Hetzner

  • IP-Catching: Die Überwachungs-Maßnahme, die geheim bleiben soll
    Polizisten mit toten Fischen.
    Polizei fängt Fische. (Symbolbild)
    IP-Catching Die Überwachungs-Maßnahme, die geheim bleiben soll

    Internet-Zugangs-Anbieter überwachen, welche Kunden sich mit bestimmten IP-Adressen verbinden. Wir veröffentlichen Ermittlungs-Dokumente, die dieses „IP-Catching“ belegen. Juristen kritisieren, dass es keine Rechtsgrundlage dafür gibt. Das Bundeskriminalamt will die Maßnahme verschweigen.

    29. April 2025 9
  • Polizei-Daten aus den USA: BlueLeaks-Server bei Zwickau beschlagnahmt (Update)
    Zwei Polizisten in Portland, Oregon.
    Polizei-Daten aus den USA BlueLeaks-Server bei Zwickau beschlagnahmt (Update)

    Vor einigen Wochen hat das Transparenz-Kollektiv Distributed Denial of Secrets hunderttausende interne Daten von 200 Polizeirevieren in den USA veröffentlicht. Das FBI ermittelt, die Staatsanwaltschaft in Zwickau hat einen Server im Rahmen eines internationalen Rechtshilfeersuchens der USA beschlagnahmt.

    7. Juli 2020
  • : Hetzner: Für Kundenkontakt einfach mal den Server abschalten?
    Hetzner: Für Kundenkontakt einfach mal den Server abschalten?

    Die Seite jurablogs.com aggregiert zahlreiche Blogs rund um das Thema Recht / Jura. Gestern Abend war die beim Provider Hetzner gehostete Webseite auf einmal offline, ohne dass der Betreiber den Grund wusste. Udo Vetter bloggte heute über neue Erkenntnisse, warum der Server verschwunden war:

    Die Lorraine Media GmbH, eine Modelagentur mit diskussionswürdigem Geschäftsmodell, hatte sich an Kommentaren gestört, die direkt auf JuraBlogs abgegeben worden waren. Die Beschwerde ging an die Firma Hetzner, den technischen Provider von JuraBlogs. Dort soll, so eine Darstellung der Firma Hetzner im hauseigenen Forum, ein Mitarbeiter versucht haben, die Betreiber von JuraBlogs telefonisch zu erreichen. Das sei aber nicht möglich gewesen, angeblich weil die hinterlegten Kontaktdaten nicht stimmten. Darauf habe sich der Mitarbeiter entschieden, den gesamten Server vom Netz zu nehmen, um, jetzt kommt’s wirklich dicke, ” eine Reaktion des Betreibers zu erhalten”.

    Das muss man sich mal vorstellen: Hetzner schaltet einfach mal den Server ab, ohne dass es dafür einen wichtigen Grund gab. Hetzner rudert jetzt zurück und erklärt den Fehler mit „unglückliche Umstände“:

    “Leider wurde der übliche interne Ablauf der Abuse-Bearbeitung in diesem Fall nicht fehlerfrei eingehalten. Durch unglückliche Umstände wurde die Abuse-Meldung erst am gleichen Tag des Fristablaufes des Beschwerdeführers bearbeitet. Aufgrund der
    Dringlichkeit wurde deshalb versucht, den Vertragspartner ausschließlich per Telefon zu erreichen und nicht, wie üblich, die Kontaktaufnahme per E‑Mail. Trotz bewährter Abuse-Policies sind Fehler nicht völlig auszuschließen. Wir werden jedoch versuchen, die Abläufe weiter zu optimieren. Gleichzeitig möchten wir alle Kunden bitten, ihre Kontaktdaten auf Richtigkeit zu überprüfen.”

    Als Hetzner-Kunde fühle ich mich gerade etwas verunsichert, ob nicht auch unser Server mal einfach vom Netz genommen werden kann, wenn wir über Nacht nicht erreichbar sein sollten.

    19. Januar 2011 40