Technologie

Markenrechts-Streit um Smartbook

Die deutsche Firma Smartbook besitzt die Markenrechte an dem Namen in Deutschland und geht jetzt gegen die Nutzung vor. Zuerst wurde der US-Firma Qualcomm untersagt, den Begriff in Deutschland zu nutzen. Heise berichtete darüber: Marken-Ärger ums Smartbook.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Unterdessen will die Smartbook AG die Verwendung des Begriffs auch über den Rechtsstreit mit Qualcomm hinaus unterbinden. „Wir haben zum Schutz unseres durch die Qualcomm-Werbung gefährdeten Unternehmens und unserer Marken alle Anbieter, die über unsere Marken aus unserer Perspektive unrichtig berichtet haben, anschreiben und um ausgewogene Berichterstattung bitten lassen“, erläutert Pick. Verschiedene deutsche Redaktionen erhielten in den vergangenen Tagen ein Schreiben von einer Kölner Kanzlei. In Namen der Smartbook AG fordern die Juristen die Journalisten auf, bei der Berichterstattung über Produkte, „die nicht von unserer Mandantin stammen“, doch künftig bitte auf die Verwendung des Begriffs zu verzichten und bisher veröffentlichte Artikel zu „modifizieren“ oder „aus Ihrem Internetangebot zu entfernen“.

Netbooknews.de berichtet nun: Smartbook AG zensiert das Internet fuer deutsche User.

„Internetseiten der Qualcomm Inc. wie u.a. www.hellosmartbook.com und Internetseiten der deutschen Niederlassung Qualcomm CDMA GmbH, die auf us-amerikanische Seiten der Qualcomm Inc. verweisen, wurden bereits für Nutzer mit deutscher IP-Adresse gesperrt“, so Dirk Pick, Vorstand der Smartbook AG.

Wenn man bei Google die Suchbegriffe „Qualcomm + Smartbook“ eingibt, findet man zwar Verweise auf Seiten auf qualcomm.com. Aber wenn man drauf klickt, kommt nur die Qualcomm-Startseite. Der Google-Cache zeigt noch den Inhalt der Seiten mit dem Stand vom 25. Juli an. Ich gehe mal davon aus, dass Smartbook keine Sperrverfügungen an deutsche Provider gestellt hat, sondern Qualcomm deutsche IPs einfach auf die Startseite umroutet.

Auch wenn der Zensur-Vorwurf in diesem Fall falsch sein wird, lohnt es sich für die Hintergründe Netbooknews zu lesen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.