Datenschutz

Wer verdient eigentlich an der Überwachung?

Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits recht bekannt, und in den USA gibt es schon seit einer Weile eine etwas breitere Beschäftigung mit dem „überwachungs-industriellen Komplex.

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Dazu passend gerade die folgenden Meldungen aus Deutschland:

Ein Gastbeitrag von Ricardo Cristof Remmert-Fontes und Patrick Breyer vom AK Vorrat und Malte Spitz vom Grünen Bundesvorstand bei jetzt.de:

Eine Sicherheitspolitik, die sich an Wünschen, Befürchtungen und Innenansichten von Sicherheitsbehörden orientiert, kann keinen besseren Schutz vor Kriminalität bewirken, sondern spült nur Steuergelder in die Taschen der Sicherheitsindustrie.

Und nicht nur Steuergelder, sondern auch die Gelder der Kunden von ISPs. Die ersten Geier machen schon PR, um im Kontext der Vorratsdatenspeicherung ihre Produkte losschlagen zu können:

CSP glaubt, mit „Chronos“ bei der Vorratsdatenspeicherung punkten zu können, weil die Archivstruktur zeitlich automatisiert eingeteilt wird. In den archivierten Datensätzen kann strukturiert und schnell gesucht werden. Bei Suchanfragen von Behörden lassen sich deren Wünsche und Vorgaben hinsichtlich des Datenformats berücksichtigen. Zudem werden durch solche Abfragen die produktive Datenbank und deren Performance nicht eingeschränkt.

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9 Kommentare
  1. Also ich finde die Lösung mit TCPDUMP(8) und dem Nadeldrucker schon sehr schön. Oder kann man das nicht sofort per Fax ans Innenministerium schicken ?

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