Datenschutz

Britische T-Mobile-Mitarbeiter verkauften Kundendaten

In Großbritannien haben Mitarbeiter von T-Mobile Vertragsdaten von tausenden Kunden an Adresshändler weitergegeben, berichtet die BBC. Die Zwischenhändler verkauften die Datensätze an Konkurrenzunternehmen, welche die betroffenen Kunden dann vor Ablauf ihrer Verträge mit T-Mobile anriefen, um sie zu einem Anbieterwechsel zu überreden.


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T-Mobile gibt an, von dem Kundendaten-Handel zuerst nichts mitbekommen, sich aber nach der Entdeckung an den obersten Datenschützer des Vereinigten Königreichs, Christopher Graham, gewandt zu haben. Der nennt den Datenschutz-GAU den „größten seiner Art“. Er fordert als Konsequenz des Falls härtere Strafen für Datenschutzvergehen:

The existing paltry fines… are simply not enough to deter people from engaging in this lucrative criminal activity. The threat of jail, not fines, will prove a stronger deterrent.

Anfänglich hatte Graham im Übrigen mit T-Mobile vereinbart, den Namen des Unternehmens nicht zu nennen. Erst, als nach einem BBC-Bericht über den Fall nacheinander alle großen Konkurrenten des Mobilfunk-Anbieters verneinten, etwas damit zu tun zu haben, gestand T-Mobile den Schaden öffentlich ein. Es erstaunt, dass sich der oberste Datenschützer des Landes auf eine derartige Geheimhaltung einlässt – man sollte erwarten dürfen, dass Graham in seiner Position zuerst an die betroffenen Kunden denkt. Und die sollten erfahren, dass ihre Kundendaten verkauft wurden.

(via)

11 Kommentare
  1. Toller Datenschützer, Respekt!

    Geht doch wie immer nur ums Geld. T-Mobile wird nen erhobenen Zeigefinger sehen, vielleicht 100.000 Euro/Pfund/Dollar/was auch immer an Strafe zahlen und nichts ändern, so wie üblich…

    1. @Simon:
      Ähm, hast Du das überhaupt gelesen oder nur mal eben schnell mit Suchmuster „Datengau, $Firmenname“ überflogen?

      Die Mitarbeiter haben T-Mobile betuckt und nicht T-Mobile die Kunden!!

  2. Oh, mein Fehler.

    Bei heise ist im Bericht von 5000 Pfund die Rede. Also das wird T-Mobile ja richtig weh tun und die machens nie wieder, bei solch drastischen Strafen…

  3. Die Mitarbeiter haben Kundendaten von T-Mobile gestohlen. T-Mobile will davon erst nichts gewusst haben (Oh Wunder) und hat dann mit dem Datenschützer vereinbart das dieser den Namen geheim hält.

    Und nun soll T-Mobile 5000 Pfund zahlen, aufgrund des Verstoßes.

    Das habe ich gelesen, bzw. so habe ich es verstanden.

    1. Dann solltest Du das aber noch mal in Ruhe und gruendlich lesen.

      Davon dass T-Mobile die 5000 Pfund zahlen soll steht nirgends bei Heise. Das ist generell die Hoechststrafe die fuer Datenschutzvergehen moeglich ist. Dies waere die Strafe die fuer die Mitarbeiter die die Daten verkauft haben verhaengt werden kann.

      Der Datenschutzbeauftragte fordert ja grade diese Strafe hochzusetzen, ihm ist gesetzlich einfach nicht mehr erlaubt.

      Warum genau der Name urspruenglich nicht veroeffentlicht werden sollte ist auch nicht 100% klar, dies koennte auch gewesen sein um ein laufendes Ermittlungs- oder Strafverfahren nicht zu beeinflussen.

  4. Ich habe den Artikel so interpretiert, das Mitarbeiter die Daten verkauft haben. Also NICHT T-Mobile! Dann frag ich mich warum T-Mobile eine Strafe zahlen muß und nicht die Täter?
    Und die Konkurrenz sagt Sie hätten damit nichts zu tun. Stellt sich mir die Frage welcher Konkurrent hat dann die Daten gekauft? Der müsste meiner Meinung nach erstrecht eine dicke Strafe bekommen. Denn er muß gewußt haben was das für Daten sind, schließlich sind ja wohl die Informationen über die Vertragslaufzeit enthalten gewesen.

  5. Toller Datenschützer, Respekt!

    Geht doch wieder immer nur ums das liebe Geld. T-Mobile wird ,vielleicht nur eine große Geldstrafe bezahlen müßen so um die 100.000 Euro/Pfund/Dollar/.
    Was auch immer für eine milde Strafe sie bekommen nichts ändern, so wie üblich bei einen solchen Unternehmen wie die T – Mobil.
    Diese unternehmen haben halt das geld dafür sich frei zu kaufen und nicht wie die anderen Bürger die das nicht könnten weil sie das geld dafür nicht aufbringen könnten.

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