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Geheimdienste und Web2.0

Kai „Raven“ hat den Artikel des New Scientist über die Auswertung von Social-Software-Systemen durch die US-Geheimdienste zum Anlass genommen, mal etwas genauer hinzusehen. Heraus gekommen ist ein sehr lesenswerter Beitrag mit einigen aufschlussreichen Grafiken: „Big Brothers und das Web 2.0“. Fazit: Nichts wirklich neues, die sondern eher eine konsequente Nutzung offener Quellen, wie sie mit…

  • Ralf Bendrath

Kai „Raven“ hat den Artikel des New Scientist über die Auswertung von Social-Software-Systemen durch die US-Geheimdienste zum Anlass genommen, mal etwas genauer hinzusehen. Heraus gekommen ist ein sehr lesenswerter Beitrag mit einigen aufschlussreichen Grafiken: „Big Brothers und das Web 2.0“. Fazit: Nichts wirklich neues, die sondern eher eine konsequente Nutzung offener Quellen, wie sie mit dem „Foreign Broadcast Information Service“ schon seit 1941 betrieben wird. Dass nun mehr individuell erstellter Content ausgewertet wird, liegt in der Natur des Netzes. Kais Fazit für alle Bloger und Youtuber:

Wie bei vielen Diensten und Techniken mit mehreren Gesichtern kommt es halt immer auf das Brain 2.0 an, das vor dem Web 2.0 hockt.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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2 Kommentare zu „Geheimdienste und Web2.0“


  1. […] Spiegel: DATENSCHUTZ MySpace, Datenmine der Geheimdienste? Schön und gut. Man kann sicher viel kritisieren. Aber bei Myspace und generell Web 2.0 kann man auch wunderbar selber Geheimdienst spielen und man muss ja nicht die intimsten Daten veröffentlichen. Wo habe ich das gerade noch gelesen: Es kommt halt auf das Brain 2.0 an, das vor dem Web 2.0 sitzt! […]


  2. […] Als erste Gefahr nennt auch er nun die Bedrohung der Privatsphäre – das Thema hatten wir ja schon mehrfach (z.B. hier, hier, hier, …). Interessant und erfreulich, dass die großen Namen aus der Industrie (zuletzt Scott McNealy von Sun) sich inzwischen immer stärker zum Datenschutz bekennen und sich Gedanken darüber machen, welchen Einfluss ihre Technologien darauf haben. Die zweite Sorge von O’Reilly ist die Zentralisierung von Macht und Informationen. Seine Prognose: Wenn man nichts dagegen unternimmt, wird aus der versprochenen Demokratisierung des Web 2.0 nur wieder einmal ein Oligopol von wenigen großen Firmen werden. Die meisten kennen wir ja bereits: Technorati, MySpace, Orkut, LinkedIn, Flickr, del.icio.us, YouTube, OpenBC, dazu noch Amazon, Google und Ebay aus der ersten Generation, … (Habe ich etwas wichtiges vergessen? Und wenn schon – ist in zwei Jahren eh bankrott.) If history is any guide, the democratization promised by Web 2.0 will eventually be succeeded by new monopolies, just as the democratization promised by the personal computer led to an industry dominated by only a few companies. Those companies will have enormous power over our lives – and may use it for good or ill. Already we’re seeing companies claiming that Google has the ability to make or break their business by how it adjusts its search rankings. That’s just a small taste of what is to come as new power brokers rule the information pathways that will shape our future world. […]

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