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Wer verdient eigentlich an der Überwachung?

Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits…

  • Ralf Bendrath

Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits recht bekannt, und in den USA gibt es schon seit einer Weile eine etwas breitere Beschäftigung mit dem „überwachungs-industriellen Komplex.

Dazu passend gerade die folgenden Meldungen aus Deutschland:

Ein Gastbeitrag von Ricardo Cristof Remmert-Fontes und Patrick Breyer vom AK Vorrat und Malte Spitz vom Grünen Bundesvorstand bei jetzt.de:

Eine Sicherheitspolitik, die sich an Wünschen, Befürchtungen und Innenansichten von Sicherheitsbehörden orientiert, kann keinen besseren Schutz vor Kriminalität bewirken, sondern spült nur Steuergelder in die Taschen der Sicherheitsindustrie.

Und nicht nur Steuergelder, sondern auch die Gelder der Kunden von ISPs. Die ersten Geier machen schon PR, um im Kontext der Vorratsdatenspeicherung ihre Produkte losschlagen zu können:

CSP glaubt, mit „Chronos“ bei der Vorratsdatenspeicherung punkten zu können, weil die Archivstruktur zeitlich automatisiert eingeteilt wird. In den archivierten Datensätzen kann strukturiert und schnell gesucht werden. Bei Suchanfragen von Behörden lassen sich deren Wünsche und Vorgaben hinsichtlich des Datenformats berücksichtigen. Zudem werden durch solche Abfragen die produktive Datenbank und deren Performance nicht eingeschränkt.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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9 Kommentare zu „Wer verdient eigentlich an der Überwachung?“


  1. erlehmann

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    Also ich finde die Lösung mit TCPDUMP(8) und dem Nadeldrucker schon sehr schön. Oder kann man das nicht sofort per Fax ans Innenministerium schicken ?


  2. […] netzpolitik.org – Wer verdient eigentlich an der Überwachung?: Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits recht bekannt, und in den USA gibt es schon seit einer Weile eine etwas breitere Beschäftigung mit dem “überwachungs-industriellen Komplex. […]


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  5. @erlehmann: Und was ist mit den Papierkosten?


  6. […] Uncategorized Eine interessante Frage, die ich vor ein paar Tagen auch mal im Hinterkopf hatte: Wer verdient eigentlich an der Überwachung? Und ja, ich bin auch für tcpdump und […]


  7. erlehmann

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    @5: Beim Fax ans Innenministerium hat die wohl der Empfänger.


  8. […] gibt es nur RAF und den internationalen Terrorismus – fragt sich nur, wer verdient […]


  9. […] gibt es nur RAF und den internationalen Terrorismus – fragt sich nur, wer verdient […]

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