Soziologie
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Interview: Wie die bayerische Polizei das Predictive Policing nach Deutschland brachte
Polizei im Anflug. Interview: Wie die bayerische Polizei das Predictive Policing nach Deutschland brachte Die Münchener Polizei setzte als erste in Deutschland Software zur Vorhersage von Wohnungseinbrüchen ein. Im Interview analysiert Soziologe Simon Egbert den darauffolgenden Hype und die Grenzen der Technologie.
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: #rp18 – Der Kampf um die Zukunft der Arbeit
Peter Frase bei seinem Talk auf der re:publica 18 : #rp18 – Der Kampf um die Zukunft der Arbeit Auf der re:publica fordert der US-Soziologe Peter Frase einen stärkeren Kampf um faire Löhne in allen Sektoren der modernen Arbeit. Die Automatisierung von Arbeit könnte unter den richtigen Bedingungen auch zum Vorteil der Arbeitenden sein.
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: Massenmedien: Abschied von der „allgemeinen Öffentlichkeit“
Soziale Netzwerke: Teil einer "Singularisierung" der Öffentlichkeit. : Massenmedien: Abschied von der „allgemeinen Öffentlichkeit“ Kultursoziologe Andreas Reckwitz hat für seine Gegenwartsanalyse „Die Gesellschaft der Singularitäten“ den Bayerischen Buchpreis gewonnen. Seine Kernthese: Allgemeine Kriterien verfallen zugunsten einer stärkeren Orientierung am Besonderen und Individuellen.
In einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur setzt er seine Theorie nun auch in Bezug zum Wandel der Öffentlichkeit:
Da kann man, denke ich, tatsächlich sagen, dass die Digitalisierung auch dazu führt, dass in jeder Hinsicht so was wie eine allgemeine Öffentlichkeit erodiert und es viele Partikularöffentlichkeiten gibt. Also, einfach gesagt: Auch die alte Industriegesellschaft war ja eine, in der es eine gemeinsame Öffentlichkeit in mancher Hinsicht gab, über – zum Beispiel – die großen überregionalen Zeitungen oder über das staatliche Fernsehen. Das waren ja gewissermaßen Medien, die sich an alle gewandt haben, die auch sehr hohe Einschaltquoten hatten, wo man sagen kann, die verschiedensten Milieus der Gesellschaft haben das rezipiert und hatten, könnte man sagen, eine gemeinsame Debattengrundlage.
Diese gemeinsame Debattengrundlage sei in den digitalen Medien verloren gegangen, so Reckwitz. Die entstehenden Partikularöffentlichkeiten würden die Mobilisierung von Gruppen erleichtern. Das sei nicht ausschließlich problematisch, allerdings ginge dadurch der für eine Demokratie notwendige Kommunikationsraum verloren.