Dieser Artikel ist mehr als 18 Jahre alt.

Musikflatrate kommt – um iTunes zu killen?

Die Musikindustrie ist offenbar doch lernfähig, wenn man einem Bericht der Business Week glauben kann. Der Spiegel fasst es so zusammen: Die drei größte US-Musikkonzerne wollen Apples Monopol beim Online-Musikhandel knacken. Unisversal, Sony BMG und Warner Musik verhandeln angeblich über eine Musik-Flatrate. Das Angebot: Unbeschränkte Downloads aus dem gesamten Musikangebot für fünf Dollar im Monat.…

  • Ralf Bendrath

Die Musikindustrie ist offenbar doch lernfähig, wenn man einem Bericht der Business Week glauben kann. Der Spiegel fasst es so zusammen:

Die drei größte US-Musikkonzerne wollen Apples Monopol beim Online-Musikhandel knacken. Unisversal, Sony BMG und Warner Musik verhandeln angeblich über eine Musik-Flatrate. Das Angebot: Unbeschränkte Downloads aus dem gesamten Musikangebot für fünf Dollar im Monat.

Ob das hier allerdings aufgeht, wage ich zu bezweifeln:

Endkkunden sollen den Plattenfirmen gar nichts zahlen. Sie bekommen mit neuen Handy, MP3-Playern oder Computern eine Musik-Flatrate – wenn die Hardware-Produzenten dafür zahlen.

Wir fordern ja schon seit Jahren die Content-Flatrate.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


Veröffentlicht

Kategorie

Schlagwörter

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

6 Kommentare zu „Musikflatrate kommt – um iTunes zu killen?“


  1. ninjaturkey

    ,

    Die Rechnung ist doch einfach:
    pro Person macht die MI einen Umsatz von – sagen wir mal – 2US$/Monat. Mehr geht nicht, also können sie den Rest gleich dazu schenken, insbesondere wenn der Digitalvertrieb praktisch keine Kosten mehr verursacht.

    Oder – ganz pfiffig, hihi – man lässt die Leute den ganzen Ramsch saugen bis die Leitungen glühen, tut so, als wäre das ein super Schnäppchen, und macht bei den Dummen die drauf reinfallen mehr als den doppelten Umsatz.
    Tut mir leid, aber die Zecken bekommen nichts mehr von mir.

    Bei Nine Inch Nails wäre ich durchaus bereit, ein paar Dollar zu lassen. Da kommt das Geld bei denen an, die das „Produkt“ „hergestellt“ haben!


  2. kann man vergessen. Das heißt für die sowas wie Napster, wo man solange man zahlt die Musik gemietet hat …


  3. LLF Linux.Liberation.Front

    ,

    Soweit ich informiert ist soll das dann mit dem DRM von Microsoft geschützt werden um dafür zu sorgen das Benutzer von antikapitalistischen Systemen wie Linux ausgeschlossen werden.


  4. DieterK

    ,

    Das von der UMG geplante Modell hat nicht das geringste mit einer „Kulturflatrate“ oder „Musikflatrate“, wie sie von einigen in Deutschland gefordert wird, zu tun.

    TotalMusic (TotalControl bzw. TotalFailure wären wohl bessere Namen) ist lediglich eine weiteres Abo-Modell. Einziger Unterschied zu Napster & Co.: die Kunden sollen nicht direkt, sondern indirekt über den Preis für die Hardware zahlen.


  5. Nene, damit müssen die gar nicht anfangen! Dann hätten die eine schöne Einnahmequelle, die niemals erschöpft. Sie bekommen Geld, von jedem – egal ob der ihre Produkte konsumiert oder nicht, egal ob sie Produkte produzieren oder nicht, und egal ob man das will oder nicht.

    Eigentlich könnte da jeder kommen und sagen, dass er noch gerne die Steuern um 5% erhöhen will, und das gewonnene Geld dann für sich braucht. Einfach so, weil das andere Geschäftsmodell halt nichts mehr taugt.…

    Denen sollte man mal recht eins klopfen…


  6. Reminder:

    Wikipedia Pressplay“

Dieser Artikel ist älter als 18 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.