht werden. Bismarck hat im Kulturkampf das gleiche mit dem Katholizismus vorgemacht, und die 5. Kolonne des autoritären Papismus und seine Soldaten zur Mäßigung gebracht. Katholiken wie Franco zeigten, was passiert, wenn man statt dessen die Religion gewähren lässt. Der Katholizismus findet zu seiner höheren Form im Faschismus. Es ist auch kein Zufall, dass die Täter der „Endlösung“ Katholiken waren und nach dem Krieg vom Vatikan in Sicherheit gebracht wurden. Noch in säkularisierter Form zeigt sich die ideologische Gefahr der Religion, die man nicht unterschätzen darf.

    Deshalb müssen wir mit einer Religion wie dem Islam vorsichtig sein, bei dem Vernichtung der Andersgläubigen im Programm steht. Eine organisierte Islampartei in Deutschland wäre eine Katastrophe, wir sehen ja schon was der rheinische Katholizismus mit unseren Grundwerten macht. Erst 1453 fiel Konstantinopel. Wie viele Christen gibt es heute in der Türkei?

  13. @Andre

    Nunja, abgesehen davon, daß du hier einfach mal Islamismus und den Islam unverhohlen gleichsetzt ist es nicht wirklich schwer zu erkennen wessen Geistes Kind du bist.

    „Das Abendland ist definiert als die Verteidigung gegen den Islam, das ist die Essenz europäischer Kultur.“

    Wie kommst du auf so einen Quark ? Ich finde es schon interessant zu sehen, wie jemand an Stelle von Errungenschaften wie säkulare Gesellschaften, demokratische Institutionen etc. ausschließlich ein Abgrenzungskriterium zum Fremden zur Definition der eigenen Identität erhebt.

    „Jerusalem und Konstantinopel sind aufgrund der militärisch und kulturell aggressiven islamischen Kultur gefallen, einer Kriegsreligion. Spanien wurde rückerobert, mit den Osmanen schlug man sich bis vor Wien.“

    Schön, daß du in der nahen Vergangenheit nach Beispielen gesucht hast. Sich selektiv auf historische Ereignisse zu beziehen (bei denen übrigens weitaus weltlichere Gründe ausschlaggebend waren) ist billig.

    „Deshalb müssen wir mit einer Religion wie dem Islam vorsichtig sein, bei dem Vernichtung der Andersgläubigen im Programm steht.“

    Ich merke, du hast den Koran offenkundig genauestens studiert. Es gibt ein interessantes Projekt namens Corpus Coranicum, dass du dir vielleicht mal ansehen solltest.

    Auf den restlichen Kram von dir zu antworten erspare ich mir, da du dich hier eh schon selbst diskreditiert hast.

    Ciao
    Kasimir

  14. @Andre:
    Das war mit Abstand das Dümmste, was ich in den letzten vier Wochen gelesen habe, chapeau!
    Mein absolutes Highlight aber:
    „wir sehen ja schon was der rheinische Katholizismus mit unseren Grundwerten macht.“
    Oh ja, diese Katholiken. Predigen einfach so Nächstenliebe, engagieren sich für soziale Gerechtigkeit, organisieren Alten- und Krankenpflege, sorgen sich um Kinder oder Behinderte, rufen zu Frieden und Versöhnung auf – wo kämen wir denn hin, wenn das jeder täte!?

  15. @20/Andre:
    In den Punkten stimme ich dir natürlich zu. Eine Unterwanderung ist genauso wie Gewalt (für mich) nicht akzeptabel. Ich nehme an das Chefkoch und ich uns somit nur missverstanden haben.

    Wobei ich auch bei einigen „demokratischen“ Parteien das Gefühl habe das sie uns unterwandern. :(

  16. Comics sind politisch, wenn sie nicht versuchen, politisch zu sein. Superman, Wonder Woman und weitere sind als eine Emigration in die Comic-Welt zu lesen, um der Realität und der gefühlten Ohnmacht eine jüdische Alternative entgegenzustellen, die gezeichnete Utopie des Nicht-Ausgeliefert-Seins.

    Ein sich dezidiert als politisch aufmachender Comic ist in diesem Sinne immer schon eine Tautologie und weil er sich dessen bewusst ist, distanziert er sich von dem Zwischenraum der Zeilen und legt seinen Bedeutungsinhalt in jedes gedruckte Wort und in jedes noch so schlecht gezeichnete Bild. Genau deshalb kann „Andi“ nichts anderes machen, als in Klischees zu verbleiben. Analyse ist da unmöglich. Politische „Bildung“, wenn man so will, gerät zwangsläufig zur Farce.

    Unter anderem deswegen ist der Comic auch extrem peinlich und kein Abbild der Realität, sondern deren klischeehafte Reproduktion.

  17. @Andre,

    Ich denke gerade diese Scheinheiligkeit der Gewaltbereitschaft wird in diesem Comic recht deutlich. Auch wenn ich nichts von gewaltsamer Durchsetzung von politischen Zielen halte ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch unsere Regierung etwa militärisch in andere Länder eingreift um politische Veränderungen durchzudrücken. So etwas wird in Kontext der Gewaltfrage gerne unterdrückt.

    Zum Islam: Wenn du dir das alte Testament und damit auch dir Tora/Tanach anschaust wirst du auch feststellen, dass beides Religionen sind bei denne die Vernichtung andersgläubiger im Programm steht.

    Das entscheidende ist doch die Säkularisierung der Gesellschaft und die Trennung von naiven Weltvorstellungen basierend auf religiösen Schriften. Wir sind hier in der westlichen Welt zum Glück schon etwas weiter aber wie du schon richtig anmerkst ist das alles noch nicht wirklich lange her.

    Deswegen finde ich es falsch es auf den Islam im speziellen zu beziehen. Es ist ein grundlegendes Problem von den Monotheistischen Religionen, da die „Ein-Gott-These“ zwangsläufig zu Konflikten führt.

    Nur die Lösung von diesen Vorstellungen hin zu einem rein humanistisch geprägten Wertesystems kann hier wirklich Verbesserungen bringen. Da ist in vielen islamischen Glaubensgemeinschaften noch viel Nachholbedarf.
    Die Aufklärung hat hier den Anfang gemacht und solche Auseinandersetzungen sind in den bisherigen Machtstrukturen im nahen Osten bisher immer zerschlagen worden.

    Wie gesagt, ich finde es vermessen dem Islam das als gesonderte Eigenschaft zuzuschreiben. Es betrifft viele andere Religionen gleichermaßen (man denke etwa nur an die fundamentalistischen Christen in den USA) und ergibt sich strukturell aus dem Dogma der Religion. Nur das eben einige westliche Glaubensgemeinschaften eben säkularer sind und somit auch humanistischer geprägt. (Und beim Christentum die Nächstenliebe einen gesonderten Stellenwert hat.)

  18. @simon:

    schön, dass Du unterscheidest zwischen privater Ideologie und Gewalt. Aber menschenverachtende Ideologie bleibt auch ohne die Baseballkeule gefährlich. Selbst wenn einer nicht selbst zum Stein greift, aber zb hetzt und ggf. zur Gewalt aufruft ist es imho trotzdem nicht ok.

  19. Für alle, (vor allem @simon) die mehr als ein Comic lesen wollen, hier eine Buchempfehlung, was totalitäre Ideologien (und dazu gehört der Islamismus) anrichten und wie sie die Freiheit aushöhlen:
    Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (2 Bände)

  20. Finde ich gut.

    Links- und Rechtsextreme sehen sich ja gerne als ach-so-unterschiedlich, auf auf den relevanten Dimensionen „Gewaltbereitschaft“, „Extremismus“, „Dialogunfähigkeit“ et cetera. treffen Sie sich aber.

  21. „Nazis solidarisieren sich mit anderen AntisemitInnen, daher finden sie Palitücher geil…“

    Ja wer sagt denn, dass Nazis zwangsweise Antisemiten sind? Es gibt auch Nazis, die keine Rassisten sind, was sie nicht minder gefährlich macht. Rassismus, Nationalismus, Katholizismus und Antisemitismus ist nur ein kleiner Teil des Ideologiespektrums, was die Naziideologie als „Volkspartei“ im Laufe der Geschichte mal absorbiert hat wie so ein Schneeball. Über Vegetarismus, Homöopathie, usw. hinaus gibt es zahlreiche Kruditäten. Das mit dem Antisemitismus kommt doch alles durch den Islam in die europäische Kulturgeschichte, dieser ganze Feindschaft gegen die Religion und die Synthese mit der Politik. Man lese die zweite Sure. Im Abendland standen sich Kaiser (weltliche Macht) und Papst (geistliche Macht) als Opposition gegenüber, das waren die beiden Pole, nicht ethnische Kategorien der Menschen.

    Wohlgemerkt bei den Moslems wurde zunächst nicht so sehr zwischen Christen und Juden differenziert, das ist ihre besondere „Toleranz“, vor dem Propheten sind beide Ungläubige und mit dem Schwert zu bekämpfen. Mohammed hat gleich damit angefangen.

    Ich find’s ja auch so totaal oberflächlich sich an Palitüchern festzuhalten. Diese Tücher sind nämlich extrem praktisch. Eine geniale Erfindung.

    Mal in die Geschichte schauen und genau recherchieren, zum Beispiel zur Wilmersdorfer Moschee. Da findet man in den Archiven wunderliche Sachen.

    Natürlich ist der Monotheismus immer an sich intoleranter als ein Polytheismus.

  22. @ Andre: Das der Antisemitismus ein Kernpunkt der NS-Ideologie war willst du abstreiten? Lies bitte mal „Mein Kampf“ oder schau in ein Geschichtsbuch. Als nächstes leugnest du wahrscheinlich den Holocaust.

    Mir scheint deine deutsch-nationale Einstellung ist ein wenig faschistisch.

    Alerta Antifascista!

  23. @Jan: Nein. Lesen. Nachdenken. Nochmal Lesen. Aha! Das Thema erfordert Gründlichkeit statt Oberflächlichkeit der Betrachtung.

    Ich habe deutlich gemacht, dass Naziideologie ohne Antisemistimus denkbar ist und nicht minder abzulehnen. Ich halte Antisemitismus nicht einmal für einen essenziellen Bestandteil. Naziideologie ist keine geschlossene Weltanschaung sondern eine Art schmutziger Schneeball von rechten „Versuchen“ des Zeitgeschmacks, insbesondere in der Werbephase wurde alles mögliche mitgeschleift.

    Was heutige ‚Nazis‘ politisch wollen ist weitgehend diffus. Es kommt auch darauf an, wen man so bezeichnet oder wer sich so selbst bezeichnet.

    Ich verwende im übrigen grundsätzlich nicht den Begriff Holocaust sondern spreche von der Shoa.

  24. Frag mich blos, wann die auch einen Comic über Rechtspopulismus rausbringen. Dieser versucht sich ja ständig von Hitler & Friends zu distanzieren, ist in seinen Grundideen dem Nationalsozialismus 1.0 aber auch wieder ziemlich ähnlich.

  25. diese comics diskriminieren minderheiten. sie werden alle in einen topf geschmissen. wo soll das hinführen? gleichschaltung? werden die menschen von den machteliten verblendet? ich würd sagen das ist ganz schön offentsichtlich!

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