Das Deutsche Kinderhilfswerk positioniert sich klar gegen ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Viel wichtiger sei es, große Tech-Plattformen zu regulieren, betont Geschäftsführer Kai Hanke.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 17.11.2025
-
Bombenbau- oder Drogenkoch-Anleitungen gefällig? Wer einen KI-Chatbot erst mit Sudokus, Mathe-Aufgaben und Logikrätseln bombardiert, erhält meist auch eine Antwort auf die darauffolgende Frage, selbst wenn das Sicherheitssystem des Sprachmodells dies eigentlich ausschließt.
-
Elon Musks Grokipedia scheint zu großen Teilen aus Wikipedia übernommen worden zu sein, bezieht aber auch höchst unseriöse Quellen wie Stormfront oder Infowars ein. Das haben Forschende in einer ersten Studie herausgefunden.
-
In drei britischen Städten werden bereits Kamera-Fahrzeuge zur automatisierten Gesichtserkennung genutzt, sieben weitere Städte planen deren Einsatz. Die mobilen Biometrieeinheiten werden beispielsweise auf Großveranstaltungen genutzt und sollen Straftäter*innen und Vermisste aufspüren.
-
Ticker vom 14.11.2025
Niedersachsen und Hamburg lehnen in gemeinsamen Handlungsempfehlungen ein pauschales Handyverbot an Schulen ab. Von der Nutzung von Smartphones in Grundschulen raten sie ab, weiterführenden Schulen empfehlen sie handyfreie Zeiten und Zonen.
-
Der Bundestag hat gestern den Gesetzentwurf zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie der EU verabschiedet. Wirtschaftsverbände befürchten mehr Bürokratie, "Überregulierung" und "Innovationsbremsen". Sie hoffen auf Änderungen durch den Bundesrat.
-
Francesca Bria blickt auf "Patriotic tech" in den USA: Rechts-außen-Unternehmer, die eine techno-politische Infrastruktur der Überwachung bauen und dabei hoheitliche Aufgaben übernehmen. Auch in Europa drohe eine solche "Privatisierung der Souveränität".
-
WhatsApp ist ab sofort mit den Messengern Birdychat und Haiket interoperabel. Threema und Signal hatten hingegen früh abgesagt, weil das den Datenschutz der Messenger deutlich schwächt.
-
Wäre eine pauschale Löschung von Behördendaten rechtlich zulässig, um sie einer Regierung mit AfD-Beteiligung vorzuenthalten? Eher Nein, lautet die Antwort von Rechtsexpert:innen.
-
Das Miniatur-Wunderland in Hamburg ist Opfer eines Angriffs geworden, bei dem Hacker Kreditkarteninformationen von Besucher:innen abgegriffen haben könnten. Potenziell Betroffene sind bereits informiert worden.
-
KI-Kameras, Handy-Ortung zur Gefahrenabwehr, Gesichtersuche im Netz, Palantir-Vorbereitung: Anwalt Lukas Theune erklärt, wie die geplante Änderung des Berliner Polizeigesetzes mit dem Grundgesetz kollidiert.
-
Sie sind bereit Menschen zu bedrohen, zu verpetzen oder beim Duschen zu fotografieren: KI-gesteuerte Roboter sind gefährlich und sollten in Haushalten nicht genutzt werden. Das ergab eine Studie.
-
Der Telegram-Gründer Pawel Durov darf Frankreich wieder verlassen. Die Ermittlungen, ob er auf seinem Messenger-Dienst genug gegen kriminelle Angebote tat, laufen weiter.
-
Auf welcher Seite steht Google? Während der Tech-Konzern Apps aus seinem App-Store entfernt, die Menschen in den USA vor der Abschiebebehörde ICE warnen, hostet er zugleich eine Gesichtserkennungsanwendung des US-Grenzschutzes.
-
Der Preisvergleichsdienst Idealo, der zu Springer gehört, hat Google auf mehr als 3 Milliarden Euro Schadensersatz verklagt. Es geht darum, ob der Tech-Riese seine Stellung bei "Google Shopping" missbraucht hat. In Berlin startete nun der Prozess.
-
In Deutschland gibt es die sogenannte Lizenzschranke, damit internationale Konzerne auch dann Steuern zahlen müssen, wenn Gewinne ins Ausland verschoben werden. Nun fiel eine Ausnahme aus dem Jahr 2024 auf - die gilt nur für US-Unternehmen.
-
Die irische Medienaufsicht untersucht, ob X sich an die Regeln des Digital Services Act hält. Es geht um Widerspruchsrechte von Nutzer:innen, deren Löschanträge abgelehnt wurden.
-
Ticker vom 13.11.2025
Gemeinsam mit rechtsextremen Fraktionen haben die Konservativen im EU-Parlament für ein aufgeweichtes Lieferkettengesetz gestimmt. Für eine Absenkung von Menschenrechts- und Umweltstandards setzen sich auch viele Länder im Rat der EU ein.
-
Fußballfans aus dem ganzen Land werden am kommenden Sonntag in Leipzig gegen die "repressive Fanpolitik der Innenministerkonferenz" demonstrieren. Der Protest richtet sich unter anderem gegen personalisierte Eintrittskarten.
-
Noch können Menschen KI-generierte Gesichter von echten unterscheiden. Die Fähigkeit dazu lässt sich mit einem fünfminütigen Training deutlich verbessern.
-
Aus einer Kommunen-Befragung geht hervor: Fast alle Landkreise, aber nur etwas mehr als die Hälfte der kreisfreien Städte haben Bezahlkarten für Geflüchtete eingeführt. Das Versprechen von sinkendem Verwaltungsaufwand hat sich nicht klar erfüllt.
-
OpenAI-Chef Sam Altman hat Staaten dazu aufgerufen, in KI-Infrastrukturen zu investieren. Er relativierte damit auch Äußerungen von OpenAIs Finanzvorständin, die Kreditabsicherungen durch die US-Regierung gefordert hatte.
-
Nicht-kommerzielle Android-Entwickler:innen können künftig wohl weiterhin Apps an eine begrenzte Anzahl von Geräten verteilen. Google plant einen Installationsweg für das sogenannte Sideloading, klare Warnhinweise sollen auf Risiken hinweisen.
-
Justizministerin Hubig plant ein Gesetz, um Frauen besser etwa vor etwa sexueller Belästigung und "digitalem Voyeurismus" zu schützen. Die Landesjustizminister:innen haben das mehrheitlich abgelehnt, Hubig will dennoch einen Gesetzentwurf erarbeiten.