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Kampagne gegen Datenspeicherzwang hat 25.000 Unterschriften gesammelt

Die Kampagne von European Digital Rights (EDRi) und anderen, die sich gegen die Pläne von EU-Kommission und Ministerrat zur verpflichtenden Speicherung von Logdateien bei Internet-Providern und Mobilfunk-Betreibern richtet, hat heute Vormittag die Marke von 25.000 Unterstützern übersprungen. An der Spitze liegen die Niederlande (von dort wurde die Kampagne initiiert, und der Amsterdamer Provider XS4ALL ist…

  • Ralf Bendrath

Die Kampagne von European Digital Rights (EDRi) und anderen, die sich gegen die Pläne von EU-Kommission und Ministerrat zur verpflichtenden Speicherung von Logdateien bei Internet-Providern und Mobilfunk-Betreibern richtet, hat heute Vormittag die Marke von 25.000 Unterstützern übersprungen. An der Spitze liegen die Niederlande (von dort wurde die Kampagne initiiert, und der Amsterdamer Provider XS4ALL ist Mit-Initiator), gefolgt von Finnland und Deutschland.

Aus Deutschland könnten ruhig noch mehr Unterschriften kommen, immerhin gibt es hier zahlenmäßig viel mehr Netizens als in Finnland. Die EDRi will im Oktober die Liste der Unterschriften in einer öffentlichen Aktion an die EU-Gremien übergeben.

Unterschrieben werden kann die Kampagne hier – denkt aber dran, das Land auch richtig auszuwählen, default sind leider immer noch die Niederlande.

Deutschsprachige Banner für die eigene Website gibt es bei quintessenz.

Seit neuestem ist auch ein Kampagnen-Wiki mit vielen weiteren Informationen verfügbar.

Hier die Top Ten von heute, 13:00 Uhr:
1. Niederlande 7944
2. Finnland 4719
3. Deutschland 4707
4. Österreich 1155
5. Bulgarien 1009
6. Italien 919
7. Frankreich 705
8. Belgien 633
9. Schweden 592
10. Großbritannien 447

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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