Der SWR weist heute anlässlich der erneuten Ausstrahlung der BND-Dokumentation „Schattenwelt BND – Wieviel Geheimdienst braucht Deutschland?“ auf eine Umfrage von infratest dimap hin, die Anfang Juli herausfinden wollte, wie es mit dem Vertrauen in Institutionen in Deutschland aussieht: Der deutsche Auslandsgeheimdienst bekommt ein denkbar schlechtes Zeugnis.
Der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst (BND), der potentiell die ganze Welt mit Ausnahme der Kommunikation von Deutschen und allen, die in Deutschland leben, abhören darf und Millionen Euro in Malware und Exploits versenken will, ist nach den Umfragedaten noch weiter im Ansehen der Bevölkerung gesunken.
Nicht einmal Parteien genießen noch weniger Vertrauen als der BND
Die konkrete Frage für eine Reihe von Einrichtungen und Organisationen lautete:
Bitte sagen Sie mir für jede [der Institutionen], wie viel Vertrauen Sie in sie haben: sehr großes Vertrauen, großes Vertrauen, wenig Vertrauen oder gar kein Vertrauen?
Der prozentuale Anteil der Personen, die „gar kein Vertrauen“ in den BND haben, ist mit 22 Prozent sogar noch höher als bei den politischen Parteien, die ansonsten wenig entgegengebrachtes Vertrauen auf sich vereinen können. Über zwei Drittel der Bevölkerung stellt dem BND damit ein desaströses Zeugnis aus: Denn zusammen mit den 46 Prozent, die „weniger Vertrauen“ in den BND haben, können insgesamt 68 Prozent der Deutschen kein oder weniger Vertrauen zum BND (mehr) fassen.
Selbst der geschasste BND-Präsident Gerhard Schindler sieht sich und seine ehemaligen Kollegen in der „Schmuddelecke“, wie er vor der Kamera einräumte. Wer sich seine und die Statements seiner Kritiker ansehen möchte, hier nochmal die Sendehinweise von „Schattenwelt BND – Wieviel Geheimdienst braucht Deutschland?“:
- 27. Juli, 22:45 Uhr, Das Erste,
- 3. August, 23:30 Uhr, SWR-Fernsehen.
