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: Was noch fehlt: Meta-Suchmaschine für internationale, europäische und nationale Polizeidatenbanken
: Was noch fehlt: Meta-Suchmaschine für internationale, europäische und nationale Polizeidatenbanken Alle großen EU-Polizeidatenbanken sind modernisiert: Das Schengener Informationssystem (SIS) erfuhr nach zehn Jahren Entwicklung ein Upgrade auf das SIS II; es verarbeitet jetzt auch Dateianhänge und erlaubt die „phonetische Suche“. Das Visainformationssystem (VIS) ging vor einem Jahr in Nordafrika an den Start, AntragsstellerInnen müssen nun vor Ausstellung der Reisedokumente ihre Fingerabdrücke abgeben. Die Fingerabdruckdatenbank EURODAC, eingerichtet um Mehrfachanträge auf Asyl zu verhindern, soll zukünftig für die allgemeine Strafverfolgung geöffnet werden. Das umfangreiche Informationssystem der Polizeiagentur EUROPOL soll fortan per „Data Mining“ und „Data Fusion“ Zusammenhänge zwischen Daten „erkennen und analysieren“. Auf ähnliche Weise werden deutsche Datensammlungen aufgebohrt: Die Innenministerkonferenz fordert für die Antiterrordatei „umfassende Analyse- und Recherchemöglichkeiten“. Die sind bei der neuen „Rechtsextremismusdatei“ längst festgeschrieben und nennen sich „erweiterte Nutzung“. Gemeint ist das „Herstellen von Zusammenhängen zwischen Personen, Personengruppierungen, Institutionen, Objekten und Sachen […]“.
Was jetzt noch fehlt ist die Möglichkeit, in allen nationalen und internationalen Datenbanken gleichzeitig zu suchen. Kein feuchter Traum, denn dieses Feature ist längst auf dem Weg und nennt sich „Plattform für den Informationsaustausch von Strafverfolgungsbehörden“ („Information Exchange Platform for Law Enforcement Agencies“, IXP). Europäіsche Polizeien sollen darüber Daten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit austauschen. Das Portal könnte zukünftig Informationen zu Behörden, Institutionen, Expertennetzwerken, Strafverfolgungsinstrumenten, Übersetzungswerkzeugen, Kommunikationskanälen sowie Fahndungsdaten enthalten: