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Immer weniger Zeit für Politiker im Fernsehen

Diese Zahlen sollten eigentlich jedem Politiker klar machen, dass die Zukunft politischer Kommunikation im Netz liegt: Schrumpfendes Zeitfenster für Politiker in den Medien. Auf der anderen Seite habe sich auch die Darstellung von Politik in den Medien geändert. Diese ist geprägt von Personalisierung und Emotionalisierung, die Politik wird zudem immer schlechter dargestellt und als unfähig,…

  • Markus Beckedahl

Diese Zahlen sollten eigentlich jedem Politiker klar machen, dass die Zukunft politischer Kommunikation im Netz liegt: Schrumpfendes Zeitfenster für Politiker in den Medien.

Auf der anderen Seite habe sich auch die Darstellung von Politik in den Medien geändert. Diese ist geprägt von Personalisierung und Emotionalisierung, die Politik wird zudem immer schlechter dargestellt und als unfähig, Probleme zu lösen. Und sie wird zerstückelter dargestellt: So sei die Zeit, die Politiker im Fernsehen zur Verfügung ständen, um ungeschnitten ihre Statements abzugeben, von 35 Sekunden im Jahre 1983 auf 15 Sekunden im Jahre 1998 gesunken (US-Politiker haben in der Regel nur noch sechs Sekunden Zeit). Politik wird auch zunehmend als Unterhaltung dargeboten, als Paradebeispiel dafür stünden die Talk-Shows – für die Sender billig zu produzieren, für die Politiker wegen des großen Publikums attraktiv.

In sechs Sekunden hat man ja schon Probleme, eindimensionale Botschaften zu vermitteln.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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