Ein Harvard-Student, der aufmerksam darauf wurde, dass er standardmäßig seine Geo-Daten mitschickt, wenn er über den Facebook-Messenger Nachrichten schickt, programmierte kurzerhand eine Chrome-Extension, die es ihm ermöglichte, alle Geo-Daten der Leute, mit denen er über den Facebook-Chat kommunizierte, zu plotten und nachzuverfolgen. Dem ganzen Artikel kann man sich hier widmen. Dies erinnert uns stark an das Beispiel von Malte Spitz, das zeigte, wie aussagekräftig Metadaten, also auch Geo-Daten sein können.
Furthermore, by gathering a couple weeks’ worth of chat data on the map and looking at the location clusters you can even figure out his weekly schedule. With this you can predict exactly which building he would be in at a given time. In fact I found that I could infer a schedule for almost everyone in this chat as well as the other active chats I am in. I found that I could even do this for people who I am not Facebook friends with.
Schnell stellte sich heraus, dass die meisten Menschen, mit denen der Autor chattete, Geo-Daten mitsenden. Nach schon relativ kurzer Zeit konnte der Student mit Hilfe seiner Chrome-Extension – regelmäßige Nachrichten im Messenger vorausgesetzt – Bewegungsprofile erstellen. Dafür musste dieser nicht mal mit den Menschen, die sich zum Beispiel in Gruppen-Chats befanden, befreundet sein.
Wer das selbst mal ausprobieren will, kann sich über die Github-Page des Autors den Code für die Extension besorgen. Vielleicht könnte man so im Freundeskreis die Awareness erhöhen. Sei es, dass man nur erreicht, dass das auf Default gestellte Mitsenden des Ortes, von dem eine Nachricht verschickt wird, ausgestellt wird. Die „offizielle“ Version musste er leider auf Wunsch von Facebook deaktivieren. Dass der Autor bald ein Praktikum bei Facebook beginnt, auch wenn es in einem Team sein soll, das nichts mit dem Inhalt seines Artikels zu tun hat, lässt uns zumindest ein wenig schmunzeln.