Was vom Tage übrig blieb: Lobbyisten, Facebook-Journalismus und gebrochene Versprechen

Mit Hausausweisen kommen Lobbyisten ungehindert in den Bundestag, nach Google will nun auch Facebook Journalismus fördern und der Kabelanbieter Unitymedia täuscht Kunden und die Öffentlichkeit. Die interessantesten Reste des Tages.

So eine Frechheit, die Wolken sind wieder zurück.

Neue Hausausweisliste: Diese Lobbyisten können jederzeit in den Bundestag (abgeordnetenwatch.de)
Dank eines Hausausweises haben 778 Lobbyisten einen weitgehend ungehinderten Zugang zu den Abgeordnetenbüros. Dies zeigt eine Liste, die die Bundestagsverwaltung auf Antrag von abgeordnetenwatch.de herausgegeben hat. Auffallend: Vor allem in der Immobilienwirtschaft gab es vergangenes Jahr ein großes Interesse an den Zugangskarten. Abgeordnetenwatch hat die Liste ausgewertet.

Facebook says it plans to put $300M into journalism projects (Columbia Journalism Review)
Google ist in den vergangenen Jahren zum Groß-Mäzen des Journalismus geworden – eine Entwicklung, die wir im vergangenen Jahr in einer Artikelserie kritisch beleuchtet haben. Nun kündigt auch Facebook an, im großen Stil in die Journalismusförderung einsteigen zu wollen. Der Konzern will dabei auf Lokaljournalismus fokussieren. Wie bei Google steht die Frage im Raum: Welche Absichten verfolgt Facebook damit?

Mieter fühlen sich von Unitymedias Tempoversprechen getäuscht (Handelsblatt)
Der Kabelinternetanbieter Unitymedia kündigte medienwirksam an, die Übertragungsgeschwindigkeit für alle Kunden kostenlos anzuheben. Doch nicht bei allen wurde dieses Versprechen auch wirklich erfüllt. Dagegen laufen nun Verbraucherschützer und der Mieterbund Sturm.

Swimming people look silly when filmed as timelapse (Twitter/@oilinki)
Unser heutiger Beitrag zur Netzkultur: Von oben gefilmte, schwimmende Menschen sehen faszinierender aus, als man es für möglich halten würde.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links & kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Eine Ergänzung
  1. „Was vom Tage übrig blieb“ – unbesehen der Tatsache, dass ich mich ohnehin auffällig häufig auf eurer page herumtreibe (ich danke für eure Arbeit und weiß diese, wie viele andere, die, wie ich, nicht oder nur selten in Erscheinung treten, zu schätzen) – blablabla, also, auf diese Sparte freue ich mich!

    Die sich hinter diesem Verbinder (https://twitter.com/oilinki/status/1084799522427961344) verbergende Information, fürhin als Bewegtbild bekannt, habe ich mehrere Mal aufgerufen. Und ich schließe mich eurer Beurteilung an, dass diese Aneinanderreihung von Bildern „faszinierend“ ist: wir sind Pantoffeltierchen, definitiv! Alles nur eine Frage des Timings und des Abstands!

    Gehabt euch wohl, edle Schreiberlinge und bis die Nächte

    jott

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