Das FBI hat die Wohnung und offenbar auch die digitalen Geräte einer US-Journalistin der Washington Post durchsucht. Die Razzia steht in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen ehemaligen Regierungsmitarbeiter und mutmaßlichen Whistleblower.
Ticker
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Ticker vom 15.01.2026
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Ein Einwohner von Minneapolis verteilt gespendete Kameras an Menschen, die damit versuchen, Vergehen der Anti-Einwanderungs-Behörde ICE zu dokumentieren. 350 Stück hat er bereits ausgegeben.
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X behauptet, dass es nicht mehr möglich sei, mit dem Bot Grok sexualisierte Deepfakes von echten Menschen herzustellen. Dem US-Magazin The Verge ist es nach eigener Aussage trotzdem gelungen.
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Als erster US-Bundesstaat hat Kalifornien Untersuchungen gegen Elon Musks Unternehmen xAI und Grok wegen sexualisierter Deepfakes eingeleitet, mit besonderem Fokus auf Darstellungen von Frauen und Kindern.
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Die rechtsradikal regierte USA und die EU verhandeln hinter verschlossenen Türen über die Weitergabe von Daten europäischer Reisender. Auf dem Tisch ist ein Datenfluss mit Einschränkungen, berichtet Euractiv mit Blick auf ein internes Verhandlungspapier.
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Welche Kosten und Risiken mit dem KI-Boom einhergehen, erklärt Golem in einer umfassenden Analyse. Der Text zeigt, wie waghalsig die massiven Investitionen in die Technologie sind.
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Forschende der Universität Manchester haben 25.000 Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren drei Schuljahre lang begleitet. Sie wollten wissen, ob die für Gaming und Social Media aufgebrachte Zeit ihrer psychischen Gesundheit schadet – und fanden darauf keine Hinweise.
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Im Zuge internationaler Debatten und Jugendschutz auf sozialen Medien hat YouTube ein neues Feature angekündigt: Künftig können Aufsichtspersonen bei Kinder- und Teen-Konten eine Zeitbegrenzung für Hochkant-Videos einstellen - oder sie sogar ganz abschalten.
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Auf der Musik-Plattform Bandcamp sind Stücke, die "vollständig oder zu einem wesentlichen Teil durch KI generiert wurden" nicht mehr zulässig. Untersagt ist auch der Einsatz von Werkzeugen, die Künstler*innen oder Stile imitieren.
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Signal-Gründer Moxie Marlinspike hat eine Privatsphäre-freundliche Alternative zu ChatGPT online gestellt: "Mit Confer werden Unterhaltungen verschlüsselt, sodass niemand anderes sie sehen kann", heißt es im dazugehörigen Blog.
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Digg, der einstige Rivale von Reddit, ist zurück. Mit der jüngst veröffentlichten Beta-Version können Nutzer:innen Inhalte in Communitys posten, kommentieren und upvoten ("digg").
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Ticker vom 14.01.2026
Der US-Schauspieler Matthew McConaughey hat sich selbst als Marke eintragen lassen, um die unautorisierte Nutzung seines Abbilds oder seiner Stimme durch KI-Unternehmen zu verhindern. Acht Markenanmeldungen hat das US-Patentamt bereits genehmigt, darunter sein bekanntes Zitat "alright, alright, alright".
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Roblox' Altersverifizierungssystem führt offenbar zu zahlreichen Fehlern. So seien Erwachsende als Jugendliche eingestuft worden; Kinder hätten das System durch das Zeichnen von Hautfalten auf Selfies überlistet.
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Eurail verwaltet das Interrail-Angebot, mit dem vor allem junge Menschen günstig quer durch Europa mit der Bahn reisen. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass bei einen Datenleck auch Ausweisdaten abgeflossen sind.
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Justizministerin Hubig fordert härtere Strafen für die Erstellung und Verbreitung sexualisierter KI-Bilder. "Wir brauchen Straftatbestände, die das Problem der digitalen Bildmanipulationen gezielt adressieren", so die Ministerin.
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Die britische Regierung hat zentrale Elemente ihrer geplanten digitalen Identitätsprogramme zurückgenommen. Demnach können Menschen etwa auch ihren Reisepass nutzen, um nachzuweisen, dass sie in Großbritannien arbeiten dürfen.
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Unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl in Uganda haben die Behörden das Internet im Land abgeschaltet. Der 81-jährige Präsident Yoweri Museveni möchte zum siebten Mal wiedergewählt werden und geht hart gegen die Opposition vor.
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Mit Blick auf den Skandal um sexualisierte Deepfakes von Grok bekräftigt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ihre Pläne, an einem digitalen Gewaltschutzgesetz zu arbeiten. Auch die während der Ampelzeit diskutierten Account-Sperren sind demnach wieder auf dem Tisch.
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Wie setzt das iranische Regime die Internet-Sperre um? Wie gelangen Informationen nach draußen? Wie können Außenstehende helfen? Das und mehr beantwortet die taz vor dem Hintergrund der eskalierenden Massenproteste gegen die Gewaltherrschaft.
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Die US-Regierung richtet ihre Politik danach aus, welchen Erfolg sie damit bei Rechtsaußen-Communitys im Netz hat, sagt Don Moynihan, Politikprofessor an der Uni Michigan im Interview mit Wired. Er nennt es "Clicktatorship".
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In Indien und Brasilien sind Gesetze in der Abstimmung, die KI-Anbieter zu einer Gebühr verpflichten, wenn sie urheberrechtlich geschützte Daten zum Training nutzen. Das Geld könnte dann den Produzent*innen der Inhalte zugute kommen.
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Obwohl Twitter-Nachfolger X massenhaft nicht-einvernehmliche sexuelle Deepfakes kursieren lässt, wandern EU-Spitzenbeamt*innen nicht ab. Zumindest EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen fand die Deutsche Presse-Agentur auf Mastodon.
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IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz und Mobilitätsexpertin Katja Diehl haben eine Reihe gestartet, in der sie erklären, wie man sich Schritt für Schritt von BigTech unabhängig machen kann.