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Telekom-Tochter Congstar kündigt Drosselung an

Als im April die Deutsche Telekom für künftige DSL-Verträge eine Drosselung ankündigte, war die Frage offen, ob auch das deutsche Tochterunternehmen Congstar nachzieht. Die Frage wurde jetzt beantwortet: Laut Focus.de plant Congstar im kommenden Jahr eine Drosselung für Festnetzkunden. Wie hoch diese ausfällt, ist noch nicht bekannt. Nach den Erfahrungen mit der Deutschen Telekom dürfte…

  • Markus Beckedahl

Als im April die Deutsche Telekom für künftige DSL-Verträge eine Drosselung ankündigte, war die Frage offen, ob auch das deutsche Tochterunternehmen Congstar nachzieht. Die Frage wurde jetzt beantwortet: Laut Focus.de plant Congstar im kommenden Jahr eine Drosselung für Festnetzkunden. Wie hoch diese ausfällt, ist noch nicht bekannt.

Nach den Erfahrungen mit der Deutschen Telekom dürfte sich die Drosselung zuerst bei Neukunden in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wiederfinden. Aber zugleich in den kommenden Jahren auch Bestandskunden treffen, wenn diese neue Verträge unterzeichnen, weil ihnen neue Angebote gemacht werden.

Sehr wahrscheinlich ist, dass bei Congstar ebenfalls „Partnerunternehmen“ wie bei den Drosselkom-Plänen eine Überholspur buchen können, um von einer Drosselung ausgenommen zu werden. Hier könnte der Gesetzgeber und die EU-Kommission handeln und diesen Plänen einen Riegel vorschieben, indem die Netzneutralität ausreichend gesichert wird. Danach sieht es momentan leider nicht aus.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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7 Kommentare zu „Telekom-Tochter Congstar kündigt Drosselung an“


  1. zu „Danach sieht es momentan leider nicht aus“
    In der Tat. Die EU versucht die neuen „Geschäftsmodelle“ der Telekom positiv als Vertragsfreiheit für den Kunden zu deklarieren. Zynisch wenn alle Anbieter gezwungen sind der Telekom-Konkurenz zu folgen.

    Dann haben wir mit Sicherheit keinerlei Wahl mehr.

    In krassem Widerspruch zum selbst gewähltem Anspruch der Kommission steht, wenn im Wettbewerb kleine und mittlere Unternehmen keinerlei Möglichkeiten haben, Medienanbieter im Internet zu „Mautzahlungen“ zu erpressen. Die Telekom versucht genau das mit youtube.

    Was das bedeutet hat zeigt Alexander Lehmanns Video „Telekom – Netz der Zukunft“ sehr anschaulich.

    http://youtu.be/AQTkUhjVUf4


  2. https://twitter.com/congstar/status/327081256468750336
    Schaut man sich diesen Tweet vom April an, dann merkt man so einiges..


  3. Thorvald

    ,

    Das war doch absehbar. Die anderen Anbieter werden in naher Zukunft nachziehen. :-(


  4. Bin Congstar Kunde und kann sagen die Drosseln bereits. Nun, ich bekomme nicht die Bandbreite zugedreht nach dem überscheiten eines gewissen Limits aber bei Online-Videos sind zweifellos in der Bandbreite eingeschränkt. Ich kann auch Zensur bestätigen, ein Video anbieter geht z.B. überhaupt nicht.

    Wenn ich verschlüsselte Daten übertrage, z.B. mit TOR surfe geht die Bandbreite allerdings doch auf dauer runter (von 1–2 Stunden bis hoch su 2 Tagen) und egal welches Protokoll. Ich meine während des Benutzens und auch noch einige Zeit danach.


  5. Christian

    ,

    Wie es der Zufall so will habe ich vor kurzem bei Congstar gekündigt und mein DSL Vertrag läuft zum 09.10. bei denen aus.
    Dieser Bericht bestätigt meine Entscheidung und auch ich habe gefühlt (nicht überprüft) die Vermutung das einige Dienste bewusst bereits heute gedrosselt werden. Zumindest hatte ich immer stark schwankende Bandbreiten, was der ausschlaggebende Grund war zu wechseln.


  6. Philip Engstrand

    ,

    Wie sieht’s denn mit dem Telekom Kommentar zu den ungedrosselten Zugängen aus?

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