Commons sind unser und wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt

Am 20. November fand in Berlin das vierte interdisziplinäre politische Salongespräch “Zeit für Allmende” der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Im Salon wird die Idee der Commons (Gemeingüter/Allmende) als Paradigma diskutiert, das Nachhaltigkeitsdebatte, Gerechtigkeitsfragen und die Diskussion um die Wissensgesellschaft verbindet. Die zentrale These ist: Commons sind unser und wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Themen waren dieses Mal Regulierungsformen und Institutionen für Gemeingüter. In den beiden Impulsreferaten wurden Aspekte des Commonsmanagements für die Bereiche der natürlichen Ressourcen und des sozialen und kulturellen Wissens erörtert.

Rainer Kuhlen formuliert beispielsweise, dass sich die wichtigsten Initiativen angesichts des Marktversagens und staatlicher Unwilligkeit einer Steuerung zugunsten der Commons, jenseits von Markt und Staat entwickeln – aus der Zivilgesellschaft heraus (Open Source, Open innovation, Creative Commons, Open access:) Deswegen ist auch newthinking mit von der Partie.

„Open Access ist eine Form der Wiedereinsetzung der common property rights durch die Zusicherung des offenen, freien (gratuit et libre) Zugriffs u den das Commons Wissen repräsentierenden Informationsobjekten.“

Die Mitschnitte:

Silke Helfrich, Heinrich Boell Stiftung

Rückblick und Zusammenfassung der vorangegangenen Salongespräche, Anmoderation (3,3 MB, ogg)

Prof. Dr. Rainer Kuhlen:

Impulsreferat: Wissensallmende – Eigentumsformen, Steuerungsmechanismen
und Geschäftsmodelle auf dem Weg zur Wissensökologie (18 MB, ogg)

Prof. Dr. Wolfgang Sachs:

Impulsreferat: Institutionen der sozialen und natürlichen Allmende (23 MB, ogg)

Ausführliche Dokumentation gibt’s demnächst im Commonsblog.
Die Dokumentation der vorangeganenen Gespräche findet sich ebenfalls im Commonsblog.

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