Öffentlichkeit

Heute auf Phoenix: „Daten, Daten, Daten – Das Ende der Privatheit?“

Heute gibts um 22.15 Uhr eine Diskussion auf Phoenix im Rahmen des WissenschaftsFORUM Petersberg mit dem Thema: „Daten, Daten, Daten – Das Ende der Privatheit?“


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Bonn (ots) – Ob wir mit der Payback-Karte einkaufen, telefonieren, an einem Preisausschreiben teilnehmen oder im Internet surfen, überall hinterlassen wir Datenspuren. Millionen Deutsche sammeln per Kundenkarte Punkte, Meilen oder Digits – und geben dabei sorglos ihre Daten preis. Sie sparen durchschnittlich ein Viertel bis drei Prozent. Im Gegenzug speichern die Betreiber Angaben, die für den Rabatt gar nicht nötig wären. Ihr Ziel: maßgeschneiderte Werbung. Jedes Jahr werden in Deutschland Milliarden mit dem Handel privater und geschäftlicher Daten verdient. Von Interesse sind dabei besonders Informationen über Lebensgewohnheiten und finanzielle Verhältnisse. Viele Unternehmen interessiert die konkrete Zahlungsfähigkeit eines jeden Kunden. Vor Abschluss eines Vertrages wenden sie sich zuerst an die „Schufa“, die „Schutzgemeinschaft für das allgemeine Kreditwesen“. Sie gibt Auskunft, ob ein Kunde verschuldet ist oder nicht. Ohne Wissen des Verbrauchers können so Kunden- und Konsumprofile erstellt werden. Spätestens seit den verhinderten Terroranschlägen in Deutschland brodelt die Debatte um Online-Durchsuchungen und eine schärfere Überwachung des Datenverkehrs im World Wide Web. Für das Internet gilt generell: Wer surft, wird erkannt – und das bereits bei der Einwahl. Gilt die Aussage: „Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, der braucht keinen Datenschutz“? Oder ist der Schutz unserer persönlichen Daten wichtiger denn je? Diese und andere Fragen diskutiert Ranga Yogeshwar mit seinen Gästen:

Prof. Johannes Weyer (Techniksoziologe, Universität Dortmund): Der Techniksoziologe befasst sich mit den gesellschaftlichen Folgen von Technik. Er ist Experte für Technikfolgenabschätzung.

Rainer Neumann (Vorstandsvorsitzender der „Schufa“): Die Schufa sammelt schon seit 1927 Daten zur Kreditwürdigkeit von Kunden. Rainer Neumann ist als Vorstandsvorsitzender oberster Wächter der Zahlungsmoral der Deutschen.

Dr. Thilo Weichert (Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein): Der Jurist vertritt als Datenschutzexperte für die Rechte der Bürger.

Dr. Wolfgang Sander-Beuermann (Leiter Suchmaschinenlabor, Universität Hannover): Suchmaschinen sind ein zentrales Instrument der modernen Informationsgesellschaft. Wolfgang Sander-Beuermann leitet die „Arbeitsgruppe Suchmaschinen“, die sich mit Theorie und Praxis von Google und Co. beschäftigt.

Wiederholung: Sonntag, 21. Oktober 2007, 17.00 Uhr.

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11 Kommentare
  1. Läuft gerade. Klasse Sendung. Da fragt man sich aber auch, ob das daran liegt, dass keine Politiker da sind oder warum die sich sonst gegenseitig ausreden lassen ;.)

  2. naja, ich fands ein bisschen kurz. Der Herr ganz rechts ohne Handy hat mir gefallen, ich wäre an der Suchmaschiene interessiert. Ansonnsten noch recht lobenswert, dass die alten Herren auch auf RFID zu sprechen gekommen sind. Ich las im SpiegelSpecial Nr.3/2007 das es Bürgerrechtler wohl nur knapp verhindern konnten, dass der Bekleidungskonzern Benetton solche Chips in Damenunterwäsche einnäht. Wie man das noch selber kontrollieren kann wie es die Herren prognostiziert haben wie es sich entwickeln soll ,,in den nächsten 20 Jahren“ steht in den Sternen…
    alles in allem aber fand ich noch auf recht niedrigem Niveau. Es war halt massengerecht aufgearbeitet. Trotz allem sehenswert

  3. Die Runde war zwar gut besetzt, aber irgendwie haben die Herren aneinander vorbeigeredet. Jeder der vier ritt auf seinem Thema herum, ohne auf die Beiträge der anderen richtig einzugehen. Zudem brach der Moderator die Diskussion immer dann ab, wenn es in die Tiefe zu gehen schien. Alles in allem fand ich es recht enttäuschend.

  4. Ich lese hier gerade etwas von Aufzeichnung. :)
    Habe großes Interesse, da ich die Sendung verpasst habe. Hat es geklappt das ganze Online zu stellen?

  5. zur Aufzeichnung –> :-(
    Wie ich schon schrieb: In Auftrag _gegeben_ (nicht selbst gemacht). Die Aufzeichnung umfasst leider nur 26 Minuten, die Sendung war aber viel länger. Sowas passiert, wenn man nicht alles selbst macht. Tut mir leid.
    Ich suche auch selbst gerade nach einer vollständigen Aufzeichnung. Mal bei Phoenix online gucken.
    @horst: Danke für die Links.

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