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30% weniger für die BpB dank Schäuble?

Kann man den Innenminister mal in den verdienten Ruhestand schicken, bevor der weiter Amok läuft? SPD will Schäubles Kahlschlag vereiteln Laut Haushaltsentwurf des Finanzministeriums, der bereits in erster Lesung im Bundestag behandelt wurde, soll das Sachmittel-Budget der Bundeszentrale für politische Bildung um fünf Millionen Euro oder 30 Prozent gekürzt werden. Die Einsparung geht auf Vorschläge…

  • Markus Beckedahl

Kann man den Innenminister mal in den verdienten Ruhestand schicken, bevor der weiter Amok läuft? SPD will Schäubles Kahlschlag vereiteln

Laut Haushaltsentwurf des Finanzministeriums, der bereits in erster Lesung im Bundestag behandelt wurde, soll das Sachmittel-Budget der Bundeszentrale für politische Bildung um fünf Millionen Euro oder 30 Prozent gekürzt werden. Die Einsparung geht auf Vorschläge des CDU-geführten Innenministeriums zurück.

Irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass gerade in heutigen Zeiten an politischer Bildung in Deutschland gespart werden sollte. Im Gegenteil: Der der Etat sollte kräftig aufgestockt werden, um noch etwas demokratisches Bewusstsein zu retten. Sonst informieren sich die jungen Menschen nur noch im Privatfernsehen. Und wer zahlt dann die ganzen „Ersatz-Schulbücher“, die einem die ganze Schulkarriere aufgrund knapper Klassen immer begleitet haben?

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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6 Kommentare zu „30% weniger für die BpB dank Schäuble?“


  1. Herzlichen Dank für die Info. Ich frage mich, wo dieser Mensch sein Gehirn hat. Erst Sprachkurse für MigrantInnen zusammenkürzen und dann auch noch die BPB. Langsam muss ich an die schwarzbraune Verschwörung glauben, wenn das so weiter geht.

    *würg*


  2. Marcel

    ,

    don’t forget about streitkräfte im innern.


  3. Es gibt Dinge, die sind einfach so unglaublich, dass man es nicht nur nicht glauben will, sondern dass man es einfach nicht glauben kann, weil es einfach zu grundsätzlich gegen jeden gesunden Menschenverstand verstößt.

    Man kann von Schäuble (natürlich) halten was man will. Aber ausgerechnet in einem Jahr, in dem ich-weiß-nicht-wie-viel Geld vom Bund für Fußball ausgegeben wird, da ist eine solche Meldung, ein solcher Vorschlag einfach unfassbar.

    Nicht das ich etwas gegen Fußball hätte, aber in einer Zeit die sich einerseits durch eine unglaubliche Theoriefeindlichkeit auszeichnet, gleichzeitig aber eine ungekannte Theorieflut hervorbringt, in einer Zeit, die sowohl innen‑, wie auch außenpolitisch kaum zu durchschauen ist, in einer Zeit, da sich die Zeitungen (ja, auch die großen ’seriösen’) nachweislich fast nur noch aus Agenturmeldungen und Pressekonferenzen ernähren, in einer Zeit, da der Bürger ohnehin große Probleme hat, sich noch irgendwie zu orientieren … in einer solchen Zeit das gewissermaßen öffentlich-rechtliche Aushängeschild, das Aushängeschild des Bildungsauftrags zu vernichten, ist schlichtweg ein Zeichen weltverblendeter Dummheit.


  4. Hätte Schäuble doch nur in jungen Jahren an einer Schulung der BpB teilgenommen. Dann bliebe uns das hier erspart: http://www.zeit.de/2005/46/Sch_8auble
    Wie es scheint, muss ich meine Meinung über Schäuble so schnell nicht revidieren. vgl. http://37sechsblog.de/?p=274#more-274


  5. […] … lassen sich leichter beherrschen regieren, – und können leichter regieren – wenn man Geld für die politische Bildung spart: […]


  6. Blanker Wahnsinn. Was nun? Wenn daraufhin jetzt nichts passiert, ist genau das ein Grund, warum wir die BpB brauchen.

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