Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 11.08.2025

    Die Zeit

    Künftig wird der Bundestag auf TikTok vertreten sein. Welche Inhalte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner dort ausspielen will, ist noch unklar. Derweil weist die Bundesdatenschutzbeauftragte auf datenschutzrechtliche Bedenken hin.

  • AlgorithmWatch

    Ohne menschliche Arbeit würde sogenannte KI nicht funktionieren. Dennoch sind die Arbeitsbedingungen schlecht. Davon profitieren Tech-Konzerne wie Outlier, hat AlgorithmWatch recherchiert.

  • ntv

    Der Trend "Sleepmaxxing" auf TikTok verspricht besseren Schlaf, enthält aber viele unwissenschaftliche Tipps. Fachleute warnen, dass Methoden wie "neck swinging" oder "mouth taping" gesundheitsschädlich sind und sogar tödlich enden könnten.

  • The Times

    Signal-Chefin Meredith Whittaker warnt davor, dass der britische Online Safety Act Datenschutz und Datensicherheit gefährde. Das Gesetz sei zudem nicht kohärent und stehe auch im Widerspruch zu anderen Zielen der britischen Regierung.

  • AOL

    AOL stellt seinen Einwähl-Internetzugang zum 30. September ein. Der Dienst existiert seit 1991 und damit seit den frühen Zeiten des World Wide Web. Noch 2019 gingen rund 250.000 Menschen in den USA per Einwahl ins Netz.

  • Amnesty UK

    Amnesty UK hat zum Jahrestag der rassistischen Unruhen auf der Insel den Empfehlungsalgorithmus des Kurznachrichtendienstes X und seinen Beitrag dazu untersucht. Bis heute sei dieser ein „schweres Risiko für Menschenrechte“.

  • Ars Technica

    Keine Chance mit dieser US-Regierung und dem rechtslastigen Supreme Court, sagt sie: Eine Koalition zivilgesellschaftlicher Gruppen wird die Netzneutralität vorerst nicht mehr vor Gericht verteidigen.

  • Golem.de

    Sicherheitsforscher*innen haben mit dem kürzlich veröffentlichten GPT-5-Sprachmodell Bombenbauanleitungen generiert. Die Schutzmaßnahmen seien bei GPT-4o schwerer zu umgehen gewesen.

  • Mashable

    Diese Woche beginnt YouTube mit dem Ausrollen seines Alterverifikationssystems in den USA. Ein KI-System soll „verschiedene Signale“ von Nutzer:innen interpretieren und dann gegebenenfalls automatisch Jugendschutzsperren errichten.

  • heise online

    Eine IT-Sicherheitsfirma hat Ende-zu-Ende-verschlüsselten Digitalfunk geknackt. Nun ist klar: Nicht nur der Digitalfunk auf dem Tetra-Standard, den die Polizei nutzt, ist unsicher, sondern auch die extra-gesicherte Variante für Spezialeinheiten und Geheimdienste.

  • Golem.de

    In Hessen läuft ein autonomes Elektrotaxi im Probebetrieb. Golem hat es getestet: Schon an der dritten Kreuzung musste der menschliche Sicherheitsfahrer eingreifen, weil das Fahrzeug einen Pkw übersah.

  • heise online

    Drei Autoren haben Anthropic verklagt, weil ihre Werke für das Training des Sprachmodells Claude genutzt worden seien. Nun fordern KI-Branchenverbände von dem zuständigen Gericht, deren Sammelklage zu blockieren, sie könne angeblich die KI-Industrie ruinieren.

  • Ticker vom 08.08.2025

    Nieuwsblad

    Um etwa ältere Menschen zu erreichen, die weniger auf Social Media aktiv sind, greift die Polizei der belgischen Region Pajottenland zu einer Lowtech-Strategie: Sie verteilt Brottüten, auf denen Tipps zum Schutz vor Online-Kriminalität abgedruckt sind.

  • Apotheken Umschau

    Das elektronische Rezept laufe der Bahn in Sachen Unzuverlässigkeit den Rang ab, sagt der Chef der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert deshalb ein Vorwarnsystem für Störungen.

  • taz

    Nach einer US-Gerichtsentscheidung muss OpenAI nach wie vor alle Gespräche mit ChatGPT speichern. Das beißt sich mit dem Recht auf Löschung von Daten, das Menschen in der EU haben. Die taz erklärt, warum gerade keine Lösung in Sicht ist.

  • The Wall Street Journal

    Die zeitweise via Google auffindbaren, privaten Gespräche mit ChatGPT erlauben einen seltenen Einblick, wie Menschen das Sprachmodell tatsächlich nutzen. Das Wall Street Journal beschreibt Fälle von Nutzer*innen, die sich Zuspruch für abstruse Theorien einholen.

  • NBC News

    Ein neues Feature erhöht die Stalking-Gefahr auf Instagram. Zunächst nur in den USA können Nutzer*innen freiwillig ihren Standort mit Kontakten teilen. Auf einer Karte lässt sich dann verfolgen, wer wo unterwegs ist.

  • Google

    Mit den neuen KI-Zusammenfassungen nimmt Google vielen Websites ihr Publikum weg. Der Konzern versucht, das als etwas Gutes zu verkaufen. Demnach hätten die Klicks, die Websites noch bekommen, eine höhere "Qualität".

  • EU-Parlament

    Ab dem heutigen 8. August gilt das Europäische Medienfreiheitsgesetz (EMFA). Es soll Pressefreiheit und Quellenschutz stärken. Gerade der Schutz von Journalist*innen vor staatlichem Hacking ist bei den Verhandlungen jedoch verwässert worden.

  • Ticker vom 07.08.2025

    Handesblatt

    Offenbar hat die Gematik das VideoIdent-Verfahren wieder zugelassen, wenn sich Versicherte für die elektronische Patientenakte identifizieren möchten. 2022 hatte sie es aus Sicherheitsgründen untersagt, das BSI warnt davor.

  • LTO

    Frauke Brosius-Gersdorf, die von der SPD als Bundesverfassungsrichterin vorgeschlagen wurde, hat ihre Kandidatur zurückgezogen. Sie begründet dies mit der anhaltenden Ablehnung durch Teile der CDU/CSU, Online-Hetze gegen ihre Person und dem Risiko, den Koalitionsstreit zu verschärfen.

  • AlgorithmWatch

    Die NGO AlgorithmWatch fasst die Umweltkosten der KI-Lieferkette zusammen: Vom Abbau Seltener Erden, der Menschen krank macht, über den Wasserverbrauch der Rechenzentren in von Dürre geplagten Regionen bis hin zum Elektroschrott, der sich zu Müllhalden im Globalen Süden auftürmt.

  • Golem.de

    Zeitweise hatte Meta die Seite des deutschen Playboy mit rund 1,9 Millionen Follower*innen gesperrt. Was heißt das für die Pressefreiheit? Der Fall zeige, "wie fragil journalistische Reichweite auf Big-Tech-Plattformen ist", analysiert Golem.de.

  • Axios

    Perplexity AI ist mal als faktenkundiger ChatGPT-Konkurrent gestartet - mit nützlichen Quellengaben aus Journalismus und Forschung. Jetzt bietet das Unternehmen sein Sprachmodell auch für Truth Social an, die Propaganda-Plattform von US-Präsident Trump.