Bundesjustizministerium erklärt Löschen statt Sperren

Das Bundesjustizministerium erklärt in einem kurzen Imagefilm das Prinzip von “Löschen statt Sperren”:

In der ersten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema: “Warum Löschen statt Sperren?” Dass Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten aus dem Internet müssen, ist eine Selbstverständlichkeit – ob diese Seiten allerdings gelöscht oder gesperrt werden sollen, wird diskutiert.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights, Zensur und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

18 Kommentare

  1. wetter
    Erstellt am 29. März 2011 um 15:45 | Permanent-Link

    Hey, hey! Modern. Fehlt nur die CC-Lizenz.

  2. Hollyw
    Erstellt am 29. März 2011 um 15:51 | Permanent-Link

    Mann, dass das so einfach ist, warum ist denn da früher niemand draufgekommen?!?

  3. Frank
    Erstellt am 29. März 2011 um 16:04 | Permanent-Link

    “Internet- oder Netzsperren” wenn man das WWW meint… ach ja, Kompetenz.
    Es wäre wirklich gut, generell mehr auf die technische Seite einzugehen, denn “leicht zu umgehen” sind DNS-Poisoning-Geschichten tatsächlich, andere Sperrtechniken nicht mehr unbedingt.

    Ansonsten aber nett, daß nach Jahren, in denen die Internetcommunitybenutzer u. a. die hier aufgeführten Argumente immer und immer wieder angeführt haben, nur um ignoriert oder ausgelacht zu werden, diese es auch mal zu einer offiziellen Stelle geschafft haben.

  4. Kritischer Bürger
    Erstellt am 29. März 2011 um 16:17 | Permanent-Link

    Warum hat das BMJ diesbezüglich nicht gleich Alexander Lehmann kontaktiert (sprich jemanden, der sich mit sowas auskennt)?
    Obschon es ja als Fortschritt gewertet werden muss, dass das BMJ sich überhaupt öffentlich mit dem Thema auseinandersetzt, ist die Umsetzung eher schwach ausgefallen (professioneller Sprecher? Fehlanzeige; Sperrinfrastruktur: wer zensiert und wer überwacht dies). Andererseits – man will die Zielgruppe (Unionspolitiker) wohl intellektuell nicht überfordern …

  5. Erstellt am 29. März 2011 um 16:31 | Permanent-Link

    Ich verstehe nicht ganz.
    Nach vier Wochen waren 99% der Inhalte gelöscht.
    Was für 99% sind das denn? 99% der kinderpornographischen Inhalte der ganzen Welt?
    Oder nur deutschlandweit? Weltweit wäre ja ein epochaler Durchbruch, aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen…
    Danke im Vorraus!
    Leo

  6. Stov
    Erstellt am 29. März 2011 um 16:33 | Permanent-Link

    @Kritischer Bürger: Tatsächlich hat mich an dem Film auch vorrangig (und zuerst) die Sprecherin genervt :D
    Aber als Erstlingswerk … durchaus tauglich! ;-)

  7. Balkonschlaefer
    Erstellt am 29. März 2011 um 16:37 | Permanent-Link

    @Leo: Es sind 99% der den deutschen Behörden bekannten Inhalte, welche gelöscht worden sind. Dieses können auf verschiedenen Servern weltweit liegen. Die Inhalte, die den Behörden nicht bekannt sind (beispielsweise weil es in geschlossenen p2p-Gruppen etc sind) können sie natürlich auch löschen.

  8. Martin
    Erstellt am 29. März 2011 um 18:16 | Permanent-Link

    Ich finde diese Statistik mit dem 99% nach 4 Wochen übrigens äußert Gefährlich. Wenn nicht immer wieder neues, leicht zu löschendes, Eingestellt wird, werden wir irgendwann nur noch auf dem 1% sitzen.
    Und dann werden sie wieder aus ihren Löschern gekrochen kommen und sagen Löschen funktioniert nicht, wir brauchen grundrechtsschonende Zensurinfrastrukturen.
    Denkt denn keiner an die Kinder!

  9. Hackworth
    Erstellt am 29. März 2011 um 18:27 | Permanent-Link

    Warum nicht gleich so? Ich finde das Video von der Umsetzung nicht 100% gelungen, aber die Aussagen stimmen und wenn man es durchgehend zeigt, haben es nach vier Wochen sicherlich 99% oder mehr der Spitzenpolitiker verstanden.

  10. Autolykos
    Erstellt am 29. März 2011 um 21:16 | Permanent-Link

    Was lange währt wird endlich gut…
    Ich bin ohnehin der Meinung, daß Frau Leutheusser-Schnarrenberger als einziges Regierungsmitglied keine komplette Fehlbesetzung ist – aber doch immer wieder positiv überrascht. Wahrscheinlich hält sie gerade im Alleingang die FDP über der 5%-Hürde (naja, meistens).
    Wenn jetzt auch noch auf Worte Taten folgen, hol’ ich den Sekt raus.
    Aber zum Video: Warum müssen lispelnde Leute ausgerechnet Videos sprechen (und nicht, z.B. die Grafiken machen)?

  11. Christoph
    Erstellt am 29. März 2011 um 21:33 | Permanent-Link

    Der Inhlat ist schön und gut. Ich halte es aber für fragwürdig, das Ministerien irgendwelche Meinungen mit Staatsgeldern propagieren (vgl großartige Plakt und Mailingaktionen zu Konjunkturpaketen, Arbeitslosenzahlen etc.).
    Insofern finde ich es auch nicht schlimm, dass da nicht gleich eine riesige Werbeagentur mit begabten Zeichnern, professionellen Sprechern und extra komponierter Musikuntermalung beschäftigt wird

    Die Kritik, dass das technisch alles halbgar ist, finde ich auch verfehlt. Die Zielgruppe sind sicherlich keine echten oder verhinderten Informatiker, und die würden auch nicht auf Filme vom BMJ warten, um sich über solche Dinge zu informieren.

  12. Struppi
    Erstellt am 29. März 2011 um 21:36 | Permanent-Link

    Das sollte sich die von der Leiden mal anschauen, damit sie merkt wie dumm sie ist.

  13. Sepp
    Erstellt am 30. März 2011 um 01:36 | Permanent-Link

    Und wer würde sich auch von einem Stoppschild mit nur sechs Ecken aufhalten lassen ^^ SCNR

  14. nagutwennsdennseinmuss
    Erstellt am 30. März 2011 um 09:02 | Permanent-Link

    ähh…die million was das ding gekostet hat (mindestens, man hat ja bestimmt noch einen gefallen zu tun gehabt) hätte man sich sparen können.

    einfach vielleicht mal den experten und 140.000 petitionszeichnern oder franziska zuhören können.

    dann hätte man sich auch das vor verfassungwidrigkeit strotzende trümmergesetz über den “erschwerten zugang” sparen können.

  15. Sebastian
    Erstellt am 30. März 2011 um 09:32 | Permanent-Link

    Das Sympathischste was seit Jahren aus dem FDP-Dunstkreis kam. Liebe Piraten, ladet doch mal die gute Sabine zum Kaffee ein ;)

  16. Julia Seeliger
    Erstellt am 30. März 2011 um 10:27 | Permanent-Link

    Verstehe das Lob hier nicht ganz. Die Argumente aus der KiPo-Debatte fein wiederholt, wenngleich auch hässlich verpackt. Aber allgemeinpolitisches Verständnis: Null. Wo ist denn das Argument “Revolution in arabischen Ländern”, das seit der Debatte auch fur Mainstream-Politiker (und eigentlich eh fur Liberale) auf der Hand liegen sollte, hm?

  17. mayleen
    Erstellt am 30. März 2011 um 10:33 | Permanent-Link

    @Leo und alle anderen die sich an den 99% stören

    Die Sache ist afaik so:
    Stichtag X hat man seine Anzahl an Seiten online, von denen man weiß.
    Dann wird Zeit bis zur Löschung gemessen.
    Praktisch gehen dann aber am Tag nach X auch wieder Seiten online – wie es halt im Internet so ist.

    So dass am Ende die 99% durchaus Sinn machen und richtig erscheinen.
    Wenn man dann davon ausgeht, dass das durchgehend und gründlich praktiziert wird, sind die meisten der bösen Seiten ziemlich schnell wieder offline.
    Die restlichen 1% bleiben womöglich dauerhaft online, weil das die viel kritisierten Mangas aus Japan sind. Die stören sich an gemaltem – im Gegensatz zu vielen Europäern – nicht.

  18. Nick
    Erstellt am 31. März 2011 um 06:25 | Permanent-Link

    Erinnert das Video nur mich an eine simple Power-Point-Präsentation?

7 Trackbacks

  1. [...] über dieses Thema habe ich ja schon geblogt via netzpolitik [...]

  2. [...] Euch einmal das von Netzpolitik online gestellte Imagevideo des Bundesjustizministeriums genau an. Mal abgesehen davon, dass der [...]

  3. [...] Netzpolitik) Tweet Viral Video Award 2010, Gewinner stehen [...]

  4. [...] noch ganz anders aus, nicht nur deshalb kann dieses Video als großer Schritt gewertet werden.[via]Das ist mir was wert: var flattr_wp_ver = '0.9.5'; var flattr_uid = '7956'; var flattr_url = [...]

  5. [...] Netzpolitik.org 29.3.2011 – 17:54 | Tags: censorship, politics, video | [...]

  6. Von Zivilschein am 29. März 2011 um 19:46

    Das Bundesjustizministerium für „Löschen statt Sperren“…

    Das kommt jetzt zwei Jahre und einen Regierungswechsel zu spät, aber besser spät als nie: Mit dem Bundesjustizministerium unter Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gibt endlich mal ein Teil der Bundesregierung eine Stellungnahme gegen die Netzzens…

  7. [...] überraschte das FDP-geführte Justizministerium mit einem Video (via), das erklärt, warum Löschen statt Sperren im Kampf gegen Darstellungen von Kindesmißbrauch der [...]

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