Angela Merkel verweilte heute in Hannover, um die Cebit zu eröffnen. In ihrer Rede kündigte sie an, ein neues Regierungsprogramm für die Informationsgesellschaft in Deutschland zu erarbeiten. Hoffentlich war dies keine Drohung. Gleichzeitig wurde Geld versprochen. Mit einem neuen 6‑Milliarden-Euro-Programm zur Förderung von Zukunftstechnologien soll es wieder aufwärts gehen in Deutschland. Mal schauen, wie das Geld angelegt wird. Wird damit tatsächlich Innovation gefördert oder wieder nur riesige Softwareprojekte, die dann nicht funktionieren. Davon gab es ja viele Beispiele in letzter Zeit.
Gespannt bin ich ja mal auf den angekündigten IT-Gipfel. Vermutlich wird das sowas wie der Job-Gipfel, wo sich dann Merkel und Müntefering mit den Chefs von Bitkom, der Telekom und Siemens treffen und zum Schluss alle glücklich in die Kamera strahlen?
Ansonsten ist die Rede nicht wirklich von Bedeutung. Interessant ist ihr Glaube, die elektronische Gesundheitskarte würde „die Kommunikation zwischen den medizinischen Einrichtungen schneller und sicherer machen“.
Höhepunkt der Rede ist sicherlich dieser Absatz, wo ich das verwendete Bild für etwas unglücklich erachte:
Und wo besser als auf einer IT-Messe wird der Wert eines solchen Ansatzes erkennbar?! Ein IT-Programm, das alles leisten sollte, das wäre viel zu fehleranfällig. Bekannte Programme – ohne Schleichwerbung zu machen (Google/Apple) – arbeiten aus genau diesem Grund nicht mit einem Rechner. Sie verbinden vielmehr viele kleine Rechner. Man könnte es in der Politikersprache auch Dezentralisierung nennen.