Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 09.12.2025

    Golem

    Linux-Erfinder Linus Torvalds hält Elon Musk für nicht ausreichend qualifiziert, um in einem Tech-Unternehmen zu arbeiten. Er bewertet damit Musks Versuch, die Qualität eines Entwicklers an der Zahl der geschriebenen Code-Zeilen festzumachen.

  • TechCrunch

    In einigen US-Bundesstaaten ist es etwa gesetzlich untersagt, dass KI-Systeme Stimmen von Musiker*innen faken. Donald Trump will nun ein industriefreundliches Regularium erstellen, dass die Gesetze der Staaten aushebelt.

  • ZDF

    Die Europäische Kommission leitet eine Untersuchung gegen Google ein. Der Suchmaschinenanbieter soll seine KI für Antworten auf Suchanfragen mit den Inhalten Dritter gefüttert haben, ohne angemessen dafür zu zahlen.

  • heise online

    Ulrich Kelber, Ex-Datenschutzbeauftragter, hält die elektronische Patientenakte für unsicher, die Kommunikation dazu für intransparent. Zudem würden Nutzer*innen zu biometrischen Identifizierungsverfahren gedrängt.

  • Golem

    Meta-Nutzer*innen können ab Januar wählen, dass ihre Daten weniger umfänglich weitergegeben werden und sie weniger personalisierte Werbung erhalten. Zuvor hatte die EU eine 200-Millionen-Euro-Strafe gegen Meta verhängt, weil der Konzern diese Option nicht anbot.

  • Ticker vom 08.12.2025

    The Guardian

    Können Forschende mehr als 100 fundierte wissenschaftliche Paper pro Jahr schreiben? Das ist unwahrscheinlich und doch erlebt gerade der Bereich der KI-Forschung eine Schwemme an Einreichungen. Der Guardian betrachtet einen auffälligen Wissenschaftler besonders.

  • Communia

    Die Pläne der EU-Kommission für ein Digital-Omnibus-Gesetz könnten auch Projekte gefährden, die offene Daten nutzen. Der Zusammenschluss Communia, dem auch Wikimedia Europe angehört, erklärt, warum.

  • Liberty Investigates

    Britische Polizeibehörden füttern Gesichtserkennungs-KI auch mit den Gesichtern von Minderjährigen. So sind die Systeme zum Teil auf der Suche nach Vermissten, die jünger sind als 12 Jahre.

  • Gizmodo

    Menschen benutzen zunehmend Formulierungen und Vokabeln die typisch für Chatbots sind. Das macht es Moderator*innen schwieriger, KI-Beiträge zu erkennen.

  • rbb

    Eine rbb-Dokumentation über die Ausbeutung von Fahrradkurieren, die mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt werden und hier dann ein prekäres Leben mit Scheinarbeitsverträgen und Niedrigstlohn führen.

  • Wired

    Das Unternehmen Phreeli bietet in den USA Handyverträge an, bei denen Kund:innen nur ihre Postleitzahl angeben müssen. Das ist offenbar legal in allen US-Bundesstaaten, die mögliche anonyme Barzahlung stellt indes eine technische Herausforderung dar.

  • The New York Times

    Aus Frust über eingeschränkte Funktionen seines "smarten" Garagenöffners baute ein US-Amerikaner sein eigenes System "Rage Against the Garage Door Opener". Es wurde ein Verkaufsschlager. Sein nächstes Projekt: "Rage Against the Cloud", kurz: RATCLOUD.

  • Ticker vom 06.12.2025

    The Guardian

    Ein neues britisches Gesetz, der Data (Use and Access) Act, verbietet unter anderem die Erstellung nicht-einvernehmlicher, sexueller Deepfakes. Der Guardian zeichnet nach, wie sich eine Gruppe aus Betroffenen und Fachleuten dafür engagiert hat.

  • Ticker vom 05.12.2025

    Reuters

    Eine GPS-Ortung am Handy, die sich nicht abschalten lässt: Die indische Regierung prüfe gerade den Vorschlag für eine entsprechende Verpflichtung von Smartphone-Herstellern, berichtet die Agentur Reuters mit Verweis auf Insider und geleakte Papiere.

  • heise online

    Das russische Regime baut die Zensur des Internets weiter aus. Medienberichten zufolge sind nun auch die Spieleplattform Roblox sowie die Messenger-Dienste FaceTime und Snapchat blockiert.

  • tagesschau.de

    Mediengigant Netflix will seine Macht ausbauen und für rund 72 Milliarden US-Dollar das einflussreiche Hollywood-Studio Warner Bros. Discovery schlucken. "Die Übernahme dürfte in Europa und den USA auf starken kartellrechtlichen Widerstand stoßen", ordnet tagesschau.de ein.

  • Die Zeit

    Zwei neue Studien legen nahe: Gespräche mit großen Sprachmodellen wie ChatGPT können Menschen dazu bewegen, ihre politische Meinung zu ändern, selbst zu bislang nicht favorisierten Kandidat:innen.

  • EFF

    "Vereinfachung bedeutet nicht, digitale Rechte über Bord zu werfen", warnt die US-Organisation für digitale Freiheitsrechte, EFF, mit Blick auf den digitalen Omnibus der EU-Kommission. Das Paket soll etwa Gesetze für Datenschutz und KI-Regulierung schleifen.

  • Der Standard

    Nach Einführung der Pflicht zu strengen Alterskontrollen geht die britische Medienaufsicht Ofcom gegen Anbieter vor, die sich widersetzen. Die AVS Group, Betreiberin mehrerer Pornoseiten, soll nun 1 Million Pfund Strafe zahlen.

  • The Guardian

    Befeuert vom KI-Hype fließt in Australien zunehmend mehr Trinkwasser in die Kühlung von Rechenzentren. Fachleute warnen vor Wasserknappheit.

  • BBC

    Südkorea baut Überwachungstechnologie zur Abwehr vor Stalking aus. Schon jetzt können Betroffene einen Alarm per Smartphone erhalten, wenn Täter*innen ihnen zu nahe kommen. Künftig sollen sie dann auch deren Standort auf einer Karte einsehen können.

  • 404 Media

    Eine 600-Dollar-Toilettenkamera analysiert anhand von Exkrementen die Gesundheit der Ausscheider*innen. Jetzt kam heraus: Sie verschickt die Fotos unverschlüsselt.

  • gov.uk

    Großbritannien will polizeiliche Gesichtserkennung im öffentliche Raum ausbauen und auf eine neue gesetzliche Grundlage stellen. Hierfür hat die Regierung eine Konsultation gestartet. Bis 12. Februar können sich Interessierte beteiligen.

  • noyb

    Viele Online-Angebote stellen Nutzer*innen vor die Wahl, getrackt zu werden oder zu zahlen ("pay or okay"). Eine von der Datenschutz-NGO noyb in Auftrag gegebene Studie zeigt: Könnten sie frei wählen, bevorzugen die meisten eine dritte Option ohne Tracking oder Zahlung.