Was vom Tage übrig blieb

Antike Fernseher, alte Debatten und alltägliche Technologie

Die Polizei Los Angeles wand sich seltsam um Anfragen zu Gesichtserkennung herum. Ein alter Fernseher zwang die Internetverbindung eines Dorfes in die Knie und ein Rückblick auf das K-Wort. Die besten Reste des Tages.

Gestern war es der Blick nach unten, heute der nach oben: Es macht keinen Unterschied, der Sommer will uns erfreulicherweise nicht verlassen.

Was aus der „Killerspiel“-Debatte wurde (sueddeutsche.de)
Anlässlich der Neuauflage des Shooters Crysis blickt Matthias Kreienbrink darauf zurück, wie sich die Diskussion über Computerspiele gewandelt hat. Das „K-Wort“ begegnet einem heute zwar nicht mehr so häufig, manche Politiker:innen zeigen sich selbst als Gamer. Nachholbedarf gibt es dennoch an vielen Stellen.

Despite past denials, LAPD has used facial recognition software 30,000 times in last decade, records show (LA Times)
Entgegen früherer Aussagen nutzt die Polizei in Los Angeles Gesichtserkennungstechnologien und das auch noch ziemlich oft. 30.000 Mal seit 2009, berichtet die LA Times. Eigene Software haben die Beamten nicht, sie nutzen dafür Technik des Los Angeles County Sheriff’s Department. Ein Bericht darüber, wie alltäglich die Technologie geworden ist und wie sehr es auf die genaue Wortwahl bei Behördenanfragen ankommt.

Internet: Old TV caused village broadband outages for 18 months (BBC)
Wenn die Internetverbindung lahmt, ist schnell ein Schuldiger gefunden: Die Mitbewohnerin, die Mikrowelle oder gern auch die Telekom. Im walisischen Dorf Aberhosan ließ sich aber 1,5 Jahre nicht herausfinden, warum die Breitbandverbindung jeden Morgen um 7 Uhr zusammenbrach. Es brauchte Techniker und einen Spektrumanalysator, um den Übeltäter aufzuspüren. Einen Uralt-Fernseher, der so viele Interferenzen verursachte, dass alle darunter leiden mussten. Der wohl peinlich berührte Besitzer ahnte offenbar nichts von dem Störenfried im heimischen Wohnzimmer, gelobte aber, ihn nie wieder zu benutzen.

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Eine Ergänzung
  1. Mich würd ja mega interessieren, was genau denn interferiert wurde. Die Signale der APs der Anwohner? Die Kupferkabel der local loop? Anscheinend haben sie die ja ersetzt, waren die neuen dann immer noch unshielded?

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