Schlagwörter: Databroker Files, Datenhandel, ADINT
Mithilfe von ADINT wird die eigentlich für zielgerichtete Werbung gebaute, technologische Infrastruktur zur Überwachung genutzt. Möglich ist sowohl Massenüberwachung als auch die gezielte Überwachung von einzelnen Personen.
Die Abkürzung ADINT steht für „advertising-based intelligence“, auf Deutsch: werbebasierte Erkenntnisse. Es geht um Informationen über Menschen, die sich durch das Ökosystem für gezielte Online-Werbung gewinnen lassen. Dazu gehören etwa Standorte, Gerätedaten, Vorlieben oder Eigenschaften von Zielpersonen.
Möglich ist diese Art der Überwachung unter anderem durch die Mobile Advertising ID (kurz: MAID). Das ist eine einzigartige Kennziffer, durch die einzelne Geräte wie Handys für Werbetreibende eindeutig erkennbar sind. Wer etwa ein typisches Apple- oder Android-Handy besitzt, hat eine solche MAID.
Der Begriff „ADINT“ entstand in Anlehnung an ähnliche Begriffe, die auch Geheimdienste verwenden, etwa SIGINT (Signals Intelligence: Erkenntnisse durch das Abfangen von Signalen wie z.B. Telefonate) oder HUMINT (Human Intelligence: Erkenntnisse durch Kontakt mit Menschen z.B. Befragungen).
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: Update zu den Plänen von o2: Wirtschaftsministerium verbietet Verkauf von Bewegungsdaten Wie das Handelsblatt berichtet, hat das Wirtschaftsministerium die Pläne der o2-Muttergesellschaft Telefonica, Bewegungsdaten ihrer o2-Kunden zu Werbezwecken zu verkaufen, geprüft und für unzulässig befunden. Solche Praktiken würden einer „Verletzung der Privatsphäre Tür und Tor“ öffnen.
Der Handel mit Standortdaten sei demnach grundsätzlich verboten, es sei denn für „Dienste mit Zusatznutzen“.