Seit dem 3. Oktober und noch bis Mai 2016 zeigt das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe die Ausstellung »Global Control and Censorship«. Sie basiert auf der Zusammenarbeit von Wissenschaftler_innen, Journalist_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen aus 20 Ländern weltweit und soll die öffentliche Debatte über allgegenwärtige Überwachung und Zensurmaßnahmen durch Video- und Toninstallationen, Filme, Fotoarbeiten, Skulpturen und Collagen erweitern.
Die taz hat den Kurator, Bernhard Serexhe, interviewt. Überwachung sei innerhalb des kapitalistischen Systems nur logisch, und Datenschutz reiche heute nicht mehr aus:
Ich glaube Datenschutz ist eine Nummer zu klein. Wir können von den Amerikanern oder Engländern verlangen, dass sie das bitte nicht tun. Wenn andere Staaten uns bitten würden, dass der BND seine Überwachungsaktivität im Ausland einstellt, dann würden wir auch freundlich nicken und trotzdem weiterspionieren. Es ist ein Grundprinzip, an das wir mittlerweile gar nicht mehr rankommen. Die Überwachung ist zu umfassend geworden.