„Alles ist geplant“, „Nichts ist, wie es scheint“ und „Alles ist miteinander verbunden“: Das sind Kapitelüberschriften aus dem gerade erschienenen Buch des Verschwörungstheorie-Forschers Michael Butter. Der Literatur- und Kulturhistoriker bringt damit die Argumentationsmuster vieler Verschwörungstheorien auf den Punkt. Er erklärt, dass Verschwörungstheorien nichts Neues seien, aber nicht zuletzt im Internet wieder Zulauf bekommen.
Jenni Rieger vom SWR hat mit dem Autor des Buches gesprochen:
„Wir haben heute sicherlich weniger Verschwörungstheorien als vor 200 oder 300 Jahren“, betont der Wissenschaftler Michael Butter, „aber wir haben wieder mehr als vor zwei, drei Jahrzehnten.“ Das liege daran, dass das Internet diese Theorien wieder sichtbar gemacht hätten. „Lange Zeit haben Verschwörungstheoretiker quasi im Selbstverlag ihre Schriften herausgebracht, haben Matrizen abgezogen oder sich Briefe geschrieben“, erklärt Butter. „Heute diskutieren sie online, tauschen dort ihr Material aus. Von daher trägt das Internet extrem zur Sichtbarkeit und zur Verbreitung von Verschwörungstheorien bei.“
