Wissen

Wissenschaftliche Monopolstrukturen durch Open Access bekämpfen

Es scheint auch noch Ministerinnen in Deutschland zu geben, die mitdenken können. Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Johanna Wanka, scheint eine solche zu sein, da sie heute auf der Berlin 4 Open Access Konferenz in Golm bei Potsdam, einer dreitägigen Konferenz im Albert-Einstein-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), sehr sinnvolle Worte über Open Access gesprochen hat: Informationsversorgung an den Hochschulen immer schwieriger zu erfüllen


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Preissteigerungen von 25 bis 30 Prozent jährlich als Folge monopolähnlicher Strukturen im wissenschaftlichen Verlagswesen könne sich allerdings auch ein reiches Land wie die Bundesrepublik nicht leisten, meinte Wanka. „Den Versorgungsauftrag, den eine Hochschule hat, kann sie immer schwieriger erfüllen“, warnt die Ministerin vor der „Gefährdung für den volkswirtschaftlichen Standort“. Hinzu komme, dass Wissen fast immer von der öffentlichen Hand finanziert wird. Der Staat finanziere einen großen Teil der wissenschaftlichen Forschung, bezahle die Gehälter der Autoren und müsse anschließend die Kosten für die Abonnements der wissenschaftlichen Zeitschriften aufbringen. „Eigentlich bezahlen wir die Publikation dreimal“, meint die Ministerin, deshalb sei für sie eine Kostenreduktion durch Open Access Publishing „unbedingt auch im Interesse der öffentlichen Kassen“.

Und als nächstes schauen wir uns nochmal die Urheberrechtsreform an, wie dort die Brigitte Zypries mitdenkt…

Ein Kommentar
  1. Dass die Veranstaltung 100 Euro kostet spricht nicht unbedingt "4 open access" … aber die Fahrtkosten wollen ja auch bezahlz werden :/

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