Netzpolitik

Blogschau Krings/Open Source

In den letzten Tagen haben sich einige Blogs der Rede von Günter Krings angenommen. Zeit für eine kleine Presseschau in Ermangelung an Presse.

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Netbib:

CDU-MdB Krings hat wieder einmal seine Ideologie-Maschine bezüglich des Urheberrechtes angeworfen und geißelt die “kurzsichtigen Interessen” der Verbraucher und der Börsenverein bringt das natürlich.

Opensourcejahrbuch.de:

Die Entscheidung, ein eigenes Werk unter eine offene Lizenz zu stellen erfolgt selbstverständlich immer freiwillig — anders als Herr Krings behauptet soll niemand dazu gezwungen werden. Jedoch sind offene Lizenzen, ein wirklich fairer Umgang mit Kulturgütern und Lernmaterialien und unlukrative Pauschalvergütungen der Verwertungsindustrie schon lange ein Dorn im Auge. Und so unterstellt er fadenscheinig den Kritikern der aktuell anstehenden Urheberrechtsnovelle Eigentums- und Freiheitsfeindlichkeit.

yellowled:

Jessas.

luedke.org:

Und wieder mal spricht ein Politiker offen über etwas, von dem er anscheinend keine Ahnung hat. Diesmal ist es der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings, der für eine Verschärfung des Urheberrechts plädiert. Ist an sich vielleicht gar keine schlechte Idee (in bestimmten Bereichen), doch was er während seiner Rede alles durcheinander wirft ist doch geradezu haarsträubend.

zimmer428.net:

Problematisch indes ist in meinen Augen, daß die Krings’sche Stellungnahme grundsätzlich fixiert zu sein scheint auf den Aspekt “Open-Source = Vertretung von Verbraucher-Interessen = kostenlose Inhalte für eine Selbstbedienungs-Generation”.

Auf meine Email habe ich von Günter Krings eine Antwort bekommen, die ich leider im Moment noch nicht veröffentlichen kann, da ich ihn nicht gebeten haben, mir das Recht zur Veröffentlichung einzuräumen. *Sigh*. Whatever. Hole ich nach.

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5 Kommentare
  1. ..und immer immer noch verstehen viel zu wenige, dass eine „Verschärfung des Urheberrechts“ eigentlich heißen müsste, dass die freie Verfügung über eigene Inhalte gerade auch die Auswahl, wie das Werk lizensiert werden soll, beinhalten muss. Die „Verschärfung“ wäre hier die förderliche „Stärkung“ der Kreativen; eine wünschenswerte (mehr so gesellschaftliche) Reform.

    Das müsste dann durch Organisationen wie die GEMA (die die Nutzung der Creative Commons verunmöglicht) respektiert werden – in diese Richtung müsste die Reform gehen! Und alle (auch die Feuilletons) könnten klar erkennen, dass Krings aber so total auf einen Holzweg kommt.. Wir brauchen eine Stärkung des Urheberrechts, auf dass die Initiative und Souveränität nicht zwangsweise verlustig geht, aber ach..

  2. @Matthias: Was veröffentlichen? Die Mail, die ich ihm geschrieben habe, entspricht inhaltsmäßig in etwa dem, was ich auf zimmer428 dazu geschrieben habe, erweitert um die Bitte um eine kurze Stellungnahme, insofern ist dort nicht allzu viel neuer Inhalt drin.

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