Generell

Mehrwert von gedruckten Tageszeitungen?

Irgendwie denke ich gerade bei der Überschrift „Umfrage stellt Mehrwert der Online-Ausgaben von Tageszeitungen in Frage“ an das genaue Gegenteil. Wozu braucht man noch die gedruckte Ausgabe, die erst am nächsten Morgen erhältlich ist, weitgehend die News des letzten Tages zusammenfasst und dazu in einem gewöhnlich unhandlichem Druckformat kommt?


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Hab ich eigentlich schonmal gesagt, dass ich gerne Sonntags morgens die Zeit im Spiegel-Format bei mir zuhause im Briefkasten liegen haben möchte? Aber der Rest?

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10 Kommentare
  1. Weil Printausgaben beim Gelesenwerden keinen Strom verbrauchen? Weil sie nicht das Vorhandensein eines PCs/Laptops am Frühstückstisch voraussetzen? Weil man Blogs nicht als Unterlage fürs Tapezieren benutzen kann? ;)

  2. Das letzte Argument lass ich gerne gelten.

    Beim Stromverbrauch ist ja noch die Frage, was mehr die Umwelt belastet: Die Herstellung einer Durckausgabe oder das Notebook, was am Küchentisch eh online ist.

  3. Die Frage aus dem Artikeltitel haben sich vor ca. 10 Jahren auch die Zeitungen gestellt. Jetzt kann keine mehr ohne, und die Welt und die Sueddeutsche bauen ja online massiv aus. ;)

    Interessant fand ich diese Zusammenfassung:

    Nur jeder dritte von den Internetnutzern, die keine Tageszeitung beziehen, ruft mindestens ein Mal wöchentlich die Online-Edition einer Zeitung auf. Über sechzig Prozent tun dies dagegen nicht einmal alle 14 Tage. 15 Prozent haben noch nie eine solche Seite im Internet aufgerufen.

    Wie groß mag der Anteil derjenigen sein, die keine Tageszeitung in Papierform beziehen, aber dennoch mehrfach täglich gleich mehrere Inhalte der Online-Ausgaben von Tageszeitungen beziehen, etwa per RSS? Wirklich so verschwindend gering, dass das nicht erfasst wurde? (Und sind das dann alles Blogger?)

  4. Ich hab nur eine Wochenzeitung (ZEIT) und lese diese waehrend der Fahrt zur Arbeit. Fuer eine Tageszeitung haette ich gar keine Zeit, zumal mich dann wohl nur der Lokalteil interessieren wuerde.

  5. Es hat nicht jeder einen Laptop. Gedruckte Zeitungen sind fürs Erste auch handlicher als Laptops. Ich persönlich finde auch, dass man längere Texte auf Papier besser lesen kann als am Bildschirm.

  6. Weil Artikel in der Offline-Ausgabe reflektierter sind, und in der Regel mehr Hintergrundinfos beinhalten. Der Zwang etwas so schnell wie moeglich auf die Seiten zu stellen entfaellt, somit bleibt mehr Zeit zum recherchieren.
    Und ich meine hier nicht die Panorama-Seiten, sondern
    etwa die Seite 3.
    A.

    PS. die Sport-Seiten sind Papierverschwendung, denn Sport ist Mord ;-)
    PPS. Zum Anti-Spam : 4+0=4 und nichts anderes, auch wenn das dem Schutz nicht gefaellt.

  7. Soll heißen, ‚ist‘ weg. Nun ja, was auch immer. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man zwar mit der Zeitung besser Mücken totschlagen kann, aber dieser Vorteil wird aufgewogen durch etliche Nachteile; vor allem wohl die fehlende Meinungsvielfalt. Denn mehr als ein Zeitschriftenabo können (bzw. wollen) sich viele nicht leisten.

    Im Netz hingegen ist für jeden etwas dabei; gleichzeitig fallen einem hier dank der großen Auswahl an Quellen oft Zusammenhänge auf, die man als Offline-Abonnent nie bemerkt hätte.

    Ach ja: Ob das Argument mit dem Stromsparen – bzw. Umwelt schützen – stimmt, soll mir bitte erstmal eine(r) vorrechnen. Aber er/sie sollte auch weiterdenken, als nur bis zum Vergleich zwischen den Stromverbräuchen von PC und Druckerei.

    Am besten sogar bis zum Abfall, der durch bei der Mikroverfilmung der täglich anfallenden Zeitungsflut verwendete Chemikalien entsteht.

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