H2020
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: EU-Kommission stellt Pläne für neues Sicherheitsforschungsprogramm auf Rüstungsmesse vor
: EU-Kommission stellt Pläne für neues Sicherheitsforschungsprogramm auf Rüstungsmesse vor Während der diesjährigen Milipol, einer der wichtigsten Fachmessen für angewandte Innere Sicherheit mit starkem Hang zu Dual-Use-Technologien und großem Rüstungsgerät, hat die EU-Kommission ihre Pläne für die kommende Sicherheitsforschung in der EU vorgestellt.
Dabei ließ sie keinen Zweifel: In Zukunft sollen die Gelder bevorzugt in Dual-Use-Techniken investiert werden, also Techniken, die sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich genutzt werden. Philippe Brunet von der Generaldirektion Unternehmen und Industrie, zuständig für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik, freut sich über diesen „ersten Schritt in Richtung Maximierung der zivil-militärischen Synergien“ und hofft, dass künftig die beiden Industrien „Hand in Hand“ arbeiten.
Zu den Forschungsvorhaben der EU-Kommission im Bereich Dual-Use, die auf der Messe vorgestellt wurden, gehören der Grenzschutz sowie Detektoren-Geräte an Flughäfen. Die beiden Initiativen kommen nicht von ungefähr: Der Bereich Grenzschutz ist schon seit längerem ein Spielplatz für Rüstungskonzerne inklusive deren Lobbyisten und in den letzten Jahren standen verschiedene Lobbyskandale im Zusammenhang mit der Einführung von Nacktscannern. (.pdf)
Mit dem Auftritt der EU-Kommission auf dieser Messe scheint der Weg für das neue Rahmenforschungsprogramm Horizon2020, welches 2014 startet, vorgegeben. Erneut werden die Rüstungskonzerne die großen Profiteure der EU-Forschung sein.
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: Open Access in der EU: Konservative wollen Verlage für „Verluste“ entschädigen (Updates)
: Open Access in der EU: Konservative wollen Verlage für „Verluste“ entschädigen (Updates)
Open Access bedeutet, dass steuerfinanzierte Forschungsergebnisse auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen sollen. Geht es nach dem Willen des konservativen EU-Abgeordneten Christian Ehler, sollen Verlage für dadurch entgangene Gewinne entschädigt werden. Eine eher interessante Position – ist er doch sonst strikt für Sparsamkeit bei staatlichen Ausgaben.Über das neue Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 der EU haben wir schön öfters berichtet. Die Europäische Union fördert damit von 2014 bis 2020 verschiedene Forschungsprojekte mit 80 Milliarden Euro. In diesem Rahmen gibt es auch wieder ein Sicherheitsforschungsprogramm, unter dessen Vorläufer das Projekt INDECT gefördert wurde.
Wenn die EU schon so viel Geld für Forschung ausgibt, sollten die Ergebnisse davon wenigstens unter Open Access-Bestimmungen allen zur Verfügung stehen. Das kündigte zumindest die Europäische Kommission im Juli an:
In einem ersten Schritt wird die Kommission den freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen als allgemeinen Grundsatz im Programm „Horizont 2020”, dem Forschungs- und Innovationsförderprogramm der EU für den Zeitraum 2014–2020, verankern. Ab 2014 müssen alle Artikel, die mit Hilfe der Förderung durch „Horizont 2020” zustande gekommen sind, zugänglich sein.