Die „Cloud“ wird als Idee seit einigen Jahren von vielen Unternehmen als die große Zukunft verkauft. Dabei sollen viele Probleme gelöst werden: Die Daten sind immer verfügbar (Wenn das Netz funktioniert) und vor allem sind die Daten sicher, wenn man wieder mal einen Virus auf der Festplatte hat. Dass es bei dem Konzept einige Datenschutz-Bedenken gibt, weil man teilweise sein ganzes Leben an ein Unternehmen auslagert, indem man die eigenen Termine, Kontakte und Notizen darüber verwaltet, blenden viele aus. Eine große Kampagne zur Bewusstseinsschaffung für die Risiken des Cloud-Konzepts hat T‑Mobile nun in den USA etwas unfreiwillig gestartet.
In den USA wird der Sidekick-Service durch T‑Mobile vertrieben. Das Sidekick ist ein kleines SMartphone, über das man Termine, Notizen und Kontakte verwalten kann. Die werden in der Cloud abgespeichert, in einem Datencenter der Microsoft-Firma „Danger“. Zumindest wurden sie das, denn von vielen Kunden sind die Daten jetzt verschwunden. T‑Mobile und Microsoft/Danger entschuldigten sich jetzt für den Vorfall. Ein Serverfehler sei Schuld, vielleicht könne man noch etwas retten. Na denn. Auf der Skala der möglichen Daten-GAUs liegt dieser Fall ziemlich weit oben. Und wirft vielleicht wieder etwas mehr Aufmerksamkeit auf den Trend, sein ganzes Leben in den Daten-Centern von irgendwelchen Firmen abzuspeichern. Was dann doch nicht so problemlos und zufriedenstellend sein kann.