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Campact-Kampagne gegen Bundestrojaner

Die Attac-nahe Kampagnenplattform Campact hat eine Aktion gegen den Bundestrojaner gestartet. „Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wäre eine Gesellschaftsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß.“ (Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgericht 1983) Fordern Sie Innenminister Wolfgang Schäuble, Justizministerin Brigitte Zypries und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen…

  • Ralf Bendrath

Die Attac-nahe Kampagnenplattform Campact hat eine Aktion gegen den Bundestrojaner gestartet.

„Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wäre eine Gesellschaftsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß.“ (Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgericht 1983)

Fordern Sie Innenminister Wolfgang Schäuble, Justizministerin Brigitte Zypries und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen Volker Kauder, Peter Ramsauer und Peter Struck mit dem Auszug aus dem Volkszählungsurteil auf, die vom Bundesverfassungsgericht gezogene Grenze zu wahren. Schicken Sie ihnen die abgebildete E‑Card und den Appell!

Die gesammelten e‑Cards sollen dann später noch „bei einer öffentlichkeitswirksamen Aktion von Campact überreicht“ werden.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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8 Kommentare zu „Campact-Kampagne gegen Bundestrojaner“


  1. erlehmann

    ,

    ich bezweifle hier mal eben so den sinn der aktion. wie sollen ein paar emails denen die grundrechte näher bringen ?besser demonstrieren, da sieht man dann vllt. auch, wie viele dahinter stehen.übrigens:

    Datenschutzhinweis
    Ihre Daten (Name, Adresse, Beruf, E‑Mail) werden […] an Volker Kauder, Peter Ramsauer, Wolfgang Schäuble, Peter Struck und Brigitte Zypries per E‑Mail versendet.

    nicht, dass die die nicht sowieso schon hätten.
    SCNR.


  2. Schaden wird es sicher nicht, und Demonstrationen und Online-Kampagnen schließen sich nicht aus, wie der AK Vorrat ja auch seit knapp zwei Jahren zeigt.

    Was mich daran freut ist vor allem, dass die Leute aus dem Attac-Umfeld jetzt mal eigene Aktionen gegen den Überwachungswahn starten und sich nicht nur an Kampagnen und Demos ranhängen, die von anderen ausgehen. Das ist ein ermutigendes Zeichen und sagt mir, dass das Thema mittlerweile deutlich aus den klassischen Netz- und Datenschützerkreisen herausgeschwappt ist.


  3. […] verweist zudem auf eine Aktion von Campact gegen den […]


  4. Welche Datenschutz? Beim Adressenhändler Schober können Kunden aus etwa 5 Millionen Firmen-Adressen und 50 Millionen Privat-Adressen auswählen.


  5. […] In diesen Zusammenhang passt auch der Hinweis, dass natürlich auch eCard-Aktionen z.B. an Politiker, nach wie vor ein sinnvolles Instrument im Campaigning sein können. Eine solche Aktion hat nun campact begonnen und zwar zum Thema Online-Durchsuchung (via): […]


  6. […] 18 2007 : Campact-Kampagne gegen Bundestrojaner ( netzpolitik […]


  7. Du hast keine Wahl

    ,

    Nicrosoft gehört jetzt nicht mehr zu Nicrosoft. Nicrosoft hat sich ferkauvt und verdient damit noch Jeld als Knacker und Einbrecher. Und jetzt noch Bundestrojaner man müsste die Trojaner Postwenden gegen den absender der Firen Firenferseucht zurück senden. Ich frage die jenigen wisst ihr was euer PC ist. Ja ein Sender für Daten. Trojaner werden jetzt legal von Schauble hergestellt wau. Trojaner sind Hausierer. Du Kaufst windows xy damit es die veraten tut.Gesetzte sind zum schützen da nicht zur Kontrollieren.
    Schreibfehler sind unsichbar.….


  8. schülerin

    ,

    Ich schließ mich auf jeden Fall solidarisch mit der Kampange, mit allen, die sich gegen den Bundestrojaaner zu wehren versuchen.

    Man sollte Schäuble morsen – S O D –>SAVE OUR DATA!
    (praktisch als Notruf)

    Ich arbeite bei unserer Schülerzeitung go-public (Hamburg) mit und habe mich in einer Ausgabe über die Spionagepolitik in London ausgelassen, aber nun gibt es ganz deutlich eine Schwerpunktverlagerung.

    Es ist ja nicht so, dass man etwas auf dem Pc verstecken würde- so der normale Büger‑, aber ich muss zugeben, dass mir plötzlich der Gedanke beim surfen nach Bilder für mein GE-Referat „Konzentrationslager“, dass der Staat mich jetzt vielleicht verdächtigen könnte rechtsextremen Schnapsideen hinterherzujagen. Da war es mir dann schon ganz wichtig nachzulesen, was der Staat so plant mit meinen Daten.

    Neu für mich: Mit diesem Jahresbeginn trat schließlich das Gesetz zur längerfristigen Speicherung in Kraft. Ich würde mich dafür aussprechen, dass dieses Thema auch in den Schulen verbreitet wird (schüler-communitys würden sich auch eigenen) und spreche wohl für die Mehrheit der Redaktion, dass wir zur Verbreitung von Aktionen gegen das Bundestrojaner-pferdchen beitragen wollen. Innerhalb der Schule und zwischen den Redaktionen der verschiedenen Schulen gibt es ein verzweigtes Netz von Interessierten.

    Wir hämmern also gemeinsam auf die Tastatur: S O D!

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