Was vom Tage übrig blieb: Fingerabdrücke, Frauenhasser und Falschmeldungen in der Freizeit

In der EU könnten Fingerabdrücke in Ausweisen bald verpflichtend werden, ein Typ mit Bananenstaude im Profilbild hat nichts besseres zu tun, als Falschmeldungen zu verbreiten und in Frankreich koordinieren sich Frauenhasser auf Facebook. Die interessantesten Reste des Tages.

„Macht doch den zweiten Fensterladen auf, damit mehr Licht hereinkomme.“ – Johann Wolfgang v. Goethe CC-BY 4.0 netzpolitik.org

EU Considers Response to China Hacking After U.K. Evidence, Sources Say (Bloomberg)
Während die USA Europa zu Maßnahmen gegen den chinesischen Konzern Huawei drängen, legte Großbritannien den EU-Staaten hinter verschlossenen Türen angebliche Beweise für aus China orchestrierte Cyberattacken vor. Der Rat der EU-Staaten debattiert nun mögliche Sanktionen als Antwort.

Warum bald Fingerabdrücke im Ausweis stehen könnten (SZ)
Eine neues EU-Gesetz sorgt vielleicht bald dafür, dass Millionen Menschen in Europa biometrische Daten in ihre Personalausweise eintragen müssen. (Wir berichteten.) Diese Woche verhandeln EU-Politiker nun über den endgültigen Text der entsprechenden Verordnung. Auch in Deutschland wäre das dann Pflicht.

„Ligue du LOL“ – Facebook-Klub für Frauenhass (Spiegel.de)
Was bei uns Don Alphonso & Co. anrichten, macht in Frankreich die LOL-Liga. In einer Facebook-Gruppe koordinieren sich Männer, unter ihnen einflussreiche Journalisten, um in sozialen Medien gegen Frauen zu schießen.

China: Künstliche Intelligenz als Staatsziel (DLF)
Der Hintergrund im Deutschlandfunk beschreibt Chinas Strategie, bis 2030 zur Supermacht im Bereich Künstliche Intelligenz zu werden. Wenigstens haben sie eine Strategie.

In der Bananenrepublik – Wie ein Mann in seiner Freizeit Falschmeldungen verbreitet (Correctiv)
Correctiv beschreibt einen Facebook-Nutzer, der gerne und häufig Falschmeldungen erfindet oder teilt: „Wer sein Profil besucht, versteht, warum der Kampf gegen ‚Fake News‘ so schwer ist.“ Sein Facebook-Profil ziert eine Deutschlandflagge mit Bananenstaude.

Calliope mini für Android
Für den Bildungscomputer Calliope gibt es jetzt auch eine Android-App.

Ein offener Brief an Facebook (Mozilla Foundation)
Nachdem Facebook unabhängigen Forscher:innen die Arbeit mit seinen Transparenzarchiven zur politischen Werbung erschwert hat, drängen diverse Nichtregierungsorganisationen den Datenkonzern zum Einlenken. Konkret fordern Sie die Verwendung einer offenen Schnittstelle, die weitgehende Analysen der politischen Werbung ermöglicht sowie die bessere Kennzeichnung und einen Stopp der „Verfolgung wohlmeinender Forscher“. Zu den unterzeichnenden Organisationen gehören unter anderem Access Now, Algorithm Watch, Greenpeace und Reporter ohne Grenzen.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links & kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.