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re:publica08: Nützliches Vergessen – Informationsökologie im digitalen Zeitalter

Die Keynote auf der re:publica’ 08 wurde von Professor Viktor Mayer-Schönberger vorgetragen. Er sprach über „Nützliches Vergessen – Informationsökologie im digitalen Zeitalter“. Und da dies für dieses Blog relevant ist, packe ich den Vortrag mal in den NetzpolitikTV-Feed. Menschen können sich erinnern – und vergessen.

  • Markus Beckedahl

Die Keynote auf der re:publica’ 08 wurde von Professor Viktor Mayer-Schönberger vorgetragen. Er sprach über „Nützliches Vergessen – Informationsökologie im digitalen Zeitalter“. Und da dies für dieses Blog relevant ist, packe ich den Vortrag mal in den NetzpolitikTV-Feed.

Menschen können sich erinnern – und vergessen. Seit Jahrtausenden ist für uns Menschen das Erinnern schwer, und das Vergessen einfach. Die digitale Technologie hat dies umgekehrt. Heute ist es durch kostengünstige Datenspeicher und leichtes Suchen für uns als Einzelne aber auch als Gesellschaft einfach zu erinnern und schwer zu vergessen. In meinem Vortrag analysiere ich diese gesellschaftliche Verschiebung und den Zusammenhang zu Innovation und Informationsökonomie. In einem zweiten Schritt erläutere ich warum uns diese Entwicklung Anlass zur Sorge sein sollte, und fordere Informations- und Datenökologie. Aber anders als jene die nach neuen Individualrechten und umfassenden rechtlichen Rahmen rufen, schlage ich im dritten Teil meines Vortrages lediglich vor den Automatismus der Speicherung wieder umzudrehen – und zwar mit einer Kombination aus Recht und Technik.

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Der Vortrag ist in hoher Auflösung bei Hobnox zu finden. Und hier ist die MP4 dazu in kleinerer Auflösung.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.

    Foto: Darja Preuss


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4 Kommentare zu „re:publica08: Nützliches Vergessen – Informationsökologie im digitalen Zeitalter“


  1. Torsten

    ,

    An dieser Stelle möchte ich nochmal an die Teilnehmer appelieren, das doch mal ganz konkret umzusetzen. Über die API-Schnittstelle von Twitter könnte man mit relativ wenig Aufwand Nachrichten zum Beispiel nach drei Wochen löschen lassen. Es müsste nur ein Coder mal umsetzen.

    http://notes.computernotizen.de/2008/04/05/bringen-wir-twitter-das-vergessen-bei/


  2. Ein sehr schöner Vortrag, erinnert mich aber leicht an die Art wie unser Pfarrer predigt.


  3. ja, die keynote war eigentlich schon mit das beste auf der r:p, nichts gegen die panels und vorträge, aber über die einleitung habe ich sicherlich am meisten nachgedacht. und der herr professor hat das ja auch in seiner art und weise sehr gut rübergebracht.


  4. Mit dem Vergessen ist es so eine Sache. Vieles, was wir vergessen wollen oder am liebsten ungeschrieben/ungesagt/nicht fotografiert/nicht gefilmt machen würden, wird durch Suchmaschinen wieder ans Tageslicht befördert. Andererseits helfen Google & Co. (aufgrund der gefährlichen Marktdominanz Googles vor allem der Suchgigant aus Mountain View), fleißig mit, dass wir auch Wesentliches, wirkliches Wissen vergessen – weil ja in den Trefferlisten nur das nach vorne gereiht wird, was am gefragtesten ist. Und wie jeder wohl schon bemerkt hat, wird oft die „Nicht-Information“, das Unwesentliche nach vorne gereiht. Google hilft nur vordergründig zu finden, in Wahrheit unterstützen sie das Vergessen, weil sie nur das Oberflächen-Web durchforsten, und das ist, wie der Name schon sagt, oberflächlich.…95 Prozent dessen, was wirklich wichtig ist, durchstöbert Google nicht.….

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