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Die Monopolisierung von Farben

David Bollier thematisiert in seinem Blog „On the Commons“ die Tendenz in Deutschland, Farben durch das Markenrecht zu monopolisieren. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel bei Markenbusiness.com, der von 20 Farben berichtet, die sich mittlerweile in Deutschland im privaten Besitz befinden. Darunter die bekannten Beispiele „Magenta“ und „Lila“. Als Gegen-Beispiel wird die Farbe „Gelb“…

  • Markus Beckedahl

David Bollier thematisiert in seinem Blog „On the Commons“ die Tendenz in Deutschland, Farben durch das Markenrecht zu monopolisieren. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel bei Markenbusiness.com, der von 20 Farben berichtet, die sich mittlerweile in Deutschland im privaten Besitz befinden. Darunter die bekannten Beispiele „Magenta“ und „Lila“. Als Gegen-Beispiel wird die Farbe „Gelb“ genannt, welche von vielen Marken genutzt wird: Post, Gelbe Seiten, GoYellow… Wettbewerb ist mit „Gelb“ noch möglich und anscheinend schadet es ja nicht.

David Bollier macht sich um diese Tendenz zu Recht Sorgen und sieht schon den blauen Himmel im Besitz von IBM:

So here are my predictions for the brave new global market for colors. Unfair competition complaints will be filed at the World Trade Organization after a Bulgarian insurance company dares to use the color putty, owned by UPS. Economists will issue sophisticated studies showing that the sky is actually diluting the value of IBM’s trademark (“Big Blue”). Eberhard erasers and the Flamingo Hotel will litigate to control pink. And the American Color cartel – „We Decorate Your Life“ – will corner the market on tropical coral, azure blue and deep pink, and license them to Jamaica to use on its tourist souvenirs. The wealth-creating potential of the market is truly amazing.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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