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Wie kam der Begriff „Geistiges Eigentum“ in die deutsche Politik?

Die Neue Musikzeitung hat ein Interview mit dem ehemaligen GEMA-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile, was ein paar interessante Punkte aufweist, wie beispielsweise: Geißler: Als Sie noch kräftig in die Tasten des politischen Klavieres griffen, gelang es Ihnen, den Begriff „Geistiges Eigentum“ in einen Gesetzestext, sogar an prominenter Stelle, einzubringen. Kreile: Ja, dies ist mir gelungen.…

  • Markus Beckedahl

Die Neue Musikzeitung hat ein Interview mit dem ehemaligen GEMA-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile, was ein paar interessante Punkte aufweist, wie beispielsweise:

Geißler: Als Sie noch kräftig in die Tasten des politischen Klavieres griffen, gelang es Ihnen, den Begriff „Geistiges Eigentum“ in einen Gesetzestext, sogar an prominenter Stelle, einzubringen.

Kreile: Ja, dies ist mir gelungen. Allerdings, wie es immer in der Politik ist, gelingt einem so etwas nicht allein. Hier braucht man Mitstreiter, und der damalige Mitstreiter Ludwig Stiegler auf Seiten der SPD – ich war ja auf der Seite der CSU – begriff, dass das Wort „Urheberrecht“ allein noch nicht jenen Impuls bringt, der die Menschen aufmerken lässt. Kann man es aber mit dem schönen Begriff des Eigentums und zwar mit dem des geistigen Eigentums verbinden und wird dieser dann als Rechtsbegriff in einem Gesetz lebendig, dann ändert sich die Wahrnehmung. So trägt die Urheberrechtsnovelle von 1985 jenen wunderbaren Untertitel, dass dies ein Gesetz zur Förderung des geistigen Eigentums ist. Dies ist ein Begriff, der Bewusstsein schafft.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Wie kam der Begriff „Geistiges Eigentum“ in die deutsche Politik?“


  1. Ist das nicht derjenige, der folgende Dinge sagte:

    „In diesen Wogen der Digitalisierung sind die Verwertungsgesellschaften der Fels in der Brandung.“

    [Das Internet ist] „nichts anderes als ein virtuelles Kaufhaus.“

    „Wir sehen mit Freude, dass der IT-Industrie nun mehr klar wird, dass nur zusammen mit den Verwertungsgesellschaften das weltweite Internetsystem beherrscht werden kann“

    „Die nationalen Gesetzgeber waren bei der Vorbereitung dieser weltweiten Kontrolltätigkeit der Verwertungsgesellschaften bisher nicht ganz so hilfreich, wie die Urheber dies erwartet haben.“

    (alles nachzulesen bei Telepolis)


  2. Wow, da ist jemand stolz auf seine Taten.

    Da erinnere ich mich schaudernd an meine Bundeswehrzeit, wo der Bataillonskommandeur stolz erzählte, welche Unmengen an Diesel und Munition vom Bataillon verbraucht wurde..


  3. markus

    ,

    @ Michael: Danke – ja, der ist.

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