Generell

Urheber laufen Sturm gegen Abbau der Pauschalabgaben

Die Urheberverbände laufen Sturm gegen die geplante Herabsetzung der Pauschalgebühren beim Urheberrecht zugunsten der Geräteindustrie: Aktionsbündnis von Urhebern und Verlagen gegen „Raubbau“ an der Vergütungspauschale. Etwas verwundert reibe ich mir die Augen, dass die Urheber, welche in den letzten Jahren oftmals gegen privates Kopieren argumentiert haben, jetzt wieder ihre „Ja zur privaten Kopie„-Kampagne herauskramen. (Nicht zu Verwechseln mit Privatkopie.net!) Aber mehr Verbündete für die Privatkopie können echt nicht schaden.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Scharfe Kritik kommt auch wieder von den Grünen:

Gegen die anstehende Reform wettert erneut auch Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion: „Die Privatkopie faktisch abgeschafft, die Schulhöfe kriminalisiert, die Vergütung der Autoren zugunsten der Geräteindustrie beschnitten, Forschung und Lehre ausgebootet – ein Scherbenhaufen der Informationsgesellschaft wäre es, wenn das neue Urheberrecht so in Kraft träte, wie von der Bundesregierung bislang geplant.“ Wie die „schwammige“ Antwort der Justizministerin auf eine Anfrage der Grünen zeige, gebe es bei der Gerätepauschale „keine Rechtssicherheit“ mehr, während sich die Regierung gleichzeitig die Zukunft des wissenschaftlichen Kopienversands durch Bibliotheken „schön rede“.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
2 Kommentare
  1. "Etwas verwundert reibe ich mir die Augen, dass die Urheber, welche in den letzten Jahren oftmals gegen privates Kopieren argumentiert haben, jetzt wieder ihre “Ja zur privaten Kopie“-Kampagne herauskramen."

    Ist sich der Verfasser des Artikels überhaupt sicher, dass es sich um dieselben Urheber handelt ? Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Medien aus Selbstinteresse in der Vergangenheit diejenigen unterstützt haben, die sich wohlwollend gegen die Privatkopie ausgesprochen haben, oder sich zumindest zu einer solchen Aussage überreden liessen. Die vielfältigen Verträge unter denen Künstler teilweise stehen lassen in den wenigsten Fällen eine "verkaufsbremsende" Öffentlichkeitsarbeit ohne Konventionalstrafe zu. Ergo muss man feststellen, dass sich der Chor langsam und mühsam mit all denjenigen anhebt, die etwas sagen können und wollen. Die wenigen "Meinungswechsler" sollte man 1.) dringend im Auge behalten und 2.) nun so oft zitieren, dass sie nicht ohne Schaden wieder umdrehen können.

    Bis dahin sollte man freie Musik unterstützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.