Die ganz normalen Bürgerpflichten, gegen Korruption und Filz gerichtet, finden auch in Rumänien immer mehr in Blogs statt, wie es scheint. Dem Justizminister ist das nicht geheuer und ein Grund, den Zugang zumindest im eigenen Haus zu sperren:
Seit Beginn seiner Amtszeit steht der neue Justizminister Tudor Chiuariu wegen des Verfahrens bei Ausschreibungen von Posten in seinem Ministerium in der Kritik. Einen Blog, in dem junge Richter die Vorgänge kommentierten, ließ der Minister für sein Haus sperren. Dorin Petrisor kommentiert: „Viele Richter, vor allem junge, verbreiten ihre Meinung per Internet. Sie kommentieren in Blogs den Filz der rumänischen Justiz und enthüllen die schmutzigen Arrangements im Justizministerium… Einer der Richter beschrieb in seinem Blog die fehlerhafte Art und Weise, wie das Ministerium Posten ausschreibt, er benannte die Interessenskonflikte und zeigte, wie der Minister die Ausschreibungsregeln änderte, um eigene Regeln zu etablieren. Es war eine wahre Anklageschrift gegen die Einfältigkeit, mit der die Justiz derzeit verwaltet wird.
Ergänzungen
Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
2 Kommentare zu „Rumänien: Justizminister zensiert Blog“
,
[…] netzpolitik.org: » Rumänien: Justizminister zensiert Blog » […]
,
Politik und freie Meinungsäußerung hat sich noch vertragen, das ist bei uns in Deutschland auch nicht so groß anders …
Dieser Artikel ist älter als 18 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.