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Neue Spots von „Raubkopierer sind Verbrecher“

Gerade präsentiert die „Hart-aber-gerecht“-Kampagne der deutschen Filmindustrie in Berlin ihre neuen Spots zum Thema „Raubkopierer sind Verbrecher“ und ich vermute mal, dass sie ähnlich „provozierend“ sein werden wie die ersten Spots. Diese bekamen von vielen das ehrenvolle Prädikat „menschenverachtend“ und die normale Wirkung im Kino war Anfangs schallendes Gelächter und nach einiger Zeit gingen sie…

  • Markus Beckedahl

Gerade präsentiert die „Hart-aber-gerecht“-Kampagne der deutschen Filmindustrie in Berlin ihre neuen Spots zum Thema „Raubkopierer sind Verbrecher“ und ich vermute mal, dass sie ähnlich „provozierend“ sein werden wie die ersten Spots. Diese bekamen von vielen das ehrenvolle Prädikat „menschenverachtend“ und die normale Wirkung im Kino war Anfangs schallendes Gelächter und nach einiger Zeit gingen sie echt auf die Nerven. Zum Glück habe ich kein Fernsehen zuhause und bleibe so davor geschont, dass sie jetzt auch in TV-Werbeblöcken zu sehen sind. Aber zur heutigen Präsentation wird verkündet:

Seit einem Jahr ist die Aufsehen erregende Kampagne der Filmwirtschaft „Raubkopierer sind Verbrecher“ mit Spots, Print-Motiven und spektakulären Aktionen wie „Knast on Tour“ präsent. Der Erfolg spricht für sich: Dank der konzertierten Aktionen der Filmwirtschaft konnte das Brennen und Downloaden zwar nicht aufgehalten, aber im Verhältnis zur verbesserten technischen Ausstattung zumindest im Zaum gehalten werden.

Die Knast on Tour-Sache war echt eine spektakuläre Aktion, ich habe lange nicht mehr so überraschte Gesichter gesehen wie von den Kampagnenverantwortlichen, als wir „spektakulär“ bei der Pressevorstellung auftauchten. Alleine das war es schon wert, morgens um 10h auf dem Potsdamer Platz zu stehen:

Aktion gegen

Passend dazu gibt hier jetzt auch noch passendes Zitat von der Kampagnen-Webseite, wo „namhafte Testimonials“ ihre besten Sprüche aufsagen:

„Das Recht auf eine Raubkopie ist genauso schwachsinnig wie das Recht auf einen Zweitwagen!“

Das von Bodo Schwartz, Vorstandsvorsitzender der GVU als Spruch des Tages.

Mal schauen, wann die ersten Artikel heute im Netz auftauchen, Heise wird sicherlich wieder ausgiebig darüber berichten und Fritz Radio / Berlin hatte mich schon im Vorfeld dazu interviewed.

Jetzt hat auch Heise einen Artikel dazu veröffentlicht: Filmbranche führt Abschreckungskampagne weiter.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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Ein Kommentar zu „Neue Spots von „Raubkopierer sind Verbrecher““


  1. […] “Raubkopierer sind Verbrecher” haben heute zusammen mit der GVU eine Aktion am Potsdamer Platz in Berlin gemacht und neue Wünsche an die Politik formuliert. Drei Tage nach Inkrafttreten des “Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des Geistigen Eigentums” folgen schon wieder die nächsten Forderungen nach einer weiteren Eskalation. In der Pressemitteilung spricht man von einer “sinnvollem Ergänzung zu einer straf- oder zivilrechtlichen Ahndung auf Massenebene”. Nach Vorbild der “Three strikes and you’re out”-Strategie, die von der internationalen Musikindustrie ind ie Diskussion geworfen wurde, wünscht man sich jetzt erstmal ein “Three strikes and you’re slow”. […]

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