Stipendium zur „Topologie der Technik“

Stipendien gibts viele: mich erreichte auch das hier über eine alte Mailingliste eines früher mal besuchten Colloqiums, über ein Graduiertenkolleg in Darmstadt, welches interdisziplinär zur „Topologie der Technik“ forscht. Auch hier werden m.E. Geisteswissenschaftler gesucht, genauer aus der Informatik, Philosophie und Germanistik.


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Untersucht werden hier Technisierungsprozesse in ihrer räumlichen, Raum verändernden und Raum bildenden Dimension. Gegenstand der Betrachtung sind aber auch Räume, „in“ denen Technik wirksam wird (wie etwa Labors, Haushalte, Fahrzeuge, Studios, städtische Flächen), sowie Räume, durch die sich Techniken vermitteln. […] Praktiziert wird folglich ein Zugang zu Problemen der gesellschaftlichen Technisierung, der aktiv interdisziplinäre Perspektiven aufgreift, um auf räumliche Aspekte zu fokussieren, die in Zeiten von Globalisierung, Überwachung öffentlicher Plätze und privater Anwesen, arbeitsweltlichen und informationstechnologischen Netzwerken oder dem zugleich Raum übergreifenden und den eigenen aktuellen Standort anzeigenden Informationsaustausch per (Foto)Handy besonders virulent und bedeutsam sind.

Könnte inhaltlich ganz gut für interessierte Leser dieses Blogs passen. Zielgruppe sind widerum diejenigen, die doktorieren wollen und nach Darmstadt gehen möchten. Hier ist mehr Zeit für die Bewerbung: bis zum 15.1.2007. Ausführliche Informationen über das Kolleg hier, es gibts den vollständigen Ausschreibungstext als PDF.

3 Kommentare
  1. Dieses Thema scheint mir besonders wichtig! Es ist unglaublich für welch verkopfte Studien in Deutschland öffentliche Gelder ausgegeben werden. Alternativ könnte über folgendes Zitat im öffentlichen Technologie Raum promoviert werden:
    Schiller (Piccolomini):
    Wär‘ der Gedank‘ nicht so verflucht gescheit,
    Man wär‘ versucht, ihn herzlich dumm zu nennen.

  2. Naja, verkopft ist die akademische Arbeit ja fast immer, aber per Definition. Und fürs Denken bezahlt zu werden, das hat doch was für sich.
    Gerade hier, wo mir der Text vorkam wie eine freundliche Aufforderung, das ganze Web 2.0-Gedöns mal kopfbetont auszudifferenzieren – inhaltlich könnte ja ein großer Teil darin bestehen, den bestehenden Hype mitzureiten… :)

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